Neue TBB auf Kurs ProA – Entscheidung über Lizenzvergabe fällt Ende des Monats

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Warten auf Profi-Basketball in Trier.

TRIER. Die Weichen für die Zukunft des Trierer Profibasketballs sind gestellt. Eine neue Gesellschaft, die Trierer Ballsportbewegung, will den Spielbetrieb übernehmen und mit einem neuen strukturellen Konzept in der ProA starten. Ein entsprechender Lizenzantrag wurde fristgerecht eingereicht.


Grundvoraussetzung für die Erteilung der Spielberechtigung ist jedoch, dass das Teilnahmerecht auf den neuen wirtschaftlichen Träger übertragen wird. Die Entscheidung darüber fällt in der Mitgliederversammlung der ProA-Ligisten Ende Mai. Aktuell sind 15 der nominell 16 Plätze in der zweiten Bundesliga vergeben, eine einfache Mehrheit reicht bei der Abstimmung aus.

„Wir sind fest davon überzeugt, dass wir mit unserer hervorragenden Infrastruktur, dem Zuschauerpotenzial in der Arena Trier, unserer Tradition, unseren leidenschaftlichen Fans und natürlich auch den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen punkten können“, zeigt sich Ronny Höpfner optimistisch, der kommissarisch die Geschäftsführung übernommen hat, sich jedoch aus beruflichen Gründen künftig weiterhin ehrenamtlich für den Nachwuchs engagieren wird.

Knapp acht Wochen nach dem Insolvenzantrag der Treveri Basketball AG und 21 Tage, nachdem der sportliche Abstieg aus der Beko Basketball Bundesliga endgültig besiegelt war, stehen die Zeichen also gut, dass es auch weiterhin Profibasketball in Trier geben wird. Für dieses Ziel arbeiten alle Verantwortlichen quasi rund um die Uhr – gemeinsam mit dem Büro des Insolvenzverwalters Thomas B. Schmidt stehen sie in permanenter Kommunikation mit der Liga, um die weiteren Fragen und Details der Spielrechtsübertragung abzustimmen.

„Wir hatten sehr konstruktive Gespräche und sehen ebenfalls eine gute Zukunftsperspektive für den Basketballstandort Trier,“ bestätigt Guido Joswig, der Sprecher der Insolvenzverwalters, der die weiteren Schritte im Bezug auf die Treveri Basketball AG erläutert. „Wir haben in den letzten Tagen die Gläubiger angeschrieben und sie aufgefordert uns ihre Forderungen schriftlich bis Ende Juni einzureichen.

Anschließend wird es im August eine Gläubigerversammlung geben, auf der die weitere Abwicklung besprochen wird, eine Sanierung der AG ist nach aktuellem Stand ausgeschlossen.“ Der Grundstein für einen strukturellen Neustart der TBB Trier ist gelegt, an deren Spitze eine neue Führungskraft stehen wird. „Wichtig waren uns bei der Auswahl vor allem Kernkompetenzen im Sportmanagement, insbesondere im wirtschaftlichen Bereich. Ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten Tagen eine Einigung mit unserem Wunschkandidaten erzielen werden“, erläutert Ronny Höpfner, der seit Jahren in einer Bank in Luxemburg arbeitet.

Das neue Konzept und die Personalstruktur sollen demnächst bekanntgegeben werden. Wichtig für die Zukunftssicherung sind natürlich jetzt auch zahlreiche weitere anstehende Gespräche mit Sponsoren und Unterstützern: „Wir sind auf einem guten Weg und überzeugt davon, dass wir mit unserem zukunftsfähigen Konzept eine positive Aufbruchsstimmung erzeugen werden, der Schwebezustand der letzten Wochen nähert sich dem Ende, es gibt jetzt nur noch eine Devise: volles Engagement in Richtung ProA.“ red/wir rosi_lokalo-de Der neue Service bei lokalo.de: Informationen, Fotos und Videos zu Ereignissen in der Region per Mail an rosi@lokalo.de. lokalo.de-Leser berichten direkt von den Orten des Geschehens. Brandaktuelle News aus erster Hand.

