Oberliga-Rheinland-Pfalz/Saar: FSV Salmrohr als krasser Außenseiter nach Gonsenheim

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SALMROHR. „Ich will jedes Spiel gewinnen.“ Das ist die erklärte Philosophie von Trainer Paul Linz. An die Umsetzung ist in der aktuellen Situation beim FSV Salmrohr nicht zu denken. Nach neun Pleiten vom Saisonstart weg findet sich „Die Macht vom Dorf“ auf dem vorletzten Platz der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar wieder. Und nun geht es nach Gonsenheim (Sonntag, 15 Uhr). Beim Tabellendritten sind die Salmtaler krasser Außenseiter. Deshalb wäre Linz nicht erst mit seiner Maxime, sondern wohl schon auch mit einem Punkt zufrieden.

Die Suche nach dem Strohhalm, der den Rheinlandpokalsieger in die Erfolgsspur zurückführen könnte, hat längst begonnen. Die Maßnahme „Wir machen alles anders“ ist schon früh verpufft. Nach dem DFB-Pokalspiel gegen Bochum beließ man die Trainerbank gegenüber der Haupttribüne – es brachte nichts. Danach folgten einige Rotationen im Kader – erfolglos. Dann sollten die Siege im Rheinlandpokal zur Trendwende taugen – Fehlanzeige.

Jetzt liegt die Hoffnung von Sportchef Karl-Heinz Kieren in der Außenseiterrolle. „In Gonsenheim erwartet wirklich keiner was von uns. Vielleicht ist das die ideale Basis, um den Schalter umzulegen.“ Zumindest Teil 1 dieser Aussage ist unbestritten. Gonsenheim liegt auf Rang drei und spielt wohl eine ähnlich erfolgreiche Saison wie 2014/15. In der vergangenen Spielzeit fertigten die Mainzer Vorstädter den FSV mit 5:0 ab und landeten am Ende auf Rang 4.

„Stabilität in der Abwehr finden“, lautet das erste Gebot beim Gastspiel in der Landeshauptstadt, „gravierende individuelle Fehler vermeiden“, das zweite. Wenn dann noch eine Formsteigerung bei einigen Akteuren dazu kommt, dann könnte es klappen mit dem Ende der langen Negativserie. Und eine Formsteigerung ist dringend erforderlich. Einige Spieler, die in der letzten Saison noch zu den absoluten Leistungsträgern gehörten, sind schon vom ersten Spiel an auf Formsuche. Dadurch bedingt kommt es auch immer wieder zu gravierenden individuellen Fehlern in der Rückwärtsbewegung und in der Abwehr, die in schöner Regelmäßigkeit zu Gegentoren führen. Und da vorne oft selbst beste Chancen versiebt werden, stehen bis jetzt nur Nullnummern zu Buche.

Abwehrspieler Daniel Braun wird vermutlich in Gonsenheim wieder zur Verfügung stehen. Sein Kollege Marc Inhestern fällt dagegen noch weiter aus. Zu den Leistungsträgern der Gastgeber, die über einen ausgeglichen besetzten Kader verfügen, zählen der Ex-Trierer Jonas Raltschitsch, Mustafa Yilmaz und Stefano Penella.

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