Gladiator-Trainer Marco van den Berg ist motiviert und ambitioniert

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TRIER. Seit gestern ist Marco van den Berg Trainer des Basketball-Zweitligisten Gladiators Trier. Am heutigen Dienstag hatte der neue Coach Gelegenheit sich und sein Konzept in einer Pressekonferenz vorzustellen.

Der 50-Jährige, der zwei Saisons den BBL-Club BBC Bayreuth trainierte und zuletzt für eine Basketball-Jugendakademie in Groningen tätig war, hat einen Zwei-Jahres-Vertrag beim Erstliga-Absteiger unterschrieben. Er geht seine neue Aufgabe hoch motiviert und ambitioniert an: „Trier ist eine hoch-respektierte Basketballstadt in Deutschland und Europa, ich freue mich darauf, hier etwas ganz Neues aufzubauen.“ Und weiter: „Ich weiß aus der Zeit in Bayreuth, wie toll es ist, in der Arena zu spielen. Das ist eine richtige BBL-Halle, in der das Publikum seine Mannschaft die Leidenschaft und die Liebe zu diesem Sport spüren lässt.“

Am 10. August will der Coach mit der Vorbereitung starten. Bis dahin soll nicht nur ein Co-Trainer gefunden werden („den suchen wir noch“), sondern auch das Team möglichst komplett sein. Er plant mit einem 15er-Kader, bestehend aus zehn Profis und fünf jungen Spielern. „Vermehrt suche ich nach deutschen Jungs, die Talent haben, aber auch dem einen oder anderen, der nach einer Verletzung wieder den Anschluss nach ganz oben sucht.“ Eine weitere Marschrichtung ist klar: „Ich werde nicht auf Amerikaner setzen, die nach einem Jahr wieder abfliegen. Wir wollen uns keine kurzfristigen Ziele setzen.“ Noch ist völlig offen, wer das Teamroster der Gladiators füllen wird. Die ersten konkreten Gespräche führt van den Berg in den nächsten zwei Tagen mit dem vereinseigenen Nachwuchs, also überwiegend den Spielern, die schon im Vorjahr im erweiterten Kader waren. Im Rahmen der Pressekonferenz ließ Wolfgang Esser, der als sportlicher Beirat fungiert, durchblicken, dass die übrigen deutschen Spieler der Vorjahresformation nicht mehr zur Verfügung stehen. Sondierungsgespräche werden aber mit Marko Lukovic und Laurynas Samenas geführt.

Zweimal täglich will der Holländer, der von 2006 bis 2008 auch Trainer des Nationalteams seines Landes war, zum Training bitten. Er legt Wert auf „Respekt, Disziplin, Zuverlässigkeit, Motivation und Inspiration.“ Auch wenn er gerade im Umgang mit jungen Spielern über reichlich Erfahrung verfügt, und weiß, dass sie der Führung bedürfen, sucht er Akteure die Verantwortung übernehmen wollen und eigenverantwortlich denken und handeln. Der Coach ist Realist: „Es wird Mannschaften geben, die mehr Qualität haben, als unsere, es darf aber keine Mannschaft geben, die den Sieg mehr will als wir.“ Dass dies keine leeren Worthülsen sind, darf man dem Kommentar von Henrik Rödl bei der Bekanntgabe seines Nachfolgers entnehmen: „Glückwunsch zur Trainerwahl. Und Glückwunsch an Marc, dass er die Aufgabe in Trier übernimmt.“

Marco van den Berg wird seinen Lebensmittelpunkt in Trier haben. „Ich komme nur mit meinen beiden Hunden. Meine Frau Angéle und meine Tochter Yasmine bleiben in Groningen wohnen, werden mich aber so oft wie möglich besuchen.“
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