„Vielfalt – Das Beste gegen Einfalt“ – Interkulturelle Woche in Trier

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TRIER. „Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt“ – unter diesem Motto steht die Interkulturelle Woche 2015, die in Trier am Sonntag um 11 Uhr mit einem Internationalen Ökumenischen Gottesdienst in der Jesuitenkirche eröffnet wurde.

Vielfalt prägte auch den Gottesdienst, denn in fünf Sprachen trugen die Anwesenden ihre Fürbitten vor. Flüchtlinge aus dem Iran beteten für Religionsfreiheit in ihrem Land, auf arabisch wurde für Frieden im Nahen Osten gebetet und auf deutsch war die Fürbitte für eine Willkommenskultur in Deutschland zu hören. Für jede Fürbitte wurde eine Kerze entzündet. Beim Vater Unser mischten sich dann die verschiedenen Sprachen zu einem gemeinsamen Gebet.

Anschließend kamen die Gottesdienstbesucher aus den verschiedenen Kirchen, darunter aus der Koptischen Kirche, der syrisch-orthodoxen Kirche, der evangelischen und der katholischen Kirche ins Gespräch. Pfarrerin Kuhlmann-Fleck von Evangelischen Kirchenkreis zeigte sich zufrieden mit diesem ersten Internationalem Gottesdienst, der in Zukunft alle vier Wochen stattfinden soll.

Zwei weitere Veranstaltungen folgen noch im Rahmen der Interkulturellen Woche. Am Dienstag 29. September um 19.30 informieren im Balkensaal von Haus Fetzenreich, Sichelstraße 36, Andreas Flämig vom Caritasverband und Thomas Kupczik vom Dekanat Trier über das Projekt „Willkommenspaten für Flüchtlinge“. Ziel des Projektes ist es, den Flüchtlingen Menschen an die Seite zu stellen, die ihnen mit Zeit und Zuwendung Orientierung bieten und Türen öffnen. An diesem ersten Informationsabend soll es darum gehen, die Hilfsmöglichkeiten kennenzulernen und um eine Entscheidung treffen zu können, ob man sich an dem Projekt beteiligen möchte.

Den Abschluss bildet der Film „Die Piroge“ von dem senegalesischen Regisseur Moussa Touré. Der Film erzählt von dem Fischer Baye Laye, der eine Gruppe von Migranten über den Atlantik zu den Kanarischen Inseln bringen soll. In einem schlichten Motorboot erleben die dreißig Männer unterschiedlicher Herkunft traumatische Erfahrungen auf ihrem Weg Richtung Europa. Der Film ist am 12. Oktober um 19.30 Uhr ebenfalls im Balkensaal von Haus Fetzenreich zu sehen.

Der Eintritt ist frei.

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