Manipulierte Geldautomaten: Vermehrte Betrugsfälle in der Region

0
Symbolbild

Bildquelle: pixabay

WITTLICH/TRIER/SAARBURG. Es ist absolute Routine. Man möchte von seinem Konto Bargeld abheben, geht dabei zu einem Geldautomaten und bekommt – nichts. So ist es in den letzten Wochen mehreren Menschen aus unserer Region ergangen. Fachleute sprechen dann von sogenanntem „Cash-Trapping“.

„Cash-Trapping“ bezeichnet eine besondere Form des Diebstahls an Geldautomaten, bei dem die Geldausgabe durch Manipulation verhindert wird. Demjenigen, der in bester Absicht Bargeld von seinem Konto abheben möchte, zeigt der Automat plötzlich eine Störung an, sodass man von einem harmlosen Fehler ausgeht und der Abhebevorgang abgebrochen wird.

In Wirklichkeit jedoch haben Betrüger den Geldausgabeschacht, den sogenannten Shutter, derart manipuliert, dass die Geldscheine vorerst im Automaten bleiben, bis die Täter es dann abholen. Laut Polizei geschieht diese Art der Manipulation der Geldautomaten meist am Wochenende. Dies habe zum Hintergrund, dass sich die geschädigten Personen nicht sofort an ihre Bank wenden können.

In der Region sind alleine in den vergangenen drei Wochen sechs dieser manipulierten Geldautomaten gemeldet worden. Ein Großteil der Fälle ist bei unterschiedlichen Banken in Wittlich aufgefallen, aber auch eine Bank in Trier und Saarburg war von dem dreisten Betrug betroffen. Aktuell ermittelt die Kriminalpolizei wie viele Personen durch diese Masche bereits geschädigt wurden.

Bisherigen Erkenntnissen zufolge wenden die Täter diese zwei Methoden an, um den Geldautomaten zu manipulieren:

– Am Geldausgabeschacht wird eine täuschend echt aussehende Blende angebracht, an der die Täter auf der Rückseite doppelseitiges Klebeband anbringen. An diesem Klebeband bleiben die Geldscheine
hängen und können so vom Täter entnommen werden.

– Durch die Täter wird die Klappe des Geldausgabeschachts so manipuliert, dass sich diese im Falle einer Abhebung nicht automatisch öffnet und das ausgezahlte Geld im Schacht, für den Kunden
nicht sichtbar, zurückbleibt. Verlässt der Kunde die Bank, kann der Täter das ausgezahlte Geld aus dem Automaten entnehmen.

Die Polizei empfiehlt :

– Lassen Sie sich nicht von einem vermeintlich hilfsbereiten Fremden vom Automaten weglocken und bleiben Sie bei Verdachtsfällen auf jeden Fall beim Geldautomaten.

– Wird Ihnen am Geldautomaten eine Fehlermeldung angezeigt und das Geld nicht ausgezahlt, überprüfen Sie den Geldausgabeschacht und die Klappe des Shutters.

– Bitten Sie bei Verdachtsfällen innerhalb einer Bank, einen anderen Kunden, einen Bankmitarbeiter zu informieren. Bei Automaten außerhalb von Banken rufen Sie gegebenenfalls mit
Ihrem Handy bei der Bank an.

– Außerhalb der Öffnungszeiten von Banken und Kreditinstituten verständigen Sie die Polizei.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.