750 Besucher bei Trierer Museumsnacht im Museum am Dom

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Foto: Bistum Trier

Bildquelle: Foto: Bistum Trier

TRIER. Die lange Trierer Museumsnacht am 12. September hat im Museum am Dom Aktuelles in den Blick genommen und ein Stück weit in die Zukunft geschaut. Das Programm hatte die aktuelle Präsentation von Antonia Bernings „farbenreich“ und die im Mai 2016 startende Nero-Ausstellung zum Thema. Und wie im vergangenen Jahr waren die nächtlichen Museumsbesucher begeistert vom Gesamtpaket aus interessanten Vorträgen und stimmungsvoller Musik.

Von den insgesamt 4.511 Gästen der neunten Auflage der diesjährigen Trierer Museumsnacht machten alleine 750 Besucher Station im Trierer Dommuseum.

„Ich bin wegen Antonia Berning hier. Das Programm hat mich angelacht“, erzählt Karin Hoffmann aus Trier. Die Ausstellung „farbenreich“ sei wunderbar, und es sei interessant, mehr über Leben und Wirken der Künstlerin zu erfahren. In Führungen und Vorträgen beleuchteten Kirstin Mannhardt und Markus Groß-Morgen die Farbwirkung und den Farbeinsatz bei Berning. Zusammen mit Margarethe Mancke und dem Aachener Kunsthistoriker Dr. Adam Oellers plaudert Graf im Erzählcafé mit Museumsdirektor Groß-Morgen über Erinnerungen an die Künstlerin und den Menschen Antonia Berning.

Mannhardt und Groß-Morgen machen auch unter dem Titel „Nero – der erste Christenverfolger?“ neugierig auf die große Nero-Ausstellung, die vom 14. Mai bis 16. Oktober 2016 in Trier gezeigt wird.
„Plakate und Streichhölzer finden rege Beachtung und erste Führungen sind gebucht“, freut sich der Museumschef vor zahlreichen Zuhörern über die bereits große Aufmerksamkeit für Nero. „Von dieser Begeisterung wollen auch wir uns anstecken lassen.“, wecken sie doch die Spannung auf die Präsentation im Dommuseum, deren Ausgangspunkt der Brand von Rom sein wird.
Jener Brand, der den Christen in die Schuhe geschoben und zum Auftakt der Christenverfolgung wurde. Das Museum wird Christen als Märtyrer vorstellen und zeigen, wie sich die Verehrung von Blutzeugen Christen entwickelte. „Hatte Nero wirklich etwas gegen die Christen?“ „Wie wurden sie von den folgenden Kaisern behandelt?“ Solche Fragen will die Ausstellung beantworten.

„Ich freue mich riesig auf diese große Nero-Ausstellung“, verrät Museumsaufsicht Heike Lerchner. Sie liebt es, wenn viel los ist im Haus. Zumal bei dieser „Nacht im Museum“ „ungewöhnlich viel Betrieb ist und erfreulich viele junge Leute unter den Besuchern sind“.

So wie Jaqueline und Simone. Die beiden sind aus dem Saarland nach Trier gekommen. „Dieses Angebot ist eine hervorragende Gelegenheit, in die Trierer Museen zu schnuppern und erste Eindrücke zu bekommen.“ Die haben auch Graziela und Harald Ulrich-Sanchez mit ihren Kindern Sara und Rolf gesammelt. Erstmals bei der Museumsnacht dabei, sind sie begeistert. Während die Kinder in der Werkstatt unter fachkundiger Anleitung von Anette Köhler mit selbstgemachten Naturfarben malen, schauen sich die Eltern die Ausstellung an. „Interessante Exponate, klasse Programm, tolle Beleuchtung und ausgezeichnete Musik“ – dieser Museumsbesuch habe sich gelohnt, lautet das einstimmige Familien-Resümee.

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