Ogier baut seine Führung aus

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Foto: ADAC Motorsport

TRIER. Die Vorzeichen stehen gut für den ersten Heimsieg von Volkswagen Motorsport bei der ADAC Rallye Deutschland. Die souveräne Dreifach-Führung, die Sébastien Ogier (FRA), Jari-Matti Latvala (FIN) und Andreas Mikkelsen (NOR) gestern mit ihren Volkswagen Polo R WRC herausfahren konnten, hat weiter Bestand.

Auf den gestrigen neun Wertungsprüfungen (WP) war es erneut Weltmeister Ogier, der das Geschehen diktierte und seinen Vorsprung ausbaute. Vor der entscheidenden Sonntags-Etappe hat der Franzose nun einen Vorsprung von 33,8 Sekunden auf Latvala bzw. von 1:47,5 Minuten auf Mikkelsen.

Auf allen Wertungsprüfungen erlebten die zahlreichen Fans packenden Motorsport bei bestem Spätsommerwetter. Während der Vormittagsrunde legte Ogier vor und entschied die WP Grafschaft 1 für sich. Latvala konterte mit der Bestzeit auf den Landstraßen der WP Bosenberg. Auf der Arena Panzerplatte gingen die Bestzeiten in beiden, direkt hintereinander absolvierten Sprint-Prüfungen wieder an den französischen Weltmeister, der auch die 45,61 km lange Königsetappe auf dem Truppenübungsplatz Baumholder klar für sich entschied.

Nach dem Mittagsservice erhöhte Latvala mit zwei Prüfungssiegen (Grafschaft 2 und Arena Panzerplatte 3) zunächst den Druck auf Ogier. Die Antwort des Weltmeisters war ein fehlerfreier zweiter Durchgang der langen Panzerplatten-Prüfung, bei dem er dem Finnen 15,3 Sekunden abnahm. In der abschließenden zweiten Bosenberg-Prüfung markierte der Franzose erneut die Bestzeit.

Während Andreas Mikkelsen mit souveränen Fahrten seinen dritten Rang festigte, lieferten sich die Hyundai-Piloten Dani Sordo (ESP) und Thierry Neuville (BEL) einen engen Kampf um die vierte Position. Am Ende des Tages lag der Spanier knapp vor dem belgischen Vorjahressieger. Ford-Pilot Elfyn Evans (GBR) behauptete seinen sechsten Platz, dicht gefolgt von Mads Østberg (NOR) im Citroën DS 3 WRC.

Als bester Deutscher beendete Fabian Kreim den zweiten Tag: Der ADAC Stiftung Sport Förderpilot im Skoda Fabia R5 kämpfte sich auf den 23. Platz nach vorne – ein technischer Defekt hatte ihn gestern weit zurückgeworfen. Marijan Griebel, ebenfalls Nachwuchsfahrer der ADAC Stiftung Sport, liegt mit seinem Opel Adam R2 auf Platz 26 des Gesamtklassements. Julius Tannert, der dritte ADAC Stiftung Sport Förderpilot im Teilnehmerfeld, ist Spitzenreiter im zweiten Wertungslauf des ADAC Opel Rallye Cups, der im Rahmen der ADAC Rallye Deutschland ausgetragen wird.

Zwischenstand nach 17 von 21 Bestzeitprüfungen:

1. Ogier/Ingrassia FRA/FRA Volkswagen Polo R WRC 2:55:42,5 Std.
2. Latvala/Anttila FIN/FIN Volkswagen Polo R WRC +33,8 Sek.
3. Mikkelsen/Floene NOR/NOR Volkswagen Polo R WRC +1:47,5 Min.
4. Sordo/Marti ESP/ESP Hyundai i20 WRC +2:14,3 Min.
5. Neuville/Gilsoul BEL/BEL Hyundai i20 WRC +2:23,8 Min.
6. Evans/Barrit GBR/GBR Ford Fiesta RS WRC +2:53.5 Min.
7. Østberg/Andersson NOR/SWE Citroën DS 3 WRC + 2:56,7 Min.

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