Einsatz für Deutschunterricht in Frankreich: Bernhard Kaster zu Gesprächen in Paris

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Trotz aller Proteste ist die umstrittene Reform der französischen Mittelschulen – den Collèges – durch die Veröffentlichung eines Dekretes diese Woche auf den Weg gebracht worden.



Für den Wahlkreisabgeordneten für Trier und Trier-Saarburg, Bernhard Kaster, ein schlechtes Signal für viele französische Jugendliche, denn durch die Reform würde insbesondere der Deutschunterricht in Frankreich leiden.

So soll die Wochenstundenzahl für die zweite Fremdsprache deutlich reduziert und die bilingualen Klassen sogar ganz abgeschafft werden. Dass die Reform auch in Frankreich kritisch gesehen wird, haben Bernhard Kaster seine französischen Abgeordnete-Kollegen aus den deutsch-französischen Grenzregionen bestätigt, denen der Parlamentarische Geschäftsführer seine Sorgen mit Blick auf die Reform mitgeteilt hatte.

Trotz des jetzigen Dekrets will Bernhard Kaster weiter versuchen, noch Verbesserungen zu erreichen und Anfang Juni gemeinsam mit dem Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages, Johannes Singhammer, politische Gespräche in Paris führen.

Ein Treffen mit der sozialistischen Bildungsministerin Najat Vallaud-Belkacem ist dabei ebenfalls angefragt.

BERLIN/TRIER. „Vor über 50 Jahren wurde im Élysée-Vertrag die Sprache des Nachbarn als wichtige Grundlage für eine tiefgreifende Freundschaft hervorgehoben“, betont der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Bernhard Kaster.

„Für mich war und ist dies ein eindeutiger Auftrag“, so Kaster. Durch die aktuelle Reform der französischen Mittelschulen – den Collèges – könnte besonders der Deutschunterricht in Frankreich leiden, da unter anderem die Wochenstundenzahl für die zweite Fremdsprache deutlich reduziert und die bilingualen Klassen sogar ganz abgeschafft werden sollen.

Daher hatte sich der Trierer Bundestagsabgeordnete mit einem Schreiben an 21 seiner Kollegen aus den deutsch-französischen Grenzregionen in der französischen Nationalversammlung gewandt und diese darum gebeten, sich für den Deutschunterricht in Frankreich einzusetzen.

„Ich habe sowohl von Sozialisten als auch von Abgeordneten der UMP – den französischen Konservativen – Zustimmung zu meinem Brief erhalten. Es freut mich daher sehr, dass ich nun auch vor Ort auf die Bedeutung des Deutschunterrichts für die Beziehungen zwischen unseren Ländern hinweisen kann“, führte Kaster aus.

Gemeinsam mit dem Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages, Johannes Singhammer (CSU), wird Kaster Anfang Juni in Paris Gespräche mit französischen Politikern führen. „Die Sprache des Nachbarn zu lernen, bietet jungen Menschen eine berufliche Perspektive“, betont Kaster.

Denn das Haupthindernis für die Aufnahme einer Beschäftigung oder eines Ausbildungsplatzes im jeweiligen Nachbarland seien fehlende Sprachkenntnisse. „In Paris werde ich deshalb die Bedeutung der Sprache des Nachbarn für einen gemeinsamen europäischen Arbeits- und Ausbildungsmarkt bekräftigen“, so Kaster.

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1 KOMMENTAR

  1. Ein typischer Kaster, sich wichtig machen bei etwas auf das er sowieso keinen Einfluss hat und dafuer wird er noch gewaehlt. Aber jeder Wahlkreis kriegt den Abgeordneten, den er verdient. Fehlt nur noch dass es dann am Ende des Artikels zum Besuch heisst: „Am Ende überreichte Herr Kaster dem Präsidenten der französischen Republik eine Schachtel Büroklammern in den Deutschlandfarben.“ Aber mit den Bezuegen die er verdient kann er schon ein properes Leben führen und ein Ausflug nach Paris auf Kosten des Steuerzahlers ist auch nicht zu verachten.

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