LKW-Fahrer überschlagen sich – Gelungene Präventionsveranstaltung der Polizei

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SCHWEICH. Ein zufriedenes Resummee zog die Polizeiautobahnstation Schweich (PAST) nach dem Ende der zweitägigen Präventionsveranstaltung „Hat’s geklickt im LKW“ am vergangenen Dienstag und Mittwoch auf dem Rastplatz Eifel-Ost.

Im Blickpunkt der Veranstaltung standen vor allem die Fahrer von Schwerfahrzeugen, die nicht angeschnallt oder mit zu geringem Abstand auf der Autobahn unterwegs waren. Sie wurden von Streifenbesatzungen auf den Rastplatz gelotst und erhielten Gelegenheit, sich hautnah über die möglichen Folgen ihrer Verstöße zu überzeugen.

Dazu war der Deutsche Verkehrsicherheitsrat e.V. (DVR) mit umfangreichem Equipment angereist, darunter ein LKW-Überschlagsimulator, bei dem ein komplettes LKW-Führerhaus um 360 Grad gedreht werden kann. Die Fahrer erfuhren am eigenen Leib, wie ein angelegter Gurt unkontrollierbares Fallen im doch recht großen Führerhaus verhindert und wie sich ungesicherte Gegenstände zu gefährlichen Geschossen in der Fahrerkabine entwickeln können.

In einem speziellen LKW-Gurtschlitten wurden die Fahrer anschließend angeschnallt nach vorne katapultiert, um einen Auffahrunfall zu simulieren. Alle Fahrer schätzten die Aufprallgeschwindigkeit viel zu hoch ein und waren überrascht, dass schon bei den erreichten 10 km/h Kräfte entstehen, die ein Abstützen unmöglich machen.

Zum Abschluss des Erlebnisparcours zeigten die Mitarbeiter des DVR den Fahrern bei einem Test in einem Abstandssimulator, welche Folgen zu kleine Sicherheitsabstände haben können, wenn der Vordermann bremst. Bei den meisten wäre es zu einem Unfall gekommen.

Einsatzleiter René Schermann von der PAST Schweich: „Wir haben rund 100 Brummifahrer angesprochen und die Rückmeldungen waren ausnahmslos positiv. Viele LKW-Fahrer hatten zunächst eine sehr lockere Einstellung zur Gurtanlegepflicht und fühlten sich in einer trügerischen Sicherheit. Vor allem Überschlagsimulator und Gurtschlitten haben aber eine spürbare Wirkung bei ihnen hinterlassen. Wir sind zuversichtlich, dass wir bei dem einen oder anderen eine dauerhafte Einstellungsänderung bewirkt haben.“

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