Kegel-Bundesligen: Trier noch auf Formsuche – Riol und Gilzem mit Rückenwind

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Steve Blasen stellte mit 992 Holz einen neuen Bahnrekord in Riol auf. Foto/Archiv

Bildquelle: KSV Riol

TRIER. Am dritten Spieltag der Kegel-Bundesligen gilt es die Weichen für die kommenden Wochen zu stellen. Die Rioler Teams sind gut aus den Startlöchern gekommen und der SK Eifelland Gilzem ließ mit einem 3:0-Auswärtssieg aufhorchen. Nur der SKV Trier hat noch nicht die erhoffte Form gefunden.

Rückblick 2. Spieltag/Vorschau 3. Spieltag

1. Kegel-Bundesliga: SK Düsseldorf – KSV Riol 5519:5498, 41:37, 2:1
Der KSV Riol ist in Düsseldorf knapp am Sieg vorbei geschrammt. Dennoch, bei einer Niederlage mit nur 21 Holz, löst das Resultat auch ein wenig Frust aus. Eine Glanzvorstellung lieferte Neuzugang Nico Klink, der schon am zweiten Spieltag mit 966 Holz erstmals die Tageswertung der 1. Liga gewinnen konnte.

Riol gewann natürlich den angepeilten Zusatzpunkt – der aber nach dem ersten Block in weiter Ferne schien. Zu dominant trumpften die Gastgeber mit Dirk Kremer (944) und Thomas Fischer (924) auf. Kai Knobel und Thomas Steines konnten an diesem Tag nicht mithalten.

Im zweiten Drittel wurde der Spielverlauf komplett auf den Kopf gestellt werden. Nico Klink und Bernardo Immendorff spielten sich in einen wahren Rausch, nahmen den Hausherren, 149 Holz ab und brachten ihr Team sogar in Führung. Nico Klink gelang gleich in seinem zweiten Erstligaspiel der erste Tagessieg… und das auswärts!

Im letzten Durchgang folgte ein echter Thriller. Martin Hoffmann und Dominik Werner kämpften verbissen um jedes Holz, um die Gastgeber auf Distanz zu halten, doch Valentin Olbricht und vor allem der Ex-Trierer Mike Reinert (964) konnten mit den letzten Würfen den Sieg sichern.

Pressesprecher Freddy Langer: „Obwohl wir unser Ziel erreicht haben, trauern wir den beiden Punkten doch nach. Ein Riesenkompliment an unsere Mannschaft, die sich bestens präsentiert hat.“
KSV Riol: Nico Klink 966, Bernardo Immendorff 957, Martin Hoffmann 918, Dominik Werner 893, Thomas Steines 884, Kai Knobel 880

KSV Riol – Ninepin 09 Iserlohn (Samstag, 16 Uhr, Kegelsporthalle Riol)
Iserlohn ist ganz schwach gestartet. Die Gäste, eine etablierte Mannschaft in der 1. Liga, unterlag mit mehr als 400 Holz in Münstermaifeld. Da die Partie vom zweiten Spieltag aber verlegt wurde, fällt eine Einschätzung der Spielstärke schwer. Dennoch ist die Zielsetzung bei den Gastgebern nach zwei starken Vorstellungen klar: der Dreier solle in Riol bleiben.

2. Kegel-Bundesliga: KSV Riol II – KSG Neuhof 5464:4949, 57:21, 3:0
Die Rioler „Reserve“ überrollte die Hessen aus Neuhof mit der Höchststrafe – die Spieler der Gastgeber belegten die ersten sechs Plätze in der Tageswertung. Steve Blasen stellte mit unglaublichen 992 Punkten einen neuen Bahnrekord in Riol auf. Er übertraf die alte Bestmarke von Thomas Steines um vier Holz.
Christian Schneider musste verletzungsbedingt passen, für ihn rückte Steve Blasen ins Team. Der dreifache Ex-Weltmeister drückte dem Spiel von Beginn an seinen Stempel auf. Mit außergewöhnlicher Präzision und Ruhe markierte er mit sagenhaften 992 Punkten einen neuen Bahnrekord. Bei seinen 120 absolvierten Würfen gelangen ihm sage und schreibe 85 Neuner und 3 Kränze. Christian Bohn (886) komplettierte somit einen starken Startblock, der Riol schon mit 170 Holz nach vorne brachte.
Aber auch gegen die übrigen Spieler der Gastgeber war kein Kraut gewachsen. Carsten Krämer und Marjan Leis übertrafen ebenfalls noch die 900er-Marke.

