Die Bibel unters Volk bringen – Biblischer Geocache in Trier-Ehrang eröffnet

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Bildquelle: EKK Trier

EHRANG. Am letzten Sonntag, 27. September, ist in der Evangelischen Kirchengemeinde Ehrang ein biblischer Geocache im Rahmen eines Gottesdienstes unter der Leitung von Pfarrerin Vanessa Kluge eröffnet worden. Ab sofort kann dieser Cache, für den keine biblischen Vorkenntnisse benötigt werden, in Ehrang und Umgebung gesucht werden.

Ziel des Bibelwerks sei es, Menschen zu einem kritischen und selbstverantworteten Verstehen der biblischen Schrift zu verhelfen und neue Zugänge zur Bibel zu eröffnen, so Rüdiger Raschke, Vorstandsmitglied des Bibelwerkes. „Die Bibel muss unters Volk und verstanden werden“, fasste Vorstandskollegin Dr. Nicole Kuropka zusammen. Dazu brauche es ganz neue Wege – „und Geocaching ist so ein Weg“, betonte Kuropka.

Martin Luther habe zwar Geocaching nicht gekannt, aber auch er habe immer wieder nach neuen Wegen und Zugängen zur Bibel gesucht. Denn „die Bibel ist eine unglaublich große Schatzkiste. Da steckt so viel für das Leben drin“, erklärt Raschke. Man müsse diese Schatzkiste nur öffnen. Die Menschen dafür zu begeistern, sei jedoch nicht leicht – also warum nicht „mit Spaß und Augenzwinkern?“, nahm Pfarrerin Vanessa Kluge den Faden auf.

Daraus ist die Idee des Ehranger Bibelcaches entstanden – in den versteckten Dosen befindet sich eine Bibelgeschichte, in Abschnitte unterteilt und jeweils mit einem Rätsel verpackt. Diese Rätsel sind für jeden und jede und ohne besondere Vorkenntnisse zu lösen. „Und während man eine Dose sucht und Rätsel löst, lernt man eine biblische Geschichte kennen. Nebenher.“, betonte Kuropka.

Passend auch zum Motto des Gottesdienst „Found it“ solle das Finden der Schätze die Menschen zum Strahlen bringen und Freude bereiten, und damit auch Freude an Gottes Wort. „Mit Augenzwinkern sage ich: Ich glaube, dass Gott auf seine Art und Weise der größte Cacher ist… und wir seine Dosen. Ist doch herrlich sich von Gott gefunden zu fühlen und selber dabei zu denken ‚Das ist Glück und Freude, dass ich Gott in meinem Leben finde‘“, so Kluge. Wer sich in Ehrang auf den Weg machen möchte, so Kluge weiter, komme am besten zur Ehranger Kirche und studiere den Schaukasten. „Das Rätsel für die erste Koordinate kann dort entdeckt werden. Nur lösen muss es jeder für sich, denn eine Koordinate wird nicht einfach verraten. Das Ziel ist es aber, dass der Geocache dann in Zukunft auch im Internet abgerufen werden kann“, erläuterte Kluge. Und es lohnt sich: In der letzten Dose befindet sich ein besonderer Schatz, gesponsert vom Evangelischen Bibelwerk im Rheinland.

Nachahmer und Mitbegeisterte gesucht
Das Evangelische Bibelwerk im Rheinland unterstützt Kirchengemeinden in der Evangelischen Kirche im Rheinland, die ebenfalls einen eigenen Cache erstellen wollen. Wer Informationen oder Anregungen zur Erstellung einen biblischen Geocaches sucht oder vielleicht selbst schon einen solchen Cache erstellt hat, kann sich an oeffentlichkeitsarbeit@ekkt.de wenden – Ziel ist es, eine Übersichts-Karte aller bestehenden biblischen Geocaches zu erstellen.

Wie funktioniert Geocaching eigentlich?
Mit Hilfe von Koordinaten und einem GPS System begibt man sich auf „Schatzsuche“, dabei werden so genannte Caches, beispielsweise in Form von Dosen, gesucht. Diese befinden sich in einem Umkreis von fünf bis sechs Metern der jeweiligen Koordinate. Allerdings müssen diese Koordinaten zuerst entschlüsselt werden. In den Dosen befinden sich Rätsel, die Hinweise auf die kommenden Koordinaten geben. Ungeschriebene Regel bei allen Geocachern ist es, heimlich zu suchen und Respekt vor der Natur und allen Mitmenschen zu zeigen. Für das Geocaching-Abenteuer sollte man ein Gerät mit GPS Funktion, vielleicht ein Blatt Papier und einen Stift sowie die Bereitschaft zum Laufen und Suchen mitbringen.

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