Kein Platz für Homo- und Transphobie

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TRIER. Unter dem Motto „Liebe ist Liebe“ findet am 17. Mai der internationale Tag gegen Homo- und Transphobie (IDAHOT) statt. An diesem Tag gehen Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle (LGBT) auf die Straße, um für ihre Rechte und gegen Diskriminierungen zu demonstrieren. Mit dem Motto wollen die Veranstalter darauf aufmerksam machen, dass Liebe zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren die Gleiche ist, wie zwischen heterosexuellen Menschen.


Auch in Deutschland ist Homophobie leider noch immer ein großes Problem. Nach einer Studie über LGBT in der EU aus dem Jahr 2013 haben 45% der Homosexuellen in Deutschland in den letzten 12 Monaten Diskriminierungserfahrungen gemacht. Gewalttätige Angriffe auf Menschen, die anders lieben, sind auch hier noch immer häufig. Laut der Untersuchung „Rainbow Europe 2015“, zur Umsetzung der Rechte von LGBT Menschen, fällt Deutschland im europäischen Vergleich weiter zurück. Die für die Studie federführende Organisation ILGA-Europe kritisierte das bestehende Ehe-Verbot für Schwule und Lesben. Auch die homophoben Demonstrationen gegen die Lehrpläne zur geschlechtlichen Vielfalt in Baden-Württemberg wurden mit Sorge betrachtet.

Dazu Katrin Werner, Mitglied der Linksfraktion im Bundestag: „Die deutsche Regierung steht in der Verantwortung wirksame Maßnahmen gegen menschenfeindliche Einstellung wie Homo- und Transphobie zu entwickeln. Die rechtliche Gleichstellung von Schwulen, Lesben und Transgendern muss endlich umgesetzt werden. Die Linken im Bundestag treten dafür ein, dass Menschenrechte für alle Menschen gelten müssen – unabhängig ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Identität. Gleichzeitig brauchen wir eine gezielte gesellschaftliche Aufklärung, die die Vorurteile gegenüber LGBT in den Köpfen der Menschen aufbricht. Niemand sollte aufgrund seiner geschlechtlichen oder sexuellen Identität diskriminiert werden oder in Angst leben müssen.“

Am 17.05. startet um 15 Uhr an der Porta Nigra in Trier ein von QueerNet Rheinland-Pfalz und SCHMIT-Z Trier organisierter Flashmob gegen Homo- und Transphobie. Rainbow Europe 2015: http://www.ilga-europe.org/resources/rainbow-europe/2015; IDAHOT 2015 Trier: http://www.schmit-z.de/termine/idahot-2015

11 KOMMENTARE

  1. Wer „Homophobie“ bekämpfen will, sollte die Islamisierung unseres Landes stoppen. Interessanterweise verunglimpfen linke Politiker Islamkritiker ständig als „Nazis“, obwohl diese den Islam gerade auch wegen dessen Juden- und Homosexuellenfeindlichkeit kritisieren. Es ist schon ein Paradoxon, daß Linke eine Ideologie unterstützen – und der Islam ist auch eine Ideologie -, die Frauen unterdrückt und Homosexuelle, Juden und Ungläubige verfolgt. Und nein, das ist kein „Vorurteil“, sondern bei einem Blick in muslimisch geprägte Länder leicht nachzuweisen! Auch in den muslimischen „Communities“ (= Politikersprech für Parallelgesellschaft) in Deutschland sind Homosexuellen- und Judenfeindlichkeit verbreitet.

  2. Heute bekommt man eingepläut, dass Randgruppen zu akzeptieren sind und es wird keine Gegenmeinung der ach so toleranten geduldet. Das widerspricht sich. Und ich bleibe auch als Atheist bei meiner Meinung dass ich in meinem Umfeld keine Homos dulde, aus basta.

      • Da wäre ich auch mal gespannt und kann nur hoffen, dass derartige Abneigungen auch entsprechend behandelt werden… Ich hatte einmal einen homosexuellen Vertriebsleiter in der Firma, der mit Abstand der beste und verantwortungsvollste war. Wenigstens leben und leben lassen, wenn man damit nichts weiter anfangen kann…

  3. Toleranz gehört auch in die Randgruppen – das ist tatsächlich etwas, was Einige vergessen. Leider! Aber letztendlich sind wir alle nur Menschen, manche sind sich ihrer Neigungen selbst nicht einmal bewusst und/oder verdrängen sie. Wir sollten niemanden dafür verurteilen, solange es keine Menschen Schaden zufügt oder mit einem Schaden in Verbindung gebracht werden kann.
    Wie dem auch sei – ob nun auf Religion bezogen oder die persönlichen Neigungen – darf sich niemand herausnehmen, die der anderen zu verurteilen oder als falsch zu bezeichnen. Wir sind alle Menschen – daran sollten wir uns halten.

  4. mir wurde vor etlichen Jahren mal der Zutritt zur einer Schwulen- und Lesbenparty verweigert ……
    seltsam , seltsam …….. es gäbe doch genug Heteropartys !!!!!

    • Mit welcher Begründung das denn? So ohne Weiteres dürfte das doch kaum der Fall gewesen sein. Ich bin selbst hetero und habe spontan Freunde auf einer Party im Schmitz besucht – da habe ich nie Probleme gehabt…

      • das war voooor laaaanger Zeit , da war von Schmitz noch gar nicht die Rede………bin wohl nicht in´s Beuteschema gefallen da ich ne äußerst attraktive Begleiterin hatte ……..

  5. Man kann nur tolerant gegen etwas sein, das man verabscheut. Ansonsten handelt es sich um Zustimmung, und das ist etwas ganz anderes als Toleranz.

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