Frauen-Handball: Filip sieht trotz klarer Niederlage Fortschritte bei den Miezen

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NELLINGEN. Zweites Spiel, zweite klare Niederlage. Auch beim Gastspiel in Nellingen hatten die Trierer Zweitliga-Handballerinnen keine Chance und unterlagen deutlich 29:41 (15:21). Trotz der zweiten deftigen Pleite sieht Trainerin Daniela Filip Fortschritte, eine Entwicklung in die richtige Richtung vor allem in der ersten Hälfte. Joline Müller erzielte mit 15 Treffern die Hälfte aller Miezen-Tore, Lindsey Houben sah nach 25 Minuten Rot.

Die Ergebnisse lesen sich katastrophal, der Sturz auf den letzten Tabellenplatz ist bitter und dennoch sind die Trierer Verantwortlichen nicht ohne Hoffnung, versuchen die Dinge realistisch einzuordnen. „Wir befinden uns in einem Prozess und von daher bitte ich um Geduld“, sagt Trainerin Daniela Filip und ergänzt: „Man darf nicht vergessen, was für eine Mannschaft wir auf dem Feld haben. Dieses Team hat nichts mit dem aus der Vorsaison zu tun.“

Bei der Auswertung der 29:41-Niederlage in Nellingen macht Filip vor allem die erste Hälfte Hoffnung, denn dort agierten die Miezen zumindest bis zur 21. Minute auf Augenhöhe, lagen lediglich mit 12:15 im Hintertreffen und machten den Gastgeberinnen das Leben schwer. „Wir waren aggressiv in der Abwehr, haben kämpferisch dagegen gehalten und die Trainingsinhalte gut umgesetzt“, sagt Filip.
Da die Moselstädterinnen anschließend aber „ein paar Bälle zu leichtfertig und unüberlegt hergaben“, konnten die Schwaben Hornets ohne größere Probleme bis zur Pause auf 21:15 davonziehen. Und auch die dritte Zeitstrafe sowie rote Karte gegen Lindsey Houben nach 25 Minuten bedeutete für die Filip-Sieben nicht nur einen weiteren Rückschlag, sondern auch ein fast aussichtsloses Unterfangen in Halbzeit zwei. Ohne Auswechselmöglichkeit im Rückraum zog Nellingen mit einem 4:0-Lauf auf 25:15 (34.), die Entscheidung in einer nun einseitigen Partie.

Dem Bundesliga-Absteiger war der Kräfteverschleiß der ersten 30 Minuten anzusehen, in der Deckung nicht mehr konsequent und bissig, in der Offensive wenig torgefährlich. Trotz 15 Treffern von Joline Müller – die damit die Hälfte aller Miezen-Tore erzielte – hatte Nellingen wenig Mühe. „Wir kommen schnell an unsere Grenzen, haben wenig Substanz und können nicht mehr zulegen“, so die Erkenntnis der 45 Jahre alten Rumänin. Aber, und das muss man den Moselanerinnen zu Gute halten, sie ließen sich nach dem ersten Zehn-Tore-Rückstand nicht hängen, versuchten das Ergebnis im Rahmen zu halten.

Am Ende ohne Erfolg und doch mit dem Wissen im Vergleich zur Vorwoche „eine Entwicklung gemacht zu haben.“ Wo die Reise hingeht, wird sich am kommenden Samstag zeigen, wenn man zu Gast in Beyeröhde (18.45 Uhr) ist. Einer Mannschaft, mit der die Miezen auf Augenhöhe sein sollten, gegen die sie aber im Pokal in der 1. Runde schon deutlich verloren haben.

DJK/MJC Trier: Jessica Kockler, Henriette Leicher; Caroline Thomas (2), Hannah Sattler (1), Lindsey Houben (0), Andrea Czanik (4), Judith Derbach (2), Joline Müller (15/8), Lucia Weibelova (3), Tina Welter (2)
Beste Werferin Nellingen: Julia Orban-Smideliusz (11/6)

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