Schwerer Bandendiebstahl: 180.000 Euro aus Geldautomaten gestohlen

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Symbolbild.

Bildquelle: wikipedia

In der Strafsache zu schwerem Bandendiebstahl und weiterer Delikten, hat der Bundesgerichtshof mit Beschluss vom 4. August die Revision von zwei Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Trier vom 12. November 2014 verworfen. Das teilt das Landgericht Trier heute mit.

Angeklagt waren vier aus dem Kosovo stammende Männer im Alter zwischen 29 und 33 Jahren. Einer von ihnen lebte zuletzt im Bereich Daun.

Ihnen wurde vorgeworfen, sich spätestens im November 2013 als Bande zusammengeschlossen zu haben um gemeinsam Aufbrüche von Geldausgabeautomaten in Banken in der Eifel zu begehen.

In der Nacht vom 3. auf den 4. November 2013 sollten die Angeklagten in eine SB-Stelle einer Bank in Wittlich eingedrungen sein. Dort sollten sie den Geldautomaten aufgebrochen und mit knapp 70.000 Euro Beute geflüchtet sein.

In der Nacht vom 7. auf den 8. Dezember 2013 sollten die Angeklagten in eine Bankfiliale in Gerolstein eingebrochen sein um den dortigen Geldautomaten aufzuhebeln. Entgegen des Tatplans übernachtete jedoch ein Zeuge im Foyer der Bank und sprach die Angeklagten an, die daraufhin die Flucht ergriffen.

In der Nacht vom 11. auf den 12. Dezember 2013 sollten die Angeklagten in einer Bankfiliale in Daun eingebrochen sein. Dort sollten sie den gesamten Geldautomaten aus der Wand gerissen und mit einem Lieferwagen abtransportiert haben. In der Folge sollten sie den Geldautomaten aufgebrochen, über 32.000 Euro entnommen und den Automaten entsorgt haben.

In der Nacht vom 4. auf den 5. Januar sollten die Angeklagten in eine Bankfiliale in Badem eingebrochen sein. Hierbei sollten sie bereits von der Polizei beobachtet worden sein. Die Angeklagten sollten mit knapp 78.000 Euro Bargeld, die sie aus einem geknackten Geldautomaten entnahmen, geflüchtet sein. Als sie bemerkten, dass sie von der Polizei verfolgt wurden, sollten sie versucht haben, sich einer Festnahme zu entziehen. Dabei sollten sie auch über eine Polizeisperre hinweggefahren sein, so dass sich ein Polizist durch einen Sprung auf die Motorhaube retten musste, wobei er am Knie verletzt wurde.

Einem der Angeklagten wurde darüber hinaus vorgeworfen, den Ex-Mann seiner Lebensgefährtin erpresst zu haben. Er sollte diesem gesagt haben, dass er beauftragt worden sei ihn umzubringen, wovon er gegen Zahlung von 2000 Euro absehen könne.

Einer der Angeklagten ist im Betäubungsmittel-Bereich vorbestraft. Die anderen Angeklagten waren zuvor in Deutschland noch nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten.

Das Verfahren gegen einen der Angeklagten wurde abgetrennt und mit Urteil vom 12. November 2014 wurde der zweite Angeklagte wegen besonders schweren räuberischen Diebstahls, Diebstahls in zwei Fällen und versuchten Diebstahls zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt.

Ein weiterer Mitangeklagtet wurde wegen Diebstahls in zwei Fällen zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und neun Monaten verurteilt. Gegen einen weiteren Mitangeklagten verhängte die Kammer wegen Beihilfe zum Diebstahl eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten. Die Vollstreckung der hinsichtlich des letztgenannten Angeklagten verhängten Freiheitsstrafe wurde zur Bewährung ausgesetzt.

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