Silber in Gwangju – A2-Nationalteam mit Henrik Rödl scheitert knapp

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Maodo Lo (weißes Trikot), hier im Testspiel gegen Russland, war bester Werfer für Deutschland im Finale der Universiade gegen die USA. Foto: Helmut Thewalt

GWANGJU/TRIER. Nach einem Herzschlagfinale hat Bundestrainer Henrik Rödl mit seinem A-2-Nationalteam die Goldmedaille bei der Universiade im südkorenischen Gwangju knapp verpasst. Deutschland unterlag den USA nach zweimaliger Verlängerung mit 77:84 (73:73, 66:66, 33:38). Für den krassen Außenseiter bedeutet die Silbermedaille dennoch den größten Erfolg in der Historie des Verbandes. Neben Trainer Rödl waren mit den Spielern Mathis Mönninghoff und Dennis Kramer zwei weitere Akteure Teil des erfolgreichen Teams, die noch in der abgelaufenen Saison für die Trierer Basketballer in der Bundesliga am Start waren.

Die Partie stand bis zum Schluss auf des Messers Schneide. Die hoch favorisierten USA starteten souverän und lagen nach dem ersten Viertel mit 13:20 vorn. Mit Beginn des 2. Viertels legte der Außenseiter jedoch seine Nervosität allmählich ab und gestaltete das Duell ausgeglichen. Nach dem 3. Viertel stand es 54:54, dann legte Deutschland nochmals zu und schien auf dem Weg zum Sieg. Nach einem Dreier des Hageners Niklas Geske lag Deutschland vier Minuten vor Schluss mit 64:59 in Führung, die US-Boys kamen aber dank des überragenden Perry Ellis schnell wieder heran. 21 Sekunden vor Schluss gelang den Amerikanern durch zwei verwandelte Freiwürfe von Frank Mason der Ausgleich zum 66:66. Rödl nahm die dritte Auszeit innerhalb kurzer Zeit um sein Team für den entscheidenden Angriff einzustellen – ein Ballverlust von Maodo Lo machte den Plan zunichte.

Es ging in die Verlängerung, die der Tübinger Bogdan Radoslavjevic mit einem Dreier eröffnete. Auch in der Folge blieb die DBB-Auswahl ständig vorne, konnte sich aber nicht absetzen. 38 Sekunden vor Schluss nahm Rödl beim Stand von 72:71 für seine Schützlinge erneut eine Auszeit. Zehn Sekunden später wurde Mönninghoff gefoult, verwandelte aber nur einen Freiwurf zum 73:71. Frank Mason, neben Ellis überragend beim Gegner glich neun Sekunden vor dem Abpfiff zum 73:73 aus – es ging in die 2. Verlängerung.

Gut zwei Minuten vor der Sirene traf Mönninghoff einen Dreier zum 77:75 – es war die letzte deutsche Führung in diesem Finale. Die USA profitierten wie auch schon in der Endphase der 1. Verlängerung von deutschen Ballverlusten, die meist von den US-Boys erzwungen wurden.

Deutschland stellte bot zwar die ausgeglichenere Mannschaftsleistung, das reichte gegen das Top-Trio der USA aber nicht. Erfolgreichste Korbschützen beim DBB waren Maodo Lo (16 Punkte), Niklas Geske (11) und Bogdan Radoslavjevic (10). Mathis Mönninghoff kam auf 9 Punkte. Beste Werfer bei den USA waren Wayne Selden (22), Perry Ellis (19) und Frank Mason (18).
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