Erster Sieg im zweiten Test: Gladiators kämpfen Contern nieder

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Eric Anderson war nicht nur bester Werfer der Trierer, sondern auch für die spektakulären Aktionen zuständig. Foto: Helmut Thewalt

TRIER. Die junge völlig neu formierte Mannschaft der Trierer Basketballer hat den ersten Testspielsieg errungen. Im wahrsten Sinn des Wortes. In einer bis zum Schluss umkämpften Partie behielten die Gladiators vor rund 500 Besuchern gegen den luxemburgischen Erstligisten AB Contern mit 73:69 (36:37) die Oberhand.

Von der kämpferischen Leistung seiner Schützlinge war Trainer Marco van den Berg „mit Ausnahme des 1. Viertels“ angetan, stellte aber auch fest: „Es gibt noch viele Baustellen.“ Ein Schwachpunkt war der Spielaufbau, wo Kevin Smit „keinen guten Tag erwischt hatte“, wie der Coach anmerkte. Da die in der Hierarchie höher angesiedelten Simon Schmitz und Alexander Engel noch verletzungsbedingt fehlen, war Smit aber als Floor General auserkoren. Ihm zur Seite standen die Trierer „Young Guns“. Rupert Hennen und Luca Breu, zeigten gute Ansätze, überzeugten vor allem in der Abwehr. Marian Dahlem musste schon nach zwei Kurzauftritten ausscheiden. „Wir wissen noch nicht, was er hat“, sagte der Chefcoach, „sein Knie ist dick geschwollen.“ Sebastian Herrera bot aus dem Guard-Nachwuchsquartett die beste Leistung.

Im ersten Viertel konnte dem objektiven Besucher und erst recht erst dem Fan angesichts der Vorstellung der Trierer Angst und Bange werden. „Wir waren mental nicht da, wo man sein muss, wenn man in einen Wettkampf geht“, kritisierte der Coach seine Mannschaft, die sich teilweise von den Gästen vorführen ließ. 10:22 hieß es nach 10 Minuten – die Statistik offenbarte warum. Eine unterirdische Trefferquote (22 Prozent) und ein indiskutables Reboundverhalten (8:15) waren die Hauptursachen.

Mit Beginn des zweiten Abschnitts steigerten sich die Hausherren, die jetzt auch von den zuvor wie paralysiert wirkenden Zuschauern angefeuert wurden. Jetzt konnten auch die Brettspieler Akzente setzen – weil sie besser Anspiele bekamen und sich kämpferisch enorm steigerten. Bis zur Halbzeit waren die Trierer dran (36:37), hatten im Rebound und vor allem bei der Trefferquote (43 Prozent) deutlich zugelegt.

Nach dem Seitenwechsel war Trier an sich permanent die stärkere Mannschaft, gönnte sich zwischendrin aber immer wieder kurze Phasen der Unkonzentriertheit, die der Gast immer wieder ausnutzte und so bis zum Ende der Partie im Spiel blieb. Beim Stand von 56:46 (31.) schienen die Gladiators das Spiel endgültig im Griff zu haben, ließen sich dann aber von einer kurzeitigen Ganzfeldpresse der Luxemburger aus dem Konzept bringen. Die Entscheidung fiel so erst in der Schlussphase, als Benedikt Breiling und Eric Anderson die wichtigen Würfe trafen.

Der Ex-Trierer Helge Patzak, Coach der Gäste, sah für sein Team „einen wichtigen Test zum richtigen Zeitpunkt“, verspricht sich für das „Rückspiel“ am kommenden Dienstag in Contern noch mehr von seiner Mannschaft, die mit Jamine Peterson einen neuen US-Boy in ihren Reihen hatten: „Wir werden ihn bis dahin besser integriert haben. Dann wollen wir mal schauen.“

Van den Berg sieht sich und das Team auf dem richtigen Weg: „Jedes Spiel hilft uns weiter, weil wir lernen. Das war auch heute so. Wir haben es uns selbst schwer gemacht, weil wir viele offene Würfe nicht verwandelt haben. Wir müssen geduldig sein, weil die Mannschaft noch sehr jung ist, aber sie ist willig. Es war schön anzusehen, wie sich die Jungs in der zweiten Halbzeit gesteigert haben.“

Gladiators Trier: Luca Breu (2), Benedikt Breiling (6), Kevin Smit (3), Rupert Hennen (2), Dwayne Earl Evans (6), Kilian Dietz (0), Tim Weber (6), Marian Dahlem (0), Eric Anderson (23), Justin Raffington (2), Sebastian Herrera (5), Brandon Spearman (18)

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