Wittlicher Freie Demokraten stellen Kandidaten für die Landtagswahl auf

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Kreisvorsitzender Dr. Dirk Richter (links) zusammen mit Arno Weber, Uwe Koll und Anke Roth-Simon.

LIESER. Die Freien Demokraten im Landtagswahlkreis 22 (Wittlich) hatten die Wahl unter zwei Bewerbern. Landwirtschaftsmeister Arno Weber (52) aus Arenrath setzte sich in geheimer Abstimmung gegen Uwe Koll aus Wittlich durch.

Der Wahl voraus ging die persönliche Vorstellung der Kandidaten. Hier wusste Arno Weber mit einem furiosen Bekenntnis zum Liberalismus zu überzeugen. Weber zeichnet ein ausgesprochen farbiges und lebendiges Redetalent aus; sympathisch kann er mit seinen Argumenten seine Zuhörer begeistern. Kein Wunder, dass er mit großem Vorsprung zum Direktkandidaten für den Wahlkreis 22 (Stadt Wittlich, VGde Wittlich-Land/Manderscheid und Vgde Traben-Trarbach/Kröv-Bausendorf) gewählt worden ist. Der unterlegene Kandidat Uwe Koll, dem besonders die Innere Sicherheit und die Wirtschaftsförderung am Herzen liegen, wurde in einem weiteren Wahlgang zum Stellvertreter gewählt.

Ebenfalls aus der Eifel stammt Marco Weber, 40 Jahre, Landwirt aus Lissendorf, Vulkaneifelkreis und dort Vorsitzender des Kreis – Bauernverbands sowie der FDP-Kreistagsfraktion. Marco Weber gilt als aussichtsreicher Kandidat für einen der vorderen Listenplätze der FDP-Landesliste. In seiner Vorstellung lobt Marco Weber die vorbildliche interne Arbeitsstruktur im FDP-Bezirksverband. Dadurch konnte sich die Partei nach der schwierigen Zeit des Verlustes der parlamentarischen Präsenz im Land und im Bund wieder neu aufstellen.


Marco Weber kritisierte weniger den Mindestlohn an sich, sondern die bürokratischen Begleitumstände des durch die große Koalition eingeführten Mindestlohns sowie die Tatsache, dass von den ursprünglich von der CDU in Aussicht gestellten Sonderregelungen für Saisonarbeiter so gut wie nichts ins Gesetz hineingeschrieben worden ist. Insbesondere der personalintensive Steillagenweinbau sowie Obst- und Gemüsebauern leiden erheblich unter den Folgen. Das wird auch Auswirkungen auf das Bild der Steillagenlandschaft an der Mosel und am Mittelrhein haben.

Die Freien Demokraten arbeiten mit Hochdruck daran, wieder den Einzug in den rheinland- pfälzischen Landtag im kommenden Jahr zu schaffen. Die Kreismitgliederversammlung wählte Frank Klein, Uwe Koll, Willi Müllers, Karl-Rudolf Pfeiffer, Dr. Dirk Richter, Anke Roth-Simon und Marvin Stablo zu Vertretern des Kreisverbands Bernkastel-Wittlich für den Wahlparteitag am 18. Juli in Mainz.

Kreisvorsitzender Dirk Richter ist von der Rückkehr der Liberalen in den Landtag überzeugt: „Mit Volker Wissing schickt die FDP einen ausgewiesenen Finanzexperten als Spitzenkandidaten ins Rennen um die Gunst der Wähler. Dr. Wissing besteht den Wettbewerb mit jedem anderen Bewerber der konkurrierenden Landtagsparteien. Wir alle wissen, dass hier die größte Baustelle der Landespolitik nach Jahren verfehlter Wirtschafts- und Finanzpolitik der derzeitigen Landesregierung liegt.“

Die stellvertretende Kreisvorsitzende