Update Fußball-Oberliga: Salmrohr hat das Siegen verlernt – 0:3 in Koblenz

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Bildquelle: FSV Salmrohr

KOBLENZ. Der schlechteste Start in der langen Geschichte des FSV Salmrohr in der Fußball-Oberliga ist perfekt. Am vierten Spieltag der Saison 2015/16 kassierten die Salmtaler vor 1025 Zuschauern bei der TuS Koblenz mit 0:3 (0:2) die vierte Niederlage im vierten Spiel, sind damit eines von drei noch punktlosen Teams und drohen schon früh den Anschluss ans Mittelfeld zu verlieren. Zumindest bis zur Komplettierung des Spieltags steht der FSV auf dem vorletzten Tabellenplatz.

FSV-Coach Paul Linz hatte auf dem Oberwerth eine Blaupause der bisherigen Spiele gesehen: „Wir spielen gefällig, sind aber nach vorne ohne große Durchschlagskraft und machen hinten zum Teil kapitale Fehler. Die Mannschaft ist willig, aber irgendwie fehlt der letzte Funke, um das Feuer zu entfachen, das notwendig ist, um endlich zu gewinnen.“ Linz setzte gegen die TuS wieder auf die Stammbesetzung in der Innenverteidigung, Daniel Schraps und Sebastian Schäfer, die zunächst auch alles im Griff hatten. Wie seine Elf in Rückstand geraten war, wusste der Übungsleiter nach der Partie selbst nicht. „Ein Freistoß fiel im Strafraum zufällig André Marx vor die Füße, der aus kurzer Distanz unhaltbar traf.“

Was Linz genau wusste: von da an griff Verunsicherung um sich. Die wurde spätestens beim 0:2 überdeutlich. Wie schon gegen Neunkirchen ließ sich auch Schlussmann Daniel Ternes anstecken. Beim Versuch, einen Gegenangriff mit einem Pass einzuleiten, wurde er unfreiwillig zum Vorbereiter für die TuS, spielte Giorgi Piranashvili den Ball in die Füße, der mit Geschwindigkeitsüberschuss die Abwehr überlief und praktisch mit dem Halbzeitpfiff in die Maschen traf.

Auch nach dem Seitenwechsel schafften es die Salmtaler bestenfalls im Ansatz, die Koblenzer Defensive unter Druck zu setzen, liefen aber ständig Gefahr, bei ihrem Bemühen um Resultatsverbesserung in Konter zu laufen. Es kam, wie es kommen musste: in der Schlussminute war die eigene Abwehr so entblößt, dass der Regionalliga-Absteiger das Resultat noch deutlicher gestalten konnte. Unmittelbar vor dem Abpfiff marschierte Fatjon Celani allein auf Daniel Ternes zu und stellte den Endstand her.

Die Notwendigkeit, das Ruder nach vier Niederlagen in Serie endlich rumzureißen, stellt für Linz auch eine Chance dar: „Jetzt können wir zeigen, dass wir ein richtiger Haufen sind.“ Am besten schon am kommenden Mittwoch (18.30 Uhr, Salmtalstadion) gegen Arminia Ludwigshafen. Die zweite Englische Woche der Saison lässt dem FSV nur wenig Zeit, über die missliche Lage nachzudenken.

TuS Koblenz – FSV Salmrohr (3:0)

FSV Salmrohr: Daniel Ternes – Pascal Meschak, Lars Schäfer, Daniel Schraps, Michael Kohns (53. Ricardo Couto Pinto) – Timo Heinz (52. Sebastian Ting), Daniel Bartsch – Gianluca Bohr, Fabian Helbig (64. Meliani Saim), Tim Hartmann – Deniz Siga

Tore: 1:0 (30.) André Marx, 2:0 (43.) Giorgi Piranashvili, 3:0 (90.) Fatjon Celani

Schiedsrichter: Christoph Zimmer (Wittlich) – Zuschauer: 1025

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