Der Rohrzangen-Winnetou: Ein Indianerhäuptling aus Trier

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Foto/Screenshot: SWR

Das SWR Fernsehen zeigte in seiner Reihe „Mensch Leute“ am heutigen Montag den Film „Der Rohrzangen-Winnetou – Ein Indianerhäuptling aus Trier“.

Dieser ist das 30-minütige Porträt des Gaswasser-Installateurs Reinhold Schomer, der schon als kleiner Junge nur einen wahren Helden kannte. Als Erwachsener hat er seinen Kindheitstraum auf ganz besondere Weise realisiert.

Ein edler Häuptling, immer ehrlich, so wollte Reinhold Schomer sein. Und während die Idole der Kindheit für die meisten von uns bestenfalls schöne Erinnerungen sind, blieb Winnetou für den heute 57-Jährigen immer leuchtendes Vorbild und Identifikationsfigur. Für Reinhold Schomer ist Winnetou längst mehr als ein Hobby oder eine Verkleidung. Er hat seit Jahren keinen Urlaub mehr gemacht, jede freie Minute gehört Winnetou. MitFreunden baute er sich in Pluwig bei Trier seine eigene Freilichtbühne für mehr als eintausend Zuschauer.

Wer bei Reinhold Schomer allerdings an einen weltfremden Tagträumer denkt, der liegt komplett falsch. Als Klempner ist er es gewohnt zuzupacken, er steht mit beiden (Indianer)-Beinen mitten im Leben, hat Familie und einen großen Freundeskreis. Aber den Helden seiner Kindheit zu vergessen – das kam für Reinhold einfach nie in Frage.

Die Reportage begleitet den Winnetou aus Pluwig bei den Vorbereitungen für die „Ölprinz“-Premiere kommenden Juli und in seinem Alltag als Gaswasser-Installateur bei den Trierer Stadtwerken. Es geht nach Hause ins mit Karl May-Devotionalien reich geschmückte Reihenhaus und immer wieder an seinen zweiten Lebensmittelpunkt: in die mit Freunden komplett selbstgebaute Freilichtbühne. Jedes Stromkabel, jede Tribüne und die gesamte kleine Westernstadt – alles haben Reinhold Schomer und seine Freunde hier mit eigenen Händen zusammengezimmert.

Schon im Winter ist er jeden Samstag in Pluwig. Morgens geht es erst einmal mit Wallach Iltschi hinaus in die Trierer Prärie. Dann macht er mit Freunden eine alte Postkutsche wieder flott und montiert das Hauptrequisit, einen fünfzehn Meter hohen Telegraphenmast. Im Juni beginnt dann die heiße Probenphase. Sprechrollen werden gelernt, Stunts geprobt. Mit jedem Tag wird Reinhold Schomer nervöser. Am Tag der Generalprobe ist die Spannung mit den Händen zu greifen.

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