Kegel-Bundesligen: Umbruch in Riol – Trier und Gilzem verlieren Topspieler

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Der Senior geht: Horst Mickisch gehört nicht mehr zum Kader des KSV Riol. Foto: Archiv

TRIER. Noch bevor es herbstlich wird, starten die Kegel-Bundesligen in die neue Saison. Wie im Vorjahr vertritt der KSV Riol die Farben der Region im Oberhaus. Auch in der 2. Bundesliga bleibt es bei der Besetzung. Der SK Eifelland Gilzem, der KSV Riol II und der SKV Trier sind dabei.

KSV Riol – KSC Hüttersdorf (Samstag, 16 Uhr, Kegelsporthalle Riol)
Mit Nico Klink vom SKV Trier hat der KSV Riol eines der begehrtesten Talente aus dem Gau Mosel an Land gezogen. Die Verpflichtung Klinks läutet gleichzeitig einen Umbruch bei den Riolern ein, denn Senior Horst Mickisch hat die Moselaner mit unbekanntem Ziel verlassen. Und noch ein Nachwuchsmann hat sich dem KSV angeschlossen. Aus Daun-Weiersbach kommt Dominik Werner, der in diesem Sommer deutscher Meister in der Altersklasse U 24 wurde. Gemeinsam mit Thomas Steines bilden sie die „Twen-Fraktion“ der Rioler, die damit über einen Kader verfügen, der sicherlich trotz der bereits nachgewiesenen Klasse von Steines noch viel Entwicklungspotential verspricht.

Die Routiniers Martin Hoffmann, Kai Knobel, Bernardo Immendorff, Christian Bohn und Christian Schneider komplettieren den Kader, zu dem aber auch noch der dreifache Ex-Weltmeister Steve Blasen zählt. Der Luxemburger wird aus beruflichen Gründen aber nur selten zur Verfügung stehen. Gegen den starken Aufsteiger aus Hüttersdorf – seit Jahren die Fahrstuhlmannschaft im deutschen Kegelsport, wird sich zeigen, wie stark die Rioler in dieser Saison einzuschätzen sind.

2. Kegel-Bundesliga: SKV Trier – KSV Riol II (Samstag, 16 Uhr, Kegel- und Bowlingcenter Heiligkreuz)
Trier hat die Klasse durch den Rückzug von Kerpen glücklich gehalten. Vielleicht hätte man Nico Klink halten können, wenn Kerpen früher gepasst hätte. So hat sich das große Talent dem KSV Riol angeschlossen.

Als Verstärkung vermeldet der SKV den Belgier Damian Backes vermelden, der bereits in der belgischen Nationalmannschaft spielte und „bei uns eine neue Herausforderung sucht“, sagt Pressesprecher Hans-Jürgen Frank. Frank weiter: Die Stärke und Ausgeglichenheit in der Liga wird Neuland für ihn sein, da wird er sicher noch einige Erfahrungen sammeln müssen.

Aus strategischen Gründen wechseln die Moselaner in der neuen Saison von den Bahnen 5-8 auf die Bahnen 1-4. Frank: „Wir erhoffen uns davon einen etwas größeren Heimvorteil, da die Bahnen 5-8 inzwischen allen Auswärtsmannschaften bestens bekannt sind.“

Das Lokalderby am ersten Spieltag gegen Riol II ist offen. „Riol wird sicherlich punkten wollen“, sagt Frank, „spannend ist sicherlich, ob direkt Verstärkung aus der ersten Mannschaft der Rioler aufläuft.
an.“ Bei Trier fällt Routinier Klaus Schmitt „verletzungsbedingt zumindest für die ersten Spiele aus. Zumindest in Heimspielen ist mit Volker Erbisch adäquater Ersatz vorhanden.“

Die zweite Rioler Mannschaft hielt die Klasse in der vergangenen Spielzeit nur dank einiger personeller Kniffe. Immer wieder wurden Akteure der 1. Mannschaft nach unten beordert und sicherten somit die Zugehörigkeit zur 2. Liga. Auch in dieser Saison heißt das Ziel: Klassenerhalt. Gleich zum Auftakt kommt es in Trier zu einem richtungsweisenden Duell, denn auch die Gastgeber werden gegen den Abstieg kämpfen.

SK Eifelland Gilzem – KF Oberthal II (Samstag, 14 Uhr, Kegelsporthalle Dichter)
Nach einer starken letzten Saison, die Gilzem in die Playoffs geführt hatte, steht ein Neubeginn an. Das mag angesichts der Tatsache, dass es nur eine Veränderung im Kader gibt, verwundern, ist aber nicht weg zu diskutieren. Der seit Jahren überragende Kegler der Gilzemer, Christian Junk, wechselt zum deutschen Rekordmeister KF Oberthal. Sieben Jahre war der Dauner, der von vielen Erstligisten umworben war, einer der überragenden Athleten der 2. Liga. Gleichwertig zu ersetzen ist er sicher nicht. Aber auch ohne Junk will Gilzem einen gelungenen Aufakt hinlegen – gegen Oberthal II. Patrick, der Sohn von Teamchef Klaus Dichter, fällt nach Kreuzbandriss aus.

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