Prozess wegen räuberischer Erpressung muss neu aufgerollt werden

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TRIER. Ein Verfahren gegen fünf polnische Bauarbeiter, die im Dezember 2012 wegen erpresserischen Menschenraubes zu Haftstrafen von bis zu drei Jahren verurteilt worden waren, wurde ab heute vor dem Landgericht Trier neu aufgerollt.



Die fünf Männer arbeiteten als Subunternehmer bei einem Bauunternehmer in Kröv im Landkreis Bernkastel-Wittlich, der sie auf Großbaustellen im Rhein-Main Gebiet eingesetzt hatte. Allerdings zahlte der Auftraggeber monatelang keine Löhne an die Arbeiter aus. In ihrer Verzweiflung wussten sich die geprellten keinen anderen Rat, als mit einer Schreckschusspistole bewaffnet zu ihrem Auftraggeber zu gehen und das ihnen zustehende Geld einzufordern.

Das Landgericht Trier hatte das Quintett für diese Tat mit Haftstrafen von bis zu drei Jahren belegt. Gegen die Urteile waren die Polen vor dem Bundesgerichtshof (BGH) in Revision ein und hatten mit ihren Anträgen Glück. Die höchsten Richter des Landes hoben die Urteile auf und verfügten, dass der Prozess vor einer anderen Kammer des Landgerichtes neu aufgerollt werden muss.

In der Begründung heißt es, dass die Männer sich nicht am Vermögen des Bauunternehmers haben bereichern wollen. Vielmehr hätte sie etwas gefordert, was ihnen zustand. Deshalb müsse über das Strafmaß neu verhandelt werden.

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