Protest: Auch Trierer Krankenhäuser fordern mehr Personal

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TRIER. Am heutigen Mittwoch initiierte die Gewerkschaft ver.di eine einmalige Aktion, bei der Krankenhausangestellte bundesweit für 10 Minuten ihre Arbeit niederlegten.

Mit der Aktion soll auf den eklatanten Personalmangel im gesamten Gesundheits- und Pflegebereich hingewiesen werden. Laut Gewerkschaft fehlen insgesamt etwa 162.000 Stellen, um eine dem Bedarf angemessene Arbeit zu gewährleisten. ver.di fordert deswegen eine verbindliche und bedarfsorientierte Personalbemessung. Die Trierer Bundestagsabgeordnete Katrin Werner unterstützt die Aktion ausdrücklich und erklärt sich mit sämtlichen Angestellten solidarisch.

„Durch permanenten Personalmangel in Krankenhäusern leiden die Angestellten unter einem äußerst hohen Leistungsdruck, der sich gesundheitsschädlich und schlimmstenfalls sogar lebensbedrohlich auswirken kann. Statistisch gesehen sterben Beschäftigte in der Krankenpflege durchschnittlich 10 Jahre früher. Dabei sind sie diejenigen, die uns oft das Leben verlängern.“

Neben Personalmangel müssen sich die Beschäftigten meistens mit langen Arbeitszeiten, wenig Urlaubstagen und einer schlechten Bezahlung abfinden. All das sind Faktoren, die Pflegeberufe weniger attraktiv machen und die Anstellung neuer Auszubildender erheblich erschweren.

„In den vergangenen Jahren wurde die Entwicklung unseres Gesundheitssektors in Trier wie auch in Rheinland-Pfalz fast ausschließlich wirtschaftlichen Kriterien untergeordnet, wobei die Belange des Personals viel zu wenig berücksichtigt wurden. Mit einer solchen Strategie wird die Zukunftsfähigkeit einer gesamten Berufsgruppe aufs Spiel gesetzt. Die Aktion der Angestellten ist ein deutliches Signal dafür, dass der Kurs geändert werden muss.“, schlussfolgert Werner.

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