Der Fall Tanja Gräff: Uhr bringt keine Erkenntnisse – Zeugen werden erneut vernommen

4

Bildquelle: privat

TRIER. Nach den Untersuchungen am Roten Felsen und der Rekonstruktion der Spur „Schrei an der Kabinenbahn“ warten Polizei und Staatsanwaltschaft im Fall der Trierer Studentin Tanja Gräff noch auf die Ergebnisse der Gutachten des Rechtsmedizinischen Institutes der Universität Mainz und des Phonetischen Institutes der Universität Trier.

Zwischenzeitlich prüfen die Ermittler der „Soko FH neu“ weiterhin die mehr als 800 alten und auch einige neue Spuren und Hinweise.

Im Zentrum der Ermittlungen stehen die erneuten Vernehmungen von Zeugen. Deren damalige Aussagen und Erinnerungen werden nun im Lichte des Absturzortes von Tanja Gräff neu betrachtet und die Zeugen wiederholt befragt.

rote_felsen-tanja-graeff

Ein erster Untersuchungsbefund zu der Uhr der Studentin liegt zwischenzeitlich vor. Die Uhr wurde mit den sterblichen Überresten am Roten Felsen gefunden und einem Uhren-Gutachter zur Untersuchung eingereicht. Die Fahnder wollten wissen, ob die Uhr möglicherweise durch den Sturz beschädigt wurde und zum Sturzzeitpunkt stehen blieb.

Der Gutachter kommt jedoch zu dem Ergebnis, dass die Uhr zwar beschädigt wurde, das Uhrwerk an sich jedoch funktionsfähig blieb.

Aufgrund von Beschädigungen ist die Mechanik jedoch so beeinträchtigt, dass ein Rückschluss auf den Zustand der Uhr unmittelbar nach dem Absturz und somit dessen genauen Zeitpunkt aufgrund der Zeigerstellung unzulässig sei.

Die Untersuchungen zum Handy von Tanja Gräff gestalten sich laut Polizei hingegen weitaus schwieriger. Hiermit ist das Landeskriminalamt beauftragt.

Mit einem diesbezüglichen Ergebnis ist erst in einigen Wochen zu rechnen.

rosi_lokalo-de
Der neue Service bei lokalo.de:
Informationen, Fotos und Videos zu Ereignissen in der Region per Mail an rosi@lokalo.de.

lokalo.de-Leser berichten direkt von den Orten des Geschehens.
Brandaktuelle News aus erster Hand.

Jetzt lokalo liken und keine News verpassen!

4 KOMMENTARE

    • Gerne doch : Es lassen sich z.B. die Speicher auslesen, evt. ist Sie ja beim Selfie-Machen rückwärts abgestürzt, evt. waren Drohungen per SMS drauf, evt. kann man auslesen, wer sie wann angerufen hat.
      Alles Möglichkeiten. Und ein telefon und eine Speicherkarte, welche jahrelang der Witterung ausgessesen waren sind halt nicht einfach zu lesen. Da müssen Speziallisten dran, das kann auch schon mal dauern, wenn z.b. alles nass ist.

  1. beim selfie machen 2007 ? da war das mit den selfies noch nicht wirklich so im trend !

    naja und was den einsatz der spezialisiten angeht ?!? das ist für die nun nicht wirklich mehr arbeit …
    da gibt es schon auch vorrichtungen in reinräumen in die man (p)roms etc. reinhängen kann … entweder man kommt noch an die daten ran oder eben nicht. wenn man mal sieht wie gut die primasenser damals mit den wtc platten zurecht kamen …

    aber das übersteigt natürlich die fähigkeiten (und kosten) von lka und bka …

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.