KSV Riol II: Steve Blasen 992, Moritz Valentin 914, Marjan Leis 904, Wolfgang Mentgen 895, Christian Bohn 886, Marc Authelet 873

KF Köllerbach/Lebach – KSV Riol II (Samstag, 14 Uhr)
In Köllerbach ist es immer schwer, weil die Holzbahn gerade für Auswärtssteams immer eine hohe Hürde darstellt. Rekordmann Blasen ist nicht dabei, dafür hat sich Christian Schneider wieder zurückgemeldet. „Christian ist auf dieser Bahn enorm wichtig“, sagt Langer, „wir brauchen zwei bis drei gute Ergebnisse, um in den Bereich des Zusatzpunktes zu kommen.“

KSV Riol II: Marjan Leis, Wolfgang Mentgen, Christian Bohn, Christian Schneider, Marc Authelet, Moritz Valentin.

AN Bosserode – SKV Trier 4898:44)5, 52;26, 3:0, KSG Neuhof – SKV Trier 500:4948, 41:37, 2:1
„Nun haben wir unsere Erfahrungen auf der uns unbekannten Anlage von Bosserode gesammelt“, bilanzierte Triers Pressesprecher Hans-Jürgen Frank nach der 0:3-Pleite. Sein Urteil: „Sehr schwer zu spielendes Geläuf. Und die Heimmannschaft um ihre beiden Topspieler hatten ihre Bahnen im Griff. Bei uns hatte jeder mit zumindest einer Bahn Probleme, so dass Bosserode sein Heimspiel klar gewinnen konnte und für uns nichts zu holen war.“

In Neuhof machten die Trierer ihre Sache besser. Angeführt vom überragenden Daniel Klink, mit 888 Tagesbester, zeigten alle Spieler gute bis sehr gute Leistungen. Insbesondere Neuzugang Damien Backes zeigte seine Klasse. Bei einigen Spielern war noch Luft nach oben – es wäre sogar ein Dreier möglich gewesen. Frank: „Nur 52 Holz Rückstand sind nicht die Welt. Insgesamt können wir uns aber mit dem Punktgewinn zufrieden zeigen, das Punktekonto ist wieder ausgeglichen. Die Neuzugänge hatten einen guten Einstand und machen Lust auf mehr. Hier können wir uns sicherlich auf weitere schöne Spiele freuen.“
SKV Trier: Manfred Göbel (799 in Bosserode/812), Andre Wolter (781/796), Engelbert Poth (772/823); Damien Backes (770/838), Daniel Klink (766/888), Oliver Erbisch/Volker Erbisch 616/791

SKV Trier – KSG BG 99 Neuhof (Samstag, 16 Uhr, Kegel- und Bowlingcenter Heiligkreuz)
Nur eine Woche nach der Niederlage in Neuhof kommt es bereits zur Revanche in Trier. „Unser Ziel muss es in diesem Spiel sein, alle drei Punkte in Trier zu behalten. Hierzu ist eine Steigerung auf einigen Positionen zu unserem ersten Heimspiel sicher notwendig, um den Zusatzpunkt nicht auf dem Silbertablett zu präsentieren, so wie gegen Riol II,“ sagt Frank. Vorteil für Trier: Neuhof hat auf den Bahnen 1-4, auf denen der SKV in dieser Saison antritt, noch nie gespielt.

TuS Kirchberg – SK Eifelland Gilzem 5077:5079, 41:37, 52:26
Der SK Eifelland Gilzem hat sich eindrucksvoll für die Heimniederlage zum Saisonauftakt revanchiert. Beim Aufsteiger in Kirchberg, der bei der Zweitliga-Premiere einen 3:0-Auswärtssieg gefeiert hatte, gelang den Eifelern ein nicht mehr für möglich gehaltener Dreier. Trotz der Tagesbestmarke von Pascal Petry lagen die Gäste vor dem letzten Durchgang scheinbar aussichtslos zurück. Eine Verletzung des Ex-Riolers Horst Mickisch, der von Andreas Martin abgelöst wurde, brachte Gilzem wieder ins Spiel. Da auch Tom Hoffmann den letzten Kirchberger, Markus Martin, klar übertraf, stand am Ende ein hauchdünner Erfolg mit zwei Holz auf dem Spielbericht.
SK Eifelland Gilzem: Pascal Petry 891, Tom Hoffmann 856, Fränk Greischer 849, Julius Mangerich 844, Patrick Bartz 834, Tom Halmes 805

KSC Landsweiler – SK Eifelland Gilzem (Samstag, 16.30 Uhr)
Wieder ist ein Neuling der Gegner für die Schützlinge von Teamchef Klaus Dichter. Die Gastgeber sind schwer einzuschätzen, scheinen aber auf einer schwierigen Bahn zuhause zu sein, wie die Punktzahl des vergangenen Wochenendes vom ersten Heimspiel zeigt. 4889 Holz reichten zu einem Erfolg mit fast 150 Punkten Vorsprung vor Rösrath.

Die Riolerin Simone Schnorpfeil ging in der Herrenmannschaft des KSV Riol III in der Rheinland-Pfalz Liga an den Start. Beim 2:1-Sieg über die KSG Idar-Oberstein erzielte sie 903 Punkte, eine Leistung, die noch keiner Frau zuvor in dieser Liga gelungen war.

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