Jetzt warnt auch die Polizei vor Romance Scamming

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Bildquelle: pixabay

REGION. In einer heutigen Pressemitteilung weist die Polizei auf die bekannte Betrugsmasche des Romance Scamming hin. Die Pressemeldung hier im Original:



Sie kontaktieren ihre Opfer in sozialen Netzwerken wie Facebook oder auf Online-Partnerbörsen – sogenannte Scammer. Unter „Romance Scamming“ versteht man Betrügereien, durch die mittels sexueller Handlungen Opfer erpresst und zur Zahlung hoher Summen gezwungen werden. Die Polizei warnt und rät, vorsichtig mit Daten umzugehen und keine sexuellen Handlungen an sich im Internet zu verbreiten.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Trier erstatteten Geschädigte in den letzten Wochen fünf Anzeigen zu diesem Phänomen. Die Täter kontaktieren die späteren Geschädigten über soziale Netzwerke und werden in der Folge von den Opfern als „Freunde“ akzeptiert und dadurch für den privaten Bereich des sozialen Netzwerkes freigeschaltet.

In Videochats lernt man sich schnell besser kennen. Die Täter animieren ihre Opfer mit geschickter Gesprächsführung dazu, im Videochat sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen. Was das Opfer nicht weiß – diese Handlungen werden vom Gegenüber aufgezeichnet. Die Täter erpressen die Geschädigten anschließend und wollen Geld. Ansonsten würde das Video an alle Freunde des Geschädigten verbreitet. Zugang zu den Freunden haben die Täter dadurch, dass das Opfer sie zuvor als „Freund“ im besagten sozialen Netzwerk akzeptiert hat.

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Viele Geschädigte zahlen aus Scham den geforderten Geldbetrag. Doch werden sie oft im Anschluss mit weiteren Zahlungsaufforderungen konfrontiert. Sicher sein, dass das Video nicht doch verbreitet wird, können sie nie.

Eine weitere Masche ist die, dass Täter über Online-Partnerbörsen ihren Opfern suggerieren, mit ihnen eine Beziehung haben zu wollen. Aus diversen Gründen müssen die neuen Partner vor einem Besuch in Deutschland nach Westafrika reisen. Während des Aufenthaltes in Afrika gibt es jedoch finanzielle Schwierigkeiten des vermeintlich neuen Partners. Die Opfer werden daraufhin gebeten, per Bargeldtransfer (z.B. Western Union oder MoneyGram) Geld nach Afrika zu senden. Oder sie werden gebeten, Kopien von Ausweisdokumenten zu senden, damit man in Afrika zum vereinfachten Geldtransfer ein gemeinsames Konto eröffnen kann. Von dem gesendeten Geld oder dem neuen Partner sieht das Opfer nichts mehr.

Die Täter verschleiern ihre IP-Adressen und Konten in Afrika. Möglichkeiten der Polizei, die Täter zu identifizieren, sind sehr gering.

Die Polizei geht wegen des hohen Schamgefühls von einer großen Dunkelziffer aus und warnt – gehen Sie sorgsam mit Ihren Daten im Internet um. Seien Sie generell vorsichtig bei Bargeldtransfer an Fremde. Lassen Sie sich nicht von Fremden zu intimen Handlungen animieren!

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