DFB-Pokal: Das Kribbeln beginnt – FSV Salmrohr trifft auf VfL Bochum

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Der FSV Salmrohr nach dem Pokalsieg im Jahr 2015.

Bildquelle: FV Rheinland

SALMROHR. Am Sonntag ist es wieder soweit. Fast genau 13 Jahre nach dem letzten Auftritt im DFB-Pokal steht Oberligist FSV Salmrohr auch wieder überregional im Fokus der Fußballfans und der Medien. In der 1. Hauptrunde empfangen die Salmtaler am kommenden Sonntag (14.30 Uhr, Salmtalstadion), den VfL Bochum. Bei der letzten Teilnahme in diesem Wettbewerb unterlag der FSV am 1. September 2002 dem VfL Wolfsburg mit 0:2.

Obwohl der Gegner in diesem Jahr „nur“ ein Zweitligist ist, scheint die Hürde doch unüberwindlich hoch. FSV-Coach Paul Linz, der die Westdeutschen 1:0-Sieg zum Saisonauftakt in Paderborn beobachtet hat, bescheinigt dem ehemaligen Erstligisten hohe Qualität: „Offensiv waren sie in der letzten Saison schon bärenstark. Jetzt haben sie defensiv enorm zugelegt. Wenn es ihnen gelingt, in Führung zu gehen, hat jeder Gegner ein Problem, wir als Fünftligist sowieso.“ Die anfängliche Enttäuschung nach der Auslosung, die den Salmtalern eben keine Bundesliga-Prominenz bescherte, ist passé, stattdessen ist bei den Vorfreude zu spüren.

Von einem hochklassigen Gegner spricht auch Olaf Wagner von der FSV-Geschäftsstelle und von Vorfreude: „Wir stehen vor dem Spiel des Jahres und freuen uns auf eine tolle Kulisse.“ Allein aus Bochum werden rund 2.000 Fans erwartet. Weshalb Ehrenpräsident Peter Rauen mit rund 4.500 bis 5.000 Zuschauern rechnet. Dennoch sagt Rauen: „Es gibt noch genügend Sitz- und Stehplatzkarten, und für ausreichend Parkplätze ist auch gesorgt.“ Denn zwei Landwirte haben in unmittelbarer Nachbarschaft frisch gemähte Wiesen als zusätzlichen Parkraum zur Verfügung gestellt.

Rein organisatorisch ist alles auf bestem Weg. „Das technische Equipment ist da, der Rasen ist in einem Top-Zustand und die Presse wird optimale Arbeitsbedingungen vorfinden“, sagt Teamchef Karl-Heinz Kieren. Es muss halt nur noch gespielt werden. Für das Sportliche sind Paul Linz, Kieren und ihr Kader zuständig.

„Wir haben nach der Niederlage in Jägersburg erst mal aufgeräumt“, sagt Linz, „ich habe ihnen die Leviten gelesen. Das ist aber jetzt erledigt, der Blick geht jetzt nach vorne.“ Und fügt dann knochentrocken, aber mit einem Schmunzeln hinzu: „Die Pleite von Jägersburg können sie ja mit einem Sieg gegen Bochum wettmachen.“ Vom gestrigen Dienstag bis zu kommenden Sonntag sind noch etliche Trainingseinheiten zu absolvieren. Linz hat bei seinen Spielern noch keine Pokallust feststellen können, „höchstens die Angst, vielleicht am Sonntag nicht aufgestellt zu werden.“ Der Kampf um die Plätze in der Aufstellung ist eröffnet. Aus dem Rennen ist wohl nur Ricardo Couto Pinto, der sich einen Bänderanriss im Sprunggelenk zugezogen hat. „Er konnte heute nur ein leichtes Lauftraining absolvieren“, berichtete Linz in der Pressekonferenz, demzufolge sieht es für den Siegtorschützen im Elfmeterschießen des Rheinlandpokalfinales „eher schlecht aus.“

Beim munteren Gedankenaustausch, wie Bochum den vielleicht zu packen sei, kommt natürlich auch die These auf den Tisch, dass zu einem Außenseitersieg eben auch Glück gehört. Linz kontert: „Wenn du keinen Mumm hast, wirst du auch kein Glück haben.“

Zahlen, Daten, Fakten
Der Empfang nach dem Spiel und die Pressekonferenz finden nicht, wie üblich, im VIP-Raum unter der Stadiontribüne sondern in der Mensa der Schule statt. Für die Presse und die Ehrengäste sind gesonderte Parkplätze ausgewiesen. Der Verein stellt allein 32 Ordnungskräfte, dazu kommt die Freiwillige Feuerwehr, die sich vorrangig um die Einweisung auf die Parkplätze und deren Überwachung kümmert, dazu kommt eine noch unbekannte Zahl an Polizisten. Insgesamt sind für Extras, so müssen zwei Notstromaggregate zur Verfügung sein, sind rund 9.000 Euro zu berappen. Diese werden aber aus der Gesamteinnahme herausgelöst, wie auch die Kosten für die Anreise der Gäste. Die verbliebenen Einnahmen werden aufgeteilt. Alleine für das Erreichen der 1. Hauptrunde erhalten die 64 Vereine, die an der 1. Hauptrunde teilnehmen jeweils 130.000 Euro „Antrittsprämie“.

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