Oberliga-Rheinland-Pfalz/Saar: Aufsteiger Mehring steht vor Traumstart

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Nächster Mehringer Gegner: der Regionalliga-Absteiger SVN Zweibrücken. Foto: SVN Zweibrücken

MEHRING. Besser ist der SV Mehring nie in die Saison der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar gestartet, als bei der dritten Teilnahme in dieser Spielzeit. Mit sieben Punkten aus drei Spielen liegt der Aufsteiger im oberen Tabellendrittel. Im Duell mit dem Regionalliga-Absteiger SVN Zweibrücken (Samstag, 15.30 Uhr, Auf der Lay) können die Moselaner aus dem sehr guten einen Traumstart machen. Denn, so unwahrscheinlich das auf den ersten Blick sein mag – Mehring geht als klarer Favorit in die Partie.

Die Gäste haben große finanzielle Sorgen, lange war die Teilnahme am Spielbetrieb fraglich. Kurz vor Ablauf der Meldefrist kam dann doch die Meldung aus der Westpfalz, dass der SV Niederauerbach Zweibrücken in der Oberliga starten wird. Ob das eine gute Idee war, muss sich im Saisonverlauf zeigen, der Auftakt lässt eher auf das Gegenteil schließen. Mit null Punkten und 2:12 Toren halten die Gäste das Schlusslicht in den Händen. Und genau in dieser Konstellation sieht der Mehringer Coach Frank Meeth die große Gefahr, dass sich seine Elf auf dem Weg zum Traumstart selbst ein Bein stellen könnte: „Wir sind Favorit. Und gerade deshalb stehen wir vor der bisher schwierigsten Aufgabe der Saison, denn jeder erwartet von uns einen Sieg.“ Natürlich will Meeth, dass seine Schützlinge selbstbewusst auftreten, er weiß aber auch, dass der Schritt vom Selbstbewusstsein zur Selbstüberschätzung klein ist: „Wir dürfen auch gegen diesen vermeintlich schwachen Gegner die Abwehr nicht vernachlässigen und müssen nach vorne geduldig agieren.“

Auch wenn Zweibrücken noch sieglos ist, so zeigt die Formkurve dennoch leicht nach oben. Denn deutlichen Pleiten in den ersten beiden Saisonspielen (0:4 gegen Wiesbach, 1:6 in Burgbrohl) folgte eine knappe 1:2-Niederlage gegen Gonsenheim, die letztlich durch einen Elfmeter zustande kam. Meeth, der dieses Spiel beobachtete, sah die Zweibrücker mit diesem Resultat zwar gut bedient, sich aber auch darin bestätigt, dass sein Kader nicht vor einem Selbstläufer steht, zumal er nicht in Bestbesetzung antreten kann. Mit Andreas Hesslein (Oberschenkel) und Domenik Kohl (Sprunggelenk) stehen zwei Gesetzte verletzungsbedingt nicht zur Verfügung, hinzu kommt noch Gjergj Prebreza (Bänderdehnung).

Zweibrücken hatte nach dem Abstieg aus der Regionalliga und dem anhängigen Insolvenzverfahren lange Zeit keine Mannschaft zur Verfügung. Entsprechend knapp war die Vorbereitungszeit, nachdem der Insolvenzverwalter grünes Licht gegeben hatte. Trainer Sorin Radu hatte zwar schon vor Wochenfrist verkündet, die kurze Vorbereitung nicht mehr als Entschuldigung gelten zu lassen, für die Wende hat es aber noch nicht gereicht. Dennoch ist klar, dass der Trainingsrückstand gegenüber der Konkurrenz von Woche zu Woche kleiner wird. Radu ist denn auch nicht entmutigt: „Ich bin nicht gekommen, um zu sagen, wir sind eh schon abgestiegen. Wir haben ausreichend Gelder zusammen, um den Oberliga-Spielbetrieb die gesamte Runde aufrechtzuerhalten. Wir haben einen Finanzplan bis zum Ende der Saison gemacht.“

Bisher traten beide Teams zwei Mal gegeneinander an. In der Saison 2012/13, als der SVN Zweibrücken – damals trainiert vom heutigen Eintracht-Trier-Coach Peter Rubeck – als Meister in die Regionalliga aufstieg, gewannen die Pfälzer zuhause mit 1:0, das Rückspiel endete mit einem 0:0-Remis.

iverabschiedete, gab es in der Saison 2012/13 noch zwei Aufeinandertreffen zwischen den Westpfälzern und den Moselanern. Im Hinspiel am 25. August 2012 setzte sich der SVN knapp mit 1:0 durch. Im Rückspiel am 30. März 2013 hieß es nach 90 Minuten 0:0.

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