Oberliga-Rheinland-Pfalz/Saar: Aufsteigerduell in Mehring – Salmrohr auf Formsuche in Völklingen

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MEHRING/SALMROHR. Das Ende der Englischen Woche hält für die beiden heimischen Vertreter in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar zwei unterschiedlich schwierige Aufgaben bereit. Während Aufsteiger Mehring wieder zuhause antreten kann und gegen die 2. Mannschaft des FK Pirmasens Favorit ist, muss der noch punktlose FSV Salmrohr bei Röchling Völklingen antreten, eine Aufgabe, die auch schon bei normalem Verlauf der letzten Wochen schwer genug wäre.

SV Mehring – FK Pirmasens II (Sonntag, 15 Uhr, Auf der Lay)
Das Duell der Aufsteiger wird darüber Aufschluss geben, wie die Moselaner die erste Saisonniederlage (0:1 in Pfeddersheim) verkraftet haben. Entscheidend wird auch sein, wer die erste Englische Woche der Saison am besten weggesteckt hat. Die Zwischenbilanz nach fünf Spieltagen weist Mehring als Favorit aus – die Mannschaft von Trainer Frank Meeth hat doppelt so viele Punkte gesammelt wie die Pfälzer.

Die Regionalliga-Reserve aus des FKP scheint noch nicht stabil zu sein, denn dem 2:0-Sieg in Burgbrohl am vergangenen Sonntag, folgte am Mittwoch ein 0:1 gegen Gonsenheim.

„Sie haben viele ganz junge Leute, aber auch drei, vier erfahrene Spieler“, sagt Meeth. „Außerdem muss man immer schauen, was sie noch von der ersten Mannschaft an Spielern bekommen. In Burgbrohl haben sie auf Konter gespielt und den Gegner kommen lassen. Das könnte auch ihre Taktik bei uns sein.

Offen ist, ob er die beiden Leistungsträger Domenik Kohl (nach Bänderriss im Fuß) und Andreas Hesslein (Oberschenkelzerrung) gegen die von Sebastian Reich trainierten Pirmasenser wieder einsetzen wird. Beide sollen auf keinen Fall zu früh anfangen, um so möglichst einen Rückschlag auszuschließen.

SV Röchling Völklingen – FSV Salmrohr (Sonntag, 15 Uhr, Stadion)
Bei der Durchsicht des Spielplans vor der Saison hat sicher so mancher sich diese Partie als Spitzenspiel angekreuzt. Denkste! Nach fünf Spieltagen ist daraus das Duell einer Mittelfeldmannschaft gegen einen Abstiegskandidaten geworden, vor drei Tagen wäre es sogar noch als Kellerduell durchgegangen. Doch dann gewann Völklingen beim bis dahin so starken Neuling Jägersburg (2:1) während der FSV gegen Arminia Ludwigshafen die fünfte Pleite kassierte.

„Wir müssen da raus und wir kommen da raus“, sagte Trainer Paul Linz nach der erneuten Pleite gegen Ludwigshafen. Was er nicht aussprach, aber sicher dachte: es muss schnell passieren. In der Situation, in der sich die Salmtaler befinden, muss ein Sieg her – egal wie der Gegner heißt. Dass es einfachere Konstellationen gibt, als dies ausgerechnet in Völklingen umzusetzen, ist unbestritten. Die Gastgeber werden von vielen Clubs der Liga als Titelaspirant eingestuft – eine Einschätzung, die sie (noch) nicht bestätigen konnten. Der erfahrene Coach Günter Erhardt hat einige überdurchschnittliche Akteure in seinem Kader versammelt – und ein Schwarzes Schaf, das außer den Völklingern wohl niemand in der Liga sehen will. Die Rede ist von Idir Meridja, der für eine Saison im benachbarten Frankreich verschwunden war, den Röchling aber wieder unter Vertrag genommen hat. Es ist jener Meridja, der Christian Schroeder vor zwei Jahren mit einer üblen Attacke ins Krankenhaus getreten hat. Schroeder kann seine Karriere bis heute nicht fortsetzen – ob er es jemals wieder tun können wird, ist fraglich. Meridja wurde inzwischen von einem ordentlichen Gericht wegen Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten verurteilt, hat in der Liga das Image eines Treters und sammelt Gelbe und Rote Karten wie andere Leute Briefmarken. Für Völklingen kein Hindernis – er darf dort weitermachen wo er aufgehört hat.

Für positive Schlagzeilen sorgen dagegen der Ex-Salmrohrer Murat Adigüzel, Pascal Stelletta, Athanasios Noutsos, Rouven Weber und Sammer Mozain – allesamt Oberligaspieler von Format. Auf dem Papier ist Völklingen sicher der bisher schwerste Gegner für die Linz-Elf. Sportchef Karl-Heinz Kieren blickt schon über das kommende Spiel hinaus: „Wir müssen die Kurve kriegen, das weiß jeder von uns. Aber jedem muss auch klar sein, dass das nur in kleinen Schritten geht und dass wir alle an einem Strang ziehen müssen. Mit einer überzogenen Erwartungshaltung, dass von heute auf morgen eine 180-Grad-Wende vollzogen werden kann, ist uns nicht geholfen.“

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