Oberliga-Rheinland-Pfalz/Saar: Salmrohr gegen Ludwigshafen – Mehring muss nach Worms

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SALMROHR/MEHRING. Englische Woche in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar – wohl dem, der ein Heimspiel hat. In dieser Liga, in der fast alle Spieler berufstätig sind oder studieren, sind Wochentagsspiele immer mit einem hohen Aufwand verbunden. Besonders, wenn man noch eine lange Anfahrt zum Spielort hat. Wie der SV Mehring, der zur TSG Pfeddersheim reisen muss. Da hat es der FSV Salmrohr einfacher, der zuhause antreten kann. Dafür haben die Salmtaler aber andere Sorgen.

FSV Salmrohr – FC Arminia 03 Ludwigshafen (Mittwoch, 18.30 Uhr, Salmtalstadion)
Vier Spiele, vier Niederlagen – so lautet die deprimierende Zwischenbilanz des amtierenden Rheinlandpokalsiegers der von der Konkurrenz als Spitzenteam angesehen wird und auch in der Innenansicht höhere Ansprüche hatte, als im Tabellenkeller herumzudümpeln. Nun kommt mit der Arminia aus Ludwigshafen eine spielstarke Mannschaft, die aber bisher auch noch keine Bäume ausgerissen hat und mit zwei Siegen und zwei Niederlagen im Mittelfeld rangiert.

„Es ist egal, gegen wen wir spielen“, sagt FSV-Coach Paul Linz, „wir müssen endlich gewinnen.“ Trotz der bisherigen Nullnummer hat der 59-Jährige seine Zuversicht nicht verloren: „Es ist ja nicht so, dass wir bisher alles falsch gemacht haben. Mit ein bisschen mehr Stabilität in der Abwehr und ein wenig mehr Aggressivität in den Zweikämpfen stünden wir weitaus besser da. Da wollen wir den Hebel ansetzen.“

Dass nun für die Salmtaler schon die zweite Englische Woche ansteht – wegen des DFB-Pokals mussten sie schon das letze Heimspiel an einem Wochentag austragen – kommt natürlich nicht gelegen. „Wenn du einen positiven Lauf hast, dann ist das kein Problem. Aber auch davon dürfen wir uns jetzt nicht verrückt machen lassen.“ Auf eigenem Platz spielen zu können, ist dieses Mal aber von besonderem Vorteil – Ludwigshafen muss die Reise ins Salmtal wegen der frühen Anstoßzeit – das Salmtalstadion verfügt nicht über Flutlicht – schon kurz nach Mittag antreten.

Die Arminen dürften zudem auch nicht gerade vor Selbstbewusstsein strotzen, denn sie kassierten am vergangenen Spieltag gegen den FSV Jägersburg eine peinliche 0:4-Heimpleite. dürfte es um das aat anDer Heimvorteil für die Linz-Elf wiegt aber dieses Mal besonders schwer. Gästecoach Thomas Fichtner rechnet mit einem „intensiven und umkämpften Spiel“.

Was die Aufstellung angeht, wollte sich Linz einen Tag vor dem Duell mit Ludwigshafen nicht in die Karten schauen lassen. Er wird aber zumindest eine personelle Änderung vornehmen müssen, denn neben dem bereits in Koblenz fehlenden Daniel Braun fällt auch Marc Inhestern aus (beide Knochenödem).

TSG Pfeddersheim – SV Mehring (Mittwoch, 19.30 Uhr, Rasenplatz „Am Schießhaus“)

Nach dem Traumstart in die dritte Oberliga-Saison der Vereinsgeschichte reist der SV Mehring mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein nach Worms, aber auch mit dem notwendigen Respekt vor dem Gegner. „Es gibt keinen Grund abzuheben“, sagt Trainer Frank Meeth, „erst recht nicht nach dem letzten Auftritt gegen Zweibrücken.“ Dass es noch reichlich Verbesserungspotential gibt, wurde in diesem Spiel deutlich.

Wille, Charakterstärke und Einsatz sprach Meeth seinen Schützlingen zwar auch im Duell mit den punktlosen Zweibrückern nicht ab. Die Lehre, die er aus dem jüngsten Match zieht, ist vielmehr taktischer Natur: „Ich denke, wir werden unser System wieder umstellen. Es ist wohl besser, wenn wir vorne mehr freie Räume schaffen und dauerhaft mit zwei Spitzen spielen.“ Mit welchem Personal die Moselaner in der Nibelungenstadt antreten, ist noch offen. Marc Mees, der am Samstag berufsbedingt fehlte, rückt wieder in den Kader. Andreas Hesslein, der zuletzt wegen einer Oberschenkelzerrung passen musste, konnte das Montagstraining laut Frank Meeth wieder zu „70, 80 Prozent mitmachen“ und soll im Match am Pfeddersheimer Schießhaus zumindest auf der Bank Platz nehmen. Domenik Kohl hat einen Bänderriss im Fußgelenk soweit überstanden und stand zuletzt ebenfalls wieder auf dem Trainingsplatz. Einen Einsatz in Rheinhessen will Coach Meeth aber davon (noch) nicht ableiten: „Domenik muss sich sicher fühlen. Er entscheidet, wenn er wieder mitspielen wird. Wir haben gottseidank einen breiten Kader und können Ausfälle auch schon mal kompensieren.“

Der letztjährige Tabellendritte Pfeddersheim ist schlecht aus den Startlöchern gekommen. Nach vier Partien stehen erst drei Punkte zu Buche. Das Auftaktmatch gewann das Team von Trainer Norbert Hess noch mit 3:1 gegen den TSV Schott Mainz, unterlag dann aber mit 1:2 in Wiesbach, mit 0:1 gegen die Spvgg. Burgbrohl und zuletzt mit 2:4 in Gonsenheim. „Uns hat der Siegeswille gefehlt, Gonsenheim war hungriger“, wurde Coach Hess nach der jüngsten Niederlage in Mainz zitiert. Die Zwischenbilanz hat sicher auch mit Verletzungsproblemen zu tun. Kevin Gotel saß mit Adduktorenproblemen in Zivil auf der Bank, Andreas Buch und Florian Lutz humpelten bei ihren Auswechslungen schwer. Immerhin kehrt Abwehrspieler Robin Schittenhelm nach abgesessener Rotsperre wieder ins Team zurück. Während viele Konkurrenten Pfeddersheim als Titelaspiranten sehen, hat die TSG „so schnell wie möglich 45 Punkte im Visier“.

Trotz der aktuellen Konstellation, die Mehring sogar als leichten Favoriten ausweist, fährt Meeth mit Respekt nach Pfeddersheim: „Sie haben viele erfahrenen Leute in ihren Reihen. Der jetzige Tabellenstand ist eine Momentaufnahme. Ich erwarte sie viel weiter oben in der Tabelle.“

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