Polizei befragt erneut 50 Personen im Fall Tanja Gräff

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TRIER. Die „Sonderkommission FH neu“, die nach dem Auffinden der sterblichen Überreste von Tanja Gräff am 11. Mai gegründet wurde, arbeitet laut heutiger Mitteilung der Polizei intensiv an der Aufklärung des Falls. Unter anderem stehen Zeugenvernehmungen, Hinweisüberprüfungen und Aktenstudium auf der Agenda der 20 Beamtinnen und Beamten.



Nachdem die sterblichen Überreste der seit dem 7. Juni 2007 vermissten Studentin in einem unwegsamen Gelände in Trier-Pallien gefunden worden waren, hatte die Kriminaldirektion Trier die Sonderkommission eingesetzt.

Die Kriminalbeamtinnen und –beamten sind nun dabei rund 900 Spuren, die bisher zusammengetragen worden waren, im Hinblick auf die Erkenntnisse am Auffindeort erneut zu überprüfen.

Unter anderem haben die Beamten über 50 Personen erneut befragt, die damals oder heute in der Wohnanlage wohnten oder arbeiteten, hinter der die sterblichen Überreste gefunden worden waren. Unterstützt werden die Ermittler von Spezialisten des Landeskriminalamtes und von externen Gutachtern. Sie untersuchen derzeit auch die Bekleidungsreste und persönlichen Gegenstände, die am Fundort gesichert wurden.

„Aufgrund der Beschaffenheit dieser Asservate können die Untersuchungen noch einige Zeit in Anspruch nehmen,“ sagt Soko-Leiter Christian Soulier. Untersuchungsergebnisse liegen noch nicht vor.

Neben diesen Überprüfungen geht die Soko auch Hinweisen nach, die nach dem Auffinden der sterblichen Überreste der Trierer Studentin eingegangen sind.
Rund 40 Bürgerinnen und Bürger hatten sich seither bei den Ermittlern gemeldet.

„Die Hinweise beziehen sich teilweise auf bekannte Sachverhalte,“ sagt Soulier, „nichtsdestotrotz werden wir natürlich alle Angaben überprüfen.“

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2 KOMMENTARE

  1. In der Tat. Schlampig ist vor allem, dass die Verantwortlichen der Polizei immer auf der Aussage beharrten, Zitat: An der Uni ist sie nicht, da haben wir jeden Stein umgedreht. Richtig haette die Aussage lauten muessen: Wir haben alles abgesucht aber es gibt bestimmte Punkte da oben, die nicht so einfach zugänglich sind, und dann hätte man sich überlegen können, wie man die erfasst und gegebenenfalls absucht, z.B. Kamera runterlassen, sich mal bei Leuten wie einer Bergwacht oder Gebirgspolizei erkundigen, wie die vorgehen, wenn man Verschollene in bergigem Gelände sucht usw. , im Vergleich zu dem was z.B. die Absperrung von pallien und das Aufbrechen dortiger Wohnungen gekostet hat wäre der Aufwand gering gewesen und das war von Anfang an eher hilfloser Aktionismus weil in Pallien schreit immer jemand, die Chance dass das was brachte war von Anfang an gering. Wenn jemand in einer Höhle verschollen geht sagt man ja auch nicht, da hinten ist es zu dunkel deshalb hören wir hier mit dem Suchen auf.
    Und jetzt redet die Polizei sich auf die Unzugänglichkeit des Geländes raus als ob die Gegend auf dem Mond liegt und nicht nur einen Fussmarsch vom Stadtzentrum entfernt.

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