Stadtsportverband und Stadt Trier unterstützen Flüchtlinge – Schulung für Ehrenamtliche

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Bildquelle: pixabay

TRIER. Kaum ein Thema beschäftigt derzeit mehr als das zu Flüchtlingen. In Trier sind derzeit rund 3500 Asylsuchende in den beiden Erstaufnahme-Einrichtungen in der Dasbachstraße und der Gottbillstraße untergebracht. Eine vorübergehende Flüchtlingsunterkunft wird im Laufe des heutigen Tages in einer Halle in der Niederkircher Straße von etwa 150 Asylsuchenden bezogen.

Zudem ist aktuell geplant, dass in 2015 rund 400 und im Jahr 2016 rund 500 Flüchtlinge eine Heimat in Trier finden werden, zum Beispiel in der Burgunderstraße und in der Jägerkaserne.

„Um diese Menschen, die dauerhaft hier leben werden, schnell in Trier zu integrieren, ist Sport ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg. Und der Trierer Sport ist bereit, diese Aufgabe zu übernehmen“, sagt Heinz-Peter Kann, Vorstandsvorsitzender des Stadtsportverbandes Trier, der Dachorganisation der Trierer Sportvereine mit über 25.000 Mitgliedern.

„Schon in der Vergangenheit waren die Trierer Sportvereine sehr engagiert bei der Integration von Migranten. Auch was Flüchtlinge betrifft, haben schon viele Trierer Vereine ihre Bereitschaft erklärt, Projekte zur Unterstützung und zur Integration anzubieten“, ergänzt Kann.

Gemeinsam mit dem Sportdezernenten der Stadt Trier, Andreas Ludwig, hat der Stadtsportverband daher jetzt alle Trierer Vereine angeschrieben. Ziel ist es, nicht nur an die Vereine zu appellieren, sich dem Thema anzunehmen, sondern konkret alle Möglichkeiten von Sportangeboten zur Integration von Flüchtlingen in Sportvereinen zu sammeln und gemeinsam zu koordinieren. Bei der Stadt Trier übernimmt Ruth Strauß diese Aufgabe. An sie können sich alle Sportvereine wenden, die bereit sind, künftig Flüchtlinge als Mitglieder aufzunehmen oder in Sportangebote zu integrieren. Kontakt: ruth.strauss@trier.de.

Die künftig dauerhaft in Trier lebenden Flüchtlinge werden dann von den jeweiligen Koordinatoren über die Sportangebote der Vereine informiert.

„Wichtig für alle Sportvereine ist, dass mit einer Mitgliedschaft auch alle Flüchtlinge beim Sporttreiben versichert sind“, sagt Bernd Michels, stellvertretender Vorsitzender des Stadtsportverbandes. „Wir wollen allen Vereinen die Aufnahme von Flüchtlingen erleichtern.“ Sollte es den Vereinen nicht möglich sein, Flüchtlinge zunächst einmal beitragsfrei aufzunehmen, haben Stadt und Stadtsportverband ihre Hilfe zugesagt. Daneben kann finanzielle Unterstützung über den Sportbund Rheinland beantragt werden.

„An der Beitragsfrage soll die Aufnahme von Flüchtlingen in Sportvereinen auf keinen Fall scheitern“, heißt es vom Stadtsportverband, der daneben die Initiative mehrerer Vereine und der Sportakademie begrüßt, auch in den Erstaufnahme-Einrichtungen Sport- und Freizeitangebote anzubieten.

Zudem bittet der Stadtsportverband alle Trierer Vereine um Unterstützung eines anvisierten Spendenlaufs rund um den Dom während des verkaufsoffenen Sonntags am 25. Oktober. Mit diesem Lauf sollen Spenden für Deutschkurse von Flüchtlingen gesammelt werden.

Schulung für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit

Schon ab Donnerstag kommender Woche, 24. September, bietet das Diakonische Werk der Evangelischen Kirchenkreise Trier und Simmern-Trarbach in Zusammenarbeit mit der Flüchtlingsarbeit im Evangelischen Kirchenkreis Trier eine Schulung für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit an.

An fünf aufeinanderfolgenden Donnerstagen (24.9.; 1.10.; 8.10.; 15.10.; 22.10.) findet die Schulung jeweils um 19.30 im Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Nordallee 7, 54292 Trier, statt. Eingeladen sind alle Interessierten mit oder ohne Vorkenntnisse.

An den Abenden geht es um rechtliche und organisatorische Hintergründe eines Asylverfahrens, Betätigungsmöglichkeiten für ehrenamtliches Engagement, Nachdenken über persönliche Voraussetzungen und Stärken als Ehrenamtliche und um Informationen über spezifische Problemfelder in der Flüchtlingsarbeit. Des Weiteren soll die Schulung eine Plattform des Austauschs bieten und den Start in die ehrenamtliche Hilfe vereinfachen.

Weitere Informationen zu den Schulungen:
Patricia Schmidt-Luxa, Diakonisches Werk, Telefon 06501-6039783

Pfarrerin Friederike Kuhlmann-Fleck, Flüchtlingsarbeit im Evangelischen Kirchenkreis Trier, Telefon 0152-34336854

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