Neuer Hafen für Sportboote an der Mosel bedarf weitere Gespräche

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ZELL. Gestern fand im Pfarrheim in Briedel der Erörterungstermin für den von der Mosel Marina Weingarten Projekt GmbH geplanten Bau eines Hafens für Sportboote bei Mosel Kilometer 89,85 in der Gemarkung Zell/Briedel im Landkreis Cochem-Zell statt. 55 Teilnehmer darunter Winzer und Vertreter von Kommunen und Verbände waren gekommen, um der Erörterung der Bürgereinwendungen und der Stellungnahmen der beteiligten Fachbehörden zu folgen. Alle Personen die Fragen hatten wurden gehört, auch wenn sie zuvor keine Einwendungen erhoben hatten.

Die Einwender und die Vertreter der anerkannten Naturschutzverbände sowie die Winzer trugen nochmals ihre bereits schriftlich vorgetragenen Bedenken vor, um die anwesenden Experten gezielt befragen zu können. Insbesondere wurden die Befürchtungen gegenüber den Auswirkungen des geplanten Hafens im Hinblick auf Lärm und auf die Bewirtschaftung der Weinberge durch die Winzer erörtert. Außerdem wurden die artenschutzrechtlichen Auswirkungen besprochen.

Da nicht alle Wortmeldungen vorgetragen werden konnten, wurde der Erörterungstermin nach acht Stunden beendet. In einem neuen Termin wird die Erörterung fortgesetzt. Der Termin dafür wird noch bekannt gegeben.

Über die Zulässigkeit des Vorhabens wird schließlich im Planfeststellungsbeschluss entschieden, der in der Gemeinde zwei Wochen zur Einsicht ausgelegt wird. Ort und Zeit der Auslegung wird vorher ortsüblich bekannt gemacht. Der Planfeststellungsbeschluss wird auch unter www.sgdnord.rlp.de bekannt gegeben.

Hintergrund
Die Mosel Marina Weingarten Projekt GmbH hatte der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord Antragsunterlagen zum Bau eines Hafens für Sportboote bei Mosel Kilometer 89,85 in der Gemarkung Zell/Briedel vorgelegt. Geplant ist ein Hafen mit circa 130 Liegeplätzen im Überschwemmungsgebiet der Mosel.

Außerdem sollen eine Hafenpromenade mit einer Anlegemöglichkeit für Tagesgäste, eine Slip Anlage zum Einlassen der Boote und ein Parkplatz entstehen. Die SGD Nord führt derzeit als obere Wasserbehörde ein sogenanntes Planfeststellungsverfahren zum Gewässerausbau nach § 68 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) durch.

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