Unseriöse Adressbuchverlage schädigen regionale Unternehmen

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Symbolfoto

TRIER. Mit abermals gerisseneren Taktiken wollen sogenannte unseriöse Adressbuchverlage andere Unternehmen auch in der Region Trier dazu bringen, ihre Daten in einem (Online-)Verzeichnis zu publizieren. Dabei täuschen sie zum Teil vor, dieses hätte einen amtlichen Charakter. Ein deutlicher Hinweis auf die mitunter horrenden Kosten für die Unternehmen erfolgt dabei regelmäßig nicht. Oftmals ergeben sich diese nur aus dem kleingedruckten Fließtext des Formulars.

Anfangs bestand das „Geschäftsmodell“ solcher unseriöser Adressbuchverlage darin, anderen Unternehmen Angebotsschreiben zu schicken, die nur bei sehr genauem Hinsehen als Angebote erkennbar waren. Es sollte der Anschein erweckt werden, dass lediglich die auf den Schreiben vermerkten Unternehmensdaten auf ihre Richtigkeit zu prüfen seien. Neuerdings versenden besagte Adressbuchverlage in verstärktem Ausmaß direkt Rechnungen, ohne dass jemals ein (Angebots-)Schreiben unterzeichnet worden ist. Manchmal erhalten Unternehmen auch sofort Mahnungen, ohne einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen zu haben.

„Unternehmen, die Opfer solcher Machenschaften geworden sind, sollten sich nicht einfach geschlagen geben“, rät Michael Kant, Referent Recht bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier. „Gerne hilft die IHK ihren Mitgliedsunternehmen in solchen Angelegenheiten weiter – zum Beispiel bei der Prüfung, ob es sich bei zugesandten Schreiben um unseriöse Angebote handelt, und bei der Frage, wie sich betroffene Unternehmen von einem irrtümlich geschlossenen Vertrag lösen können.“ Auf dieser Grundlage könne man dann weitere Schritte einleiten.

1 KOMMENTAR

  1. Und dann gibt es da noch Lokalzeitungen, die blaue Telefonbücher herausbringen, in denen dan munter Geheimnummern veröffentlicht werden oder Privatnummern von ehem. Politikern, die bei Erscheinen längst abgewählt sind oder von Firmen/Behörden, die es schon bis zu 15 Jahre gar nicht mehr gibt.

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