Gute und schlechte Nachrichten für die Miezen: Vallet mit Handballpause – Weibelova kommt aus Ober-Eschbach

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Miezen-Kapitänin Mégane Vallet legt eine Handballpause ein. Foto: TriSign

TRIER. Mégane Vallet, lange Jahre Spielführerin der Trierer Bundesliga-Handballerinnen und eines der Aushängeschilder im Verein, legt eine sportliche Auszeit ein und rüttelt die Personalplanungen der Verantwortlichen damit ordentlich durcheinander. „Diese Nachricht trifft uns natürlich enorm“, so ein enttäuschter MJC-Vorstand Jürgen Brech, der vor allem den Zeitpunkt der Entscheidung als „sehr ungünstig“ bezeichnet.

Hannah Sattler und Neuzugang Tina Welter (TV Nellingen) sind nun die potentiellen Kandidatinnen auf Linksaußen. Vallet selbst bedauert den Zeitpunkt: „Ich hatte gehofft, dass sich mein Gefühl nochmal ändert und die Lust auf Handball wiederkehrt. Das ist aber nicht passiert, und aus diesem Grund habe ich die Entscheidung getroffen. Es macht keinen Sinn halbherzig an die Sache zu gehen. Da würde ich der Mannschaft nicht helfen.“

Die ehemalige französische Junioren-Nationalspielerin wechselte als 18-Jährige aus der Metz nach Trier und reifte zu einer herausragenden Linksaußen. Mit viel Spielwitz, Kreativität, aber auch viel Training gehörte Vallet zu den Leistungsträgerinnen der Miezen, führte die Mannschaft als Kapitänin aufs Feld und legt nun eine Pause ein. „Wir bedauern diese Entscheidung, wir müssen sie aber akzeptieren“, sagte Brecht und ergänzt: „Wir wünschen ‚Meggie‘ zu allererst alles Gute für die Zukunft und danken ihr für die vergangenen acht Jahre. Wir haben viel zusammen erlebt und die Türen stehen immer offen.“ Vallet selbst will zunächst – auch beruflich bedingt – in Trier bleiben, weil sie sich hier „sehr wohl“ fühlt.

Personell gibt es allerdings nicht nur schlechte Nachrichten, denn mit den Lucia Weibelova konnten die Verantwortlichen die so dringend gesuchte Rückraumspielerin verpflichten. Die 32-Jährige spielte zuletzt beim Drittligisten Ober-Eschbach und unterschrieb an der Mosel einen Ein-Jahres-Vertrag. „Lucia wird uns mit ihrer Dynamik, vor allem aber mit ihrer Erfahrung sehr weiterhelfen“, sagt Brech zur Verpflichtung der Slowakin, die im Rückraum auf allen Positionen eingesetzt werden kann.

Damit wird es künftig einen Schwestern-Doppelpack in der heimischen Arena geben, denn Lucia ist die jüngere Schwester von Kreisläuferin Andrea Czanik, die ihren auslaufenden Vertrag um ein weiteres Jahr verlängerte. Die Slowakin, die in Trier zur Nationalspielerin reifte, geht damit in ihre vierte Spielzeit an der Mosel und soll vor allem mit ihrer Erfahrung helfen. Brech ist von ‚Andi‘ überzeugt: „Sie ist bei uns zur Nationalspielerin geworden und kennt die Bundesliga gut. Davon werden wir sicher profitieren.“

Zur Person
Name: Lucia Weibelova
Geburtsdatum: 13. Juni 1983
Position: Rückraum
Letzte Vereine: 2014/2015 TSG Ober-Eschbach – 2013/2014 Molde Handball (Norwegen) – 2012/2013 Piccard Senec (Slowakei) – 2009/2012 Slovan Duslo Šaľa

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