Massiver Schimmelbefall: Notfallplan für Trierer Schulen und Kitas

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TRIER. In Trier macht sich der Sparkurs der letzten Jahre im Bildungssektor nach und nach immer stärker bemerkbar. In dieser Woche wurde bereits die zweite vollständige Schließung einer Kita vom Gesundheitsamt angeordnet.

„Langsam wird immer deutlicher, dass jahrelang am falschen Ende gespart wurde. So versuchte die Stadt vor allem im Sozial- und Bildungssektor Kosten einzusparen. Das rächt sich jetzt.“ kommentiert die linke Bundestagsabgeordnete Katrin Werner die angespannte Lage in Trier.

St. Clemens, St. Adula, die Kita Trimmelter Hof, die Egbertschule – die Liste der Bildungseinrichtungen in Trier, die in den vergangenen Jahren aufgrund von massivem Schimmelbefall geschlossen werden mussten, ist lang. Noch länger jedoch ist die Liste der Bildungseinrichtungen, die nach wie vor mit Schimmel zu kämpfen haben und denen in den kommenden Jahren das gleiche Schicksal drohen könnte. Bislang hat die Stadt immer nur mit Notlösungen reagiert, wenn der schlimmste Fall schließlich eingetreten ist und die betroffene Einrichtung dicht gemacht werden musste. Durch diese kurzfristigen Aktionen nahm die Stadt in Kauf, dass die Kinder nach Feststellung der Zustände unangemessen lange den Schimmelsporen ausgesetzt waren, oder sich deren Schulweg deutlich verlängerte. Aus diesem Grund legte bereits im März die Linksfraktion im Stadtrat einen Antrag auf einen Notfallplan vor, der jedoch abgelehnt wurde.

„Da die meisten Schul- und Kitagebäude aus den 60ern und 70ern stammen und die Bausubstanz zunehmend maroder wird, ist abzusehen, dass bald noch weitere Kitas oder Schulen geschlossen werden müssen.“ Gibt Katrin Werner zu bedenken. „Daher ist es mir absolut unverständlich warum die übrigen Fraktionen den Antrag auf einen Notfallplan abgelehnt haben. Denn nur ein Notfallplan, ermöglicht ein schnelles, gezieltes Vorgehen und verhindert negative Folgen kopfloser Notfallreaktionen. Daher fordere ich alle Fraktionen im Stadtrat noch einmal auf, aktiv zu werden und unsere Kinder vor unhaltbaren Zuständen und gesundheitlichen Risiken in ihrem Bildungsumfeld zu schützen.“

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2 KOMMENTARE

  1. Mittlerweile ist auch die erste Feuerwache vom Schimmel betroffen: Am Samstag war in der Wache in Olewig auch ein großer Bereich wegen Schimmel abgetrennt und gesperrt.. Das Haus ist aus den 90ern.

  2. Schimmel kann viele Ursachen haben
    in vielen Fällen hilft eine Änderung des Lüftungsverhaltens
    typischer Fall wenn die Fenster ausgetauscht werden, muss danach einfach mehr gelüftet werden.
    wenn man die Mieter fragt, beteuern die immer, dass sie immer richtig gelüftet hätten…..
    wenn in der Kita kein Durchzug gemacht wird, dann schimmelt es irgendwann.

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