Konjunkturmfrage: Unternehmen blicken verhalten optimistisch in die Zukunft

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Bildquelle: pixabay

TRIER. Auch in diesem Jahr hat die Creditreform Trier ihre Mitgliedsunternehmen in der Region zur aktuellen Geschäftslage und Finanzsituation befragt.

Herbert Eberhard, Chef von Creditreform Trier und Luxemburg, konstatiert: „Bei den Unternehmen der Region Trier setzt sich die positive Einschätzung der wirtschaftlichen Gesamtsituation fort. Die allgemeine Geschäftslage und auch der Auftragsbestand werden überwiegend als gut bis sehr gut eingeschätzt. Zur Zeit schwimmen wir oben auf der Welle des Aufschwungs. Allerdings gibt es erste Zeichen einer Abkühlung.“

Die gute Einschätzung der Geschäftslage des Vorjahres kann weiterhin bestätigt werden. Fast zwei Drittel der Befragten, 63 Prozent, schätzen die aktuelle Geschäftslage ihres Unternehmens als gut bis sehr gut ein. Der Rest betrachtet sie als befriedigend bis ausreichend.

Etwas zurückhaltender, aber dennoch über den Vorjahreswerten, sieht die Einschätzung der eigenen Branche aus.

44 Prozent beschreiben die wirtschaftliche Lage der eigenen Branche als gut bis sehr gut. 50 Prozent bewerten die Lage als befriedigend bis ausreichend. Der Anteil, der unzufrieden mit der aktuellen Geschäftslage ist, stieg allerdings von einem auf sechs Prozentpunkte. Die doch noch positive Grundstimmung schlägt sich auch in der Einschätzung des wirtschaftliches Trends nieder. Im Gegensatz zum Vorjahr (44 Prozent) erkennen nur noch 40 Prozent einen deutlichen Aufschwung. Allerdings stieg die Zahl derer, die keinen Aufschwung erkennen können von 29 auf 40 Prozent.

In etwa auf Vorjahresniveau bewegt sich die Einschätzung der aktuellen Auftragslage.

54 Prozent der Befragten schätzen ihre Auftragslage als gut bis sehr gut ein. Dies ist ein Rückgang um 6 Prozentpunkte. Dementsprechend angestiegen ist mit 45 Prozent, im Vorjahr waren es 37 Prozent, die Zahl der Unternehmen die ihre Auftragslage nur als befriedigend bis ausreichend einschätzen. Ein Prozent der befragten Unternehmen ist nicht zufrieden.

Bei der erwarteten Umsatzentwicklung zeigt sich, dass die Unternehmen damit rechnen, das gute Umsatzniveau des Vorjahres auch 2015 halten zu können. 59 Prozent rechnen mit stabilen Umsätzen, nur noch 33 Prozent hingegen mit steigenden Umsätzen. Acht Prozent rechnen mit sinkenden Umsätzen.

Die finanzpolitische Vertrauens- und Imagekrise der letzten Jahre scheint ausgestanden. Wie schon im letzten Jahr, sieht auch 2015 mit 91 Prozentpunkten der überwiegende Teil der Befragten keine negativen Auswirkungen der wirtschaftspolitischen Turbulenzen und finanzpolitischen Verwerfungen auf die Zusammenarbeit mit den Banken. Damit haben die Banken für die Unternehmen der Region Trier ihre traditionelle Rolle als Stützpfeiler des Mittelstands bestätigt. Auch die Zusammenarbeit mit Anbietern alternativer Finanzinstrumente wie Factoring, Leasing oder Warenkreditversicherungen wird, soweit genutzt, als unkritisch eingeschätzt.

Deutliche Unterschiede gibt es bei der grenzüberschreitenden Zahlungsmoral. Insgesamt hat sich die Einschätzung der Zahlungsweise der eigenen Kunden im Vorjahresvergleich leicht verschlechtert. Nur noch acht Prozent der Befragten, im Vorjahr waren es noch dreizehn, bescheinigen ihren Kunden eine verbesserte Zahlungsweise. Die schlechten Zahler unter den Kunden sind mit fünf Prozent fast gleich geblieben.

Forderungsausfälle höher als 0,1 Prozent des Umsatzes sind um 10 Prozentpunkte gesunken, was sich auf die Gesamtsituation der Unternehmen positiv auswirkt. Deutliche Unterschiede zeigen sich jedoch nach wie vor bei der Einschätzung der Zahlungsmoral der Kunden in Deutschland und Luxemburg. Während die Zahlungsweise der deutschen Kunden mit 57 Prozent als gut bis sehr gut eingeschätzt wird, sind dies bei Luxemburger Kunden nur 43 Prozent. Dieser Wert ist gegenüber dem Jahr 2014 um elf Prozentpunkte gestiegen, was auch an der guten Wirtschaftslage liegen dürfte.

Ebenfalls ist der Anteil der Luxemburger Kunden denen eine schlechte Zahlungsmoral attestiert wird von zehn auf acht Prozent leicht gesunken.

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