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7 KOMMENTARE

  1. Drei Buchstaben TBB, damit hat man sehr viele Möglichkeiten immer wieder sich umzutaufen und wieder und wieder einen neuen Verein zu gründen. Der ruhmreichste Verein der ganzen Region ist Eintracht Trier und die sind 110 Jahre alt. Dann das ganze Gezeedere wo spielt man und Wildcards und und und. Das ganze Verarschesystem Basketball ist einfach kein fairer Sport mit verdientem Auf – und Abstieg sondern eine reine Willkür. Im Fussball bekommt man seine gerechte Strafe bis in die niederste Amateurliga. Im Basketball geht es Beziehungen, Ökonomie und sonst nichts. Das ist das reinste Affentheater. Ich wünsche der TBB gar nichts denn ich kann dieser Randsportart für irgendwelche Freaks nichts abgewinnen.

    • Zugegeben die Ligaorganisation ist verbesserungswürdig – da kann die TBB jetzt aber nix für. Die Eintracht kann ja auch nix für den Blatter….
      Letztendlich ist der Ansatz beim Basketball ähnlich wie beim Eishockey stark am amerikanischen System mit dem Closed Shop System orientiert. Dass das für den ein oder anderen dessen Horizont nicht über Fußball hinausgeht schwer nachzuvollziehen ist, liegt wohl in der Sache.
      Es wird aber nicht erkannt, dass Tradition im Fußball heutzutage auch keine Titel mehr gewinnt sondern dass es die wirtschaftlich gut arbeitende Vereine sind die oben spielen und somit auch eine elitäre Gruppe bilden in die man sich nur noch reinlaufen kann.
      Ob die Eintracht jetzt trotz 110 Jahren Tradition irgendeine Rolle spielt sei mal dahingestellt. Die Pokalerfolge Mitte der 90er und Rudi Thömmes sind doch das einzige was es noch irgendwie bis hinter Mehring schafft.
      Und bzgl. Freaks da sollte man sich mal in der Kurve im Moselstadion umschauen ob man nicht im Glashaus sitzt… 😉

  2. Liebe lokalo-Redaktion,
    vielleicht könnt ihr bei Artikeln über die TBB standardmäßig bereits die Kommentare von Sandra B. und Metropolit einfügen, dann müssen die sich nicht jedes Mal die Mühe machen, ihre schon 5000mal wiederholte Leier jedes Mal aufs Neue hier einzutippen…

    • Oooooooooh, das tut mir abba Leid, fühlt sich doch jemand auf den Schlips getreten. Die TBB welche TBB?
      Die ganz alte oder die letzte, die nächste oder die übernächste TBB. Einfach nur Schande!!!

    • @paule: ihr tbbler samt eures Vorstandes, seit so schlecht, dass ihr noch nicht einmal in der Lage seit einen richtigen Konkurs zu machen! Wenn man wie im Basketball nie sanktioniert wird ist es schon sehr dämlich nicht einen Etat zusammen zu stellen, der mindestens ein erreichen des Halbfinales garantiert! Ob ihr 500000eu oder 3 Mio schulden macht, ist doch ziemlich egal, oder währt ihr dann nicht in die Pro A.abgestiegen?

  3. In allen Sportarten, in denen Bayern München spielt, ist die Fairness verloren gegangen. Zuallererst im Fußball, wie man in der aktuellen Ausgabe der Zeit lesen kann: http://www.zeit.de/sport/2015-05/hsv-bundesliga-bayern-muenchen-wettbewerbsverzerrung).
    Weiterhin muß gesagt werden, daß diese „Mauschelei“ freilich auch im Fußball genutzt werden würde. Der Unterschied besteht darin, daß im Basketball eine so große Diskrepanz zwischen 1.BL und 2.BL besteht, daß für viele Vereine ein Abstieg in die Zweitklassigkeit das Aus oder zumindest ein langes Abtauchen ins Nichts bedeutet. Beim Fußball ist es anders, hier wird ja sogar 3 und 4.Liga Gekicke von den Medien hofiert. Wer da in die 2.Liga absteigt hat kaum Schaden.

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