Ich bin Wittlicherin und komme aus dem Tschad

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Kirathan Boulo bewegte das Publikum mit ihrem Vortrag über ihre Ursprungsheimat, dem Tschad in Zentralafrika - Foto: Carl Münzel

Bildquelle: Carl Münzel

WITTLICH. Auf Einladung der Stadtbücherei Wittlich und der Casino-Gesellschaft referierte die Wittlicher Erzieherin Kirathan Boulo am 21. Juli über ihre Ursprungsheimat, die Republik Tschad im Herzen Afrikas und unterhielt und bewegte dabei ihr interessiertes Publikum.

Mit rund 60 Gästen war der Saal gut gefüllt und schon alleine wegen der hohen Temperaturen entführte Kirathan Boulo ihre Zuhörer ein Stück weit nach Zentralafrika.

Der Tschad ist eines der ärmsten Länder der Erde und trotzdem hat das Land Hunderttausende von Bürgerkriegsflüchtlingen aus dem benachbarten Sudan aufgenommen. In dem Land, dreieinhalb Mal so groß wie Deutschland, leben 12,8 Millionen Menschen aus 200 Ethnien mit 120 verschiedenen Sprachen, darunter die Amtssprachen Arabisch und Französisch.

Da eine sehr hohe Analphabetenquote vorherrscht, sprechen die meisten Menschen, die im Durchschnitt gerade mal eineinhalb Jahre die Schule besuchen, nur ihre Muttersprache. Eine einheitliche Kultur existiert in dem 1960 aus der französischen Kolonialbesetzung entlassenen Staat mit willkürlich gezogenen Grenzen ebenso wenig, wie eine den Menschenrechten entsprechende Wasserversorgung. Der Schulbesuch ist grundsätzlich kostenpflichtig, so dass die meisten Kinder bereits mit 5 Jahren beginnen müssen zu arbeiten. Die Kindersterblichkeit liegt bei 20 Prozent.

Kirathan Boulo erzählte, wie sie mit vielen Cousinen und Cousins bei ihrer Großmutter aufwuchs, die Gemüse anbaute und dieses mit Hilfe der kleinen Kirathan auf dem Markt verkaufte. Ihr Vater, der als Leichtathletiktrainer nach Deutschland ausgewandert war, holte seine Tochter im Alter von 13 Jahren im Zuge der Familienzusammenführung nach Deutschland nach. Kirathan Boulo lebte zuerst in Trier und zog dann später nach Wittlich, wo die Mutter eines 13-jährigen Sohnes bis heute lebt und arbeitet.

Nicht gerade mit offenen Armen wurde das junge Mädchen in der Schule aufgenommen. Als Afrikanerin wurde sie von vielen Mitschülerinnen und Mitschülern auch übel diskriminiert. Auch Erwachsene beschimpften das Kind völlig grundlos auf der Straße. Kirathan Boulo schilderte Szenen, die den Zuhörerinnen und Zuhörern die Schamesröte ins Gesicht trieben. Aber deshalb, so Boulo, seien Veranstaltungen wie die Reihe „Ich bin Wittlicher und komme aus…“ oder „Die lebendige Bibliothek“ so wichtig.

Um ihren Gästen den Tschad „schmackhaft“ zu machen, bewirtete sie alle Zuhörer nach der Veranstaltung mit afrikanischen Köstlichkeiten.

8 KOMMENTARE

  1. Eine Migrantin – noch dazu dunkelhäutig – integriert und geschätzt? Ob den Herren Lamberti & Co, für die Migranten oder Asylanten ja zunächst mal nur wegen ihres angeblichen kriminellen Potentials erwähnenswert sind, dazu etwas einfällt? Denn für die genannten Herren kann es solch gelungene Beispiele von Integration ja wohl gar nicht geben.
    Wahrscheinlich fällt ihnen dazu gar nichts ein.

    Beschämend, wenn die junge Frau über Diskriminierungen berichtet, die sie hier erfahren hat. Ermutigend, dass doch eine ganze Reihe Zuhörer den Weg in die Stadtbücherei gefunden hatten.

  2. Hallo Frauke, Sie zeigen immer noch nicht ihr wahres Gesicht. Von Heckenschützen lasse ich mich nicht
    beleidigen. Aktuelle im Juli in Deutschland eingetroffen sind 79 000 Personen.
    Darunter : Kriegsflüchtlinge (kleinste Gruppe) Asylanten, Immigranten, Wirtschaftsflüchtlinge,

    Frauke die passen leider nicht alle in die Bibliothek.
    Übrigens die Frau aus Wittlich ist hübsch, gut gekleidet, gut genährt was ihr auch gegönnt sei,
    sie tritt mit ihrem richtigen Namen auf und verdient meinen Respekt.

