Sorgenkinder Turnhallen: Halle der Trierer Barbaraschule bleibt weiterhin geschlossen

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TRIER. Aufgrund von Schäden, die erst nach Entfernung der abgehängten Decke zu Tage traten, kann die Turnhalle der Barbara-Grundschule in Trier-Süd frühestens nach den Herbstferien wieder freigegeben werden. Aus einer aktuellen Aufstellung der Gebäudewirtschaft Trier geht hervor, dass insgesamt zwölf Turnhallen saniert oder neu gebaut werden müssen. „Es handelt sich um Millionenprojekte, die uns noch einige Jahre in Atem halten werden“, erklärt Baudezernent Andreas Ludwig.

Ursprünglich war die städtische Gebäudewirtschaft zuversichtlich, dass die Halle der Barbara-Grundschule nach den Sommerferien wieder geöffnet werden kann. Doch nach dem Abbruch der abgehängten Zwischendecke wurden in der Tragkonstruktion unter anderem morsche Holzstreben entdeckt, die zuvor verkleidet und nicht erkennbar waren. Nun müssen zusätzlich Feuchteschäden beseitigt und die Aufhängungen der Sportgeräte erneuert werden, so dass sich die Sanierungsarbeiten voraussichtlich bis zum Ende der Herbstferien hinziehen.

Die Barbara-Halle gehört zu dem guten Dutzend Trierer Sportstätten, die wegen Konstruktionsmängeln der abgehängten Decken schon vor Monaten gesperrt wurden oder nur eingeschränkt nutzbar sind. Die Bezirkssportanlagen in Feyen und Trier-West sowie die Turnhalle der Grundschule Ehrang wurden schon vor den Ferien gesichert und wieder freigegeben. Folgende Turnhallen bleiben bis auf weiteres für Ballsportarten gesperrt: Grundschule Mariahof, Grundschule Ruwer, Friedrich-Wilhelm-Gymnasium, Humboldt-Gymnasium, Unter Gerst und Medardschule.

Hier müssen die Zwischendecken entweder neu gesichert oder komplett ausgetauscht werden. Letzteres gilt für die Hallen der beiden Gymnasien, wobei die Gelegenheit genutzt werden soll, um auch die zentrale Betriebstechnik zu erneuern. In der Halle am Grüneberg wurden unterdessen verschimmelte Bauteile entfernt, um einen weiteren Verfall des Gebäudes zu verhindern. Ob die Halle weiter genutzt werden soll, ist noch nicht entschieden.

„Meine größten Sorgenkinder sind nach wie vor die Mäusheckerweghalle und die Halle am Wolfsberg“, betont Ludwig. Für beide Anlagen stellt sich die Frage: Generalsanierung oder Neubau? Inzwischen liegen für diese Szenarien genaue Kostenberechnungen vor, die jetzt als Entscheidungsgrundlage für die politischen Gremien aufbereitet und gegenübergestellt werden.

Keine Einschränkungen gibt es zur Zeit in den Hallen der Grundschule Matthias und der Nelson-Mandela-Realschule plus. Dennoch stehen auch hier größere Sanierungen an: Während in der Realschule die Lüftungsanlage ausgetauscht werden muss, befindet sich die Grundschulhalle in einem so schlechten Gesamtzustand, dass sogar ein Neubau erwogen wird. Ob die aktuelle Mängelliste endgültig ist, steht noch nicht fest: In elf weiteren Turnhallen und Bewegungsräumen sind noch Untersuchungen geplant.

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