Judith Derbach neue Miezen-Kapitänin

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Judith Derbach in einer für sie typischen Wurfaktion. Foto: Miezen/TriSign

TRIER. Mit Judith Derbach als neuer Spielführerin gehen die Trierer Zweitliga-Handballerinnen in die Saison 2015/2016, dies gab Trainerin Daniela Filip bekannt. „Ich habe Judith bestimmt, weil sie für diesen Posten sehr gut geeignet ist. Sie ist ein Vorbild und geht immer voran. Deshalb ist sie das ideale Bindeglied zwischen mir und der Mannschaft“, sagt die Trainerin.

Dass die 28 Jahre alte Rechtsaußen, die Strukturen in und um den Verein bestens kennt innerhalb der Mannschaft hohe Anerkennung genießt, hat die Miezen-Chefin in ihrer Entscheidung bestärkt.
Derbach empfindet die Wahl als Verantwortung und große Aufgabe zugleich, die Moselstädterinnen nach dem Abstieg aufs Feld zu führen. „Ich freue mich natürlich über das Vertrauen und werde alles dafür tun, dass unsere Mannschaft zusammenwächst und wir eine erfolgreiche Saison spielen“, sagt Derbach, nimmt aber auch ihre Mitspielerinnen mit ins Boot und in die Pflicht: „Bei unserem kleinen Kader ist jede einzelne Spielerin gefordert.“

Für die kampfstarke „Ur-Mieze“ ist ihr Verein eine Herzensangelegenheit, schaffte sie doch über die 2. Mannschaft den Sprung in die Bundesliga und gehörte in der abgelaufenen Saison zu den Leistungsträgerinnen. Nach den Abgängen zahlreicher Stammspielerinnen ist die Nummer 19 – seit 2007 im Verein – gefordert, bittet allerdings auch um Geduld mit der neu zusammengesetzten Truppe: „Man kann keine Wunderdinge erwarten. Wir befinden uns in einem Prozess, in dem vor allem die jungen Spielerinnen sich erst einmal an das Bundesliganiveau gewöhnen müssen.“

Die Miezen starten am Samstag (18 Uhr) in der ersten Runde des DHB-Pokals bei Ligakonkurrent Beyeröhde in die Spielzeit 2015/2016. Für Daniela Filip eine letzte „Testpartie“ vor dem Meisterschaftsstart eine Woche später in Neckarsulm. „Wir wollen in diesem Spiel an die Leistung aus der Vorbereitung anknüpfen. Kompromisslos in der Defensive, mit Tempo nach vorne“, so Filip. Ob die 45-jährige Rumänin dabei ihre Bestbesetzung aufs Feld schicken kann, entscheidet sich kurzfristig – Kreisläuferin Andrea Czanik (Knie) sowie Jana Kordel (Oberschenkel) sind angeschlagen. „Wir werden bei beiden Spielerinnen kein Risiko eingehen, denn die Meisterschaft hat Priorität“, sagt Filip. red/wir

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