Radfahrer wird bei Verkehrsunfall schwer verletzt

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Bildquelle: Eric Thielen

TRIER. Gegen 13.35 Uhr wurde am heutigen Mittag ein Verkehrsunfall in der Paulinstraße in Trier gemeldet. Es war zu einem Zusammenstoß zwischen einem Pkw und einem Radfahrer gekommen.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei befuhren ein Radfahrer und mehrere Pkw die Paulinstraße in Fahrtrichtung Porta Nigra, als in Höhe des Norma-Marktes ein 55-jähriger Autofahrer den Radfahrerüberholen wollte. Nach Zeugenaussagen wurde hierbei der seitliche Mindestabstand nicht eingehalten, sodass es zu einem Zusammenstoß kam.

Der etwa 35-jährige Radfahrer stürzte und wurde durch den Sturz schwer, jedoch nicht lebensbedrohlich verletzt.

Er wurde durch einen Notarzt versorgt und durch einen Rettungswagen der Berufsfeuerwehr in ein Trierer Krankenhaus gebracht.

Der Radfahrer trug einen Helm, sodass schwerere Verletzungen im Kopfbereich verhindert werden konnten.

Es entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 2.400 Euro.

Die Paulinstraße war bisher für rund 25 Minuten voll gesperrt.

4 KOMMENTARE

  1. Ich finde es sehr schade, allerdings war abzusehen, daß das bei dem Fahrverhalten vieler Autofahrer in dieser Stadt mal passieren würde. Sieht ein Autofahrer in Trier einen Fahrradfahrer (auch wenn dieser 30 km/h fährt), setzt sofort ein innerer Überholzwang im Gehirn des Autofahrers ein. Ich werde bei 90% meiner Fahrten auf dem Fahrrad in der Stadt mindestens einmal zu eng überholt; wenn man die Leute dann an der nächsten Ampel anspricht, werden die oft noch frech. Besonders gerne werde ich auch in einspurigen Anwohnerstraßen, wo Autos auf der entgegengesetzten Fahrtrichtung parken, nicht als Verkehrsteilnehmer wahrgenommen und abgedrängt (Bergstraße). Leider wird das von der Polizei auch nicht kontrolliert, bzw. bestraft, auch wenn es von den Beamten gesehen wurde!
    Was die Stadt dagegen tun kann: Mehr Radspuren markieren. Anders verstehen manche Leute scheinbar nicht, daß die Straße allen gehört!

    • Danke, Eumel, für die sachliche Stellungnahme.
      Gestern mittag gegen 12.00 Uhr kam ich mit dem Rad aus der Stadt gefahren
      Agritiusstrasse rauf Richtung Bergstrasse. In Höhe der Kirche sind auf der Häuserseite stets Anlieger-PKW abgestellt. Ich fahre also auf meiner richtigen Seite an den Autos vorbei, als von der Bergstrasse kommend ein LKW in meine Fahrbahn einbiegt und einen halben Meter vor mir zum Stand kommt. Ich war über diese Dreistigkeit so geschockt, dass ich den Fahrer übel vernannt habe.
      Der stieg dann aus, baute sich vor mir auf und meinte, die tief stehende Sonne habe ihn geblendet. Haha. Zu dem Zeitpunkt stand die Sonne noch über dem Amphitheater, also hinter ihm, nicht vor ihm.
      Frech und dreist, einfach mal drauf ankommen lassen, der Schwächere weicht aus. Rumbossen all überall. Und jetzt gehts auch auf meine Kollegen Radfahrer in der Fußgängerzone: Wenn einige von denen wenigstens rücksichtsvoll fahren würden, leider zu oft Fehlanzeige!
      Rechte und Pflichten gelten für alle Verkehrsteilnehmer.
      Manche sehen die Pflichten nur bei den anderen.

    • Danke für die Bestätigung, Herr Will, daß ich scheinbar nicht der Einzige bin, dem das passiert.
      Was das Fahren auf Fußgängerbereichen angeht (z.B. gerne in der Güterstraße), bin ich auch der Meinung, daß das gerne sanktioniert werden darf.
      Was die Fußgängerzone angeht bin ich allerdings zwiegespalten. Ich werfe mal die etwas freche Frage in den Raum: Wieso soll ich mein Fahrrad schieben, wenn sich viele Autofahrer einen Parkplatz dort suchen (Stockplatz, Domfreihof, Neustraße, um nur mal drei Hot-Spots zu nennen)?

  2. Richtig ist: Die Strasse gehört nicht allen, sondern kann unter Einhaltung gegebener Regeln von unterschiedlichsten Verkehrsteilnehmern gleichzeitig genutzt werden.
    Zu Unfällen wegen Unachtsamkeit wird es leider immer wieder kommen – dies ist nunmal natürliche menschliche Schwäche.
    DEN Autofahrer, DEN Fahrradfahrer, DEN Fußgänger gibt es genauso wenig wie DEN WÄHlER.
    Es sind jeweils Einzelpersonen und ich glaube nicht, dass sich die temporären Gruppe im jeweiligen Verhalten abgesprochen haben. Die allermeisten, wenn nicht gar alle, gehören zu unterschiedlichen Zeiten der einen oder der anderen Gruppe an. So bin ich mal Fußgänger, mal Fahrradfahrer, mal Autofahrer, auch mal mit dem Bus – Taxi oder Flugzeug unterwegs; und zu alle dem auch manchmal Trierer. Ich unterstelle mal den wenigsten eine gespaltene Persönlichkeit je nach Wahl der Fortbewegung.

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