Oberliga-Rheinland-Pfalz/Saar: Richtungweisendes Spiel für Mehring

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MEHRING. Rheinlandduell auf der Lay. Am morgigen Sonntag empfängt der SV Mehring (15 Uhr) am achten Spieltag der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar die SpVgg Eintracht Glas-Chemie Wirges. Damit kommt es zum Vergleich des aktuellen Aufsteigers von der Mosel und einer Mannschaft, die im vergangenen Jahr in die Liga zurückgekehrt ist.

„In der Oberliga sind oft Nuancen ausschlaggebend. Das mussten wir in unseren letzten Spielen erfahren“, sagt SVM-Trainer Frank Meeth im Hinblick auf die beiden 0:1-Auswärtsniederlagen in Pfeddersheim und jüngst in Hauenstein sowie das 1:4 dazwischen gegen den FK 03 Pirmasens II. „Wir haben uns auswärts zwei Mal wirklich gut verkauft. Unterm Strich war es aus unserer Sicht unglücklich, in diesen Spielen nicht gepunktet zu haben. Gegen Pirmasens kamen Schiedsrichterentscheidungen dazu, die das Ergebnis beeinflusst haben“, so Meeth weiter.

Den Kopf habe sein Team aber oben, sei voll bei der Sache, das Selbstvertrauen keineswegs angeknackst. Als Beweis dafür nennt der Coach die offenbar starke Trainingsleistung am Mittwoch: „Da ist der Ball super gelaufen, es war richtig Zug drin.“ Seine Aufgabe sei es nun, „an einem anderen Rädchen zu drehen, damit wir wieder punkten“. Einen potenziell sehr wichtigen Akteur wie Matija Jankulica sieht er nach einem kleinen Tief wieder im Kommen: „Er ist auf einem richtig guten Weg. Ein Matija in guter Form ist von großer Bedeutung für uns.“

Meeth verteilt aber nicht nur Zuckerbrot, sondern kann auch ungemütlich werden: Die dürftigen Leistungen einiger Spieler aus dem Oberligakader beim 3:7 der zweiten Mannschaft am vergangenen Sonntag in der Kreisliga A bei der SG Kordel/Welschbillig brachten ihn auf die Palme. Konsequenz: Nur 12, 13 Mann benennt er zunächst fest für die Partie gegen Wirges. Die anderen Nominierungen macht er abhängig vom Auftritt der zweiten Mannschaft, die am Samstag gegen den TuS Mosella Schweich II antrat. Dem Match am Sonntag misst Meeth richtungsweisenden Charakter bei: „Wenn wir gewinnen, haben wir 13 Punkte aus acht Spielen gesammelt, Wirges bleibt bei drei. Dann wird es für sie schwer, uns in absehbarer Zeit zu überholen.“

Bei Abwehrchef Andreas Hesslein ist die Oberschenkelzerrung am vergangenen Freitag wieder aufgebrochen. Ob es sich bei der erneuten Verletzungen nun vielleicht sogar um einen Muskelfaserriss handelt, soll eine MRT-Untersuchung zeigen. Während ansonsten alle Feldspieler zur Verfügung stehen, sind gleich drei Torleute angeschlagen: Sandro Berweiler beklagt einen Muskelbündelriss, der bereits im Sommer verpflichtete, zuletzt aber wegen Urlaubs länger fehlende Thomas Hank hat Rückenbeschwerden und Alwin Faber hat die Hand verstaucht. Gut möglich, dass am Sonntag als Backup für Stammkeeper Philipp Basquit der reaktivierte Dennis Kauhausen auf der Bank sitzt.

Auf das Erfolgserlebnis zum Start in die neue Saison – dem Titelfavoriten TuS Koblenz rang man durch ein Tor in der Schlussminute ein 1:1 ab – folgten fast nur noch Enttäuschungen bei der SpVgg. Wirges. Abgesehen vom 3:3 gegen Hertha Wiesbach im vorletzten Heimspiel setzte es bis zum vergangenen Wochenende ausnahmslos Niederlagen. Zu allem Überfluss kam auch noch das sehr frühe Aus im Rheinlandpokal dazu. Beim zwei Klassen tiefer angesiedelten Bezirksligisten VfB Linz setzte es eine 0:2-Niederlage. Grund genug für die Verantwortlichen der Westerwälder, sich vor dem Heimspiel am Samstag gegen den SV Gonsenheim vom erst in der Sommerpause verpflichteten Trainer Jörg Bach zu trennen. Im Duell mit Gonsenheim coachte nun Thomas Arzbach, der etatmäßige Trainer der zweiten Garnitur das Team. Das 1:1 und vor allem die Leistung wurde von der Vereinsführung in Wirges als klarer Schritt in die richtige Richtung gewertet. Bis auf Weiteres soll der 42-Jährige weitermachen.

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