    • Herr Lamberti, so langsam werden Sie langweilig. Wenn es nach Ihnen gegangen wäre, hätte die Frau doch in Deutschland niemals ein Bleiberecht bekommen.
      Und wieder nehmen Sie in Anspruch zu wissen, dass Kriegsflüchtlinge die kleinste Gruppe darstellt. Ich frage Sie erneut – ohne Hoffnung auf eine Antwort – woher Sie das wissen. Im gleichen Atemzug nennen Sie Immigranten. Das Argument, das darunter auch qualifizierte Menschen sind, die die deutsche Wirtschaft braucht, lassen Sie vermutlich erst gar nicht gelten.
      Im Prinzip ist es zwecklos, mit Ihnen überhaupt zu diskutieren. Tröstlich nur, dass Ihre Partei – die AfD – sie verschweigen in Ihren Kommentaren ja lieber Ihre Parteizugehörigkeit – in Deutschland, von einigen östlichen Bundesländern mal abgesehen, in denen Ausländerfeindlichkeit besonders ausgeprägt ist – keine Rolle spielt.

      • Frauke, Sie sind ja eine ganz Schlaue: den Herrn Lamberti gegoogelt und dann verbal eins über die Rübe gezogen.
        Ich wünsche Ihnen eine Begegnung wie meiner Cousine in Hamburg letztes Jahr! Seit dieser einschneidenden Begegnung (mit drei armen Kriegsflüchtlingen dunkler Hautfarbe) denkt sie ganz anders über diese „armen Menschen“. Und dank ihrer Therapiegruppe weiß sie nun auch, dass es kein Einzelfall war, wie die Polizei und andere ihr erzählen wollten.
        Aber Sie wissen ja bestimmt, dass es nur ein Einzelfall war, so wie Sie auch wissen, dass Flüchtlinge nicht die kleinste Gruppe der „Einwanderer“ sind.
        Träumen Sie süß weiter, solange es noch geht!

        • Falsch! Zwar legen seine Meinungsäusserungen mehr als nahe, welcher Partei er angehört, aber manchmal stehen sogar über die AfD Nachrichten in einer gewissen Trierer Tageszeitung.
          Davon abgesehen: Was ändert das?
          Nun zu Ihrem Einwand: Informieren Sie sich mal, wie viele Übergriffe es auf Menschen ausländischer Herkunft gibt. Von den Brandanschlägen auf Flüchtlingsheime will ich gar nicht erst reden. Und erzählen Sie bloß nicht irgendwelchen Unsinn, von wegen Einzelfällen und so.
          Eine Straftat ist eine Straftat, gleich ob von Deutschen oder Ausländern begangen. Deutsche Straftaten sind nicht weniger verurteilenswert.

        • Nun denn, Herr Lamberti, Sie wissen doch über so Vieles Bescheid. Sie haben ja sogar Insiderwissen Dinge betreffend, die totgeschwiegen werden.
          Wie würde denn nun jemand wie Sie einen Schreiber hier bezeichnen, der andere Menschen als „Kakerlaken“ bezeichnet?

  3. Frauke so langsam gehen Ihnen die Argumente aus. Über die Frau wurde bereits vom TV beichtet, und ist Schnee von gestern. Heckenschützen gegenüber muss ich mich nicht rechtfertigen. Lassen Sie mal eine
    Witwe deren Mann von einem Ausländer ermordet wurde hier auftreten. Sie blenden alles aus.
    Die Familienpolitik hat total versagt Lücken müssen geschlossen werden. Die deutsche Wirtschaft braucht
    qualifizierte Menschen, die Wirtschaft wartet auf sie, möglichst billig. Das die deutsche Wirtschaft
    Arbeitskräfte braucht, woher wissen sie das ?Wird uns doch nur vorgegaukelt . Bla Bla Bla, sie sprechen alles nach was die etablierten ihnen vorgaukeln,.Meine Parteizugehörigkeit wurde auch von Ihnen und ihren Konsorten verspottet. Deshalb habe ich sie ausgeblendet. Von Juni 2012 bis Juni 2013 hatte ich einer jungen Jordanierin (nachweisbar ein Appartement vermietet. Neben einem Studium habe ich ihr hier in Trier ein Praktikumsstelle besorgen können.
    Mit meinen Enkelkindern und ihr habe ich Ausflüge nach Saarburg und Luxemburg unternommen.
    Sie kam mit einem Koffer hier an, als Sie nach Hause zurückflog hatte sie 3 Koffer. Ich war ihr behilflich
    und habe sie nach Frankfurt gefahren. Woher nehmen sie sich das recht raus mich als Ausländerfeindlich
    zu bezeichnen ?? Das ist keine Unverschämt sondern eine riesen Sauerei von Ihnen und beweist mir
    wes geistig Kind sie sind.

    Ich stehe voll zu meiner Parteizugehörigkeit ich schreibe nicht im Auftrag der Afd,
    sondern vertrete meine Meinung, in der Afd darf jeder seine Meinung kundtun, im Gegensatz zu allen anderen
    Parteien. In der Afd gibts keine Maulkörbe und Scheuklappen Besuchen uns zu unseren Treffen, jeden 1. Mittwoch im Monat, ausgenommen im August. Sie dürfen uns als Pseudonym besuchen und lernen echte Demokratie kennen, Anders als die grünen Gutmenschen, die uns zu ihrer Veranstaltung ausgeladen haben.
    In einem Post schreiben sie von der gereinigten Partei und tun so als ob ich nicht dazugehören würde.
    Sie gehören zu rot grün und dem Verein für ein buntes Trier. Bei uns wird Demokratie gelebt.
    Ich stehe zu allem was ich schreibe, deshalb mit Namen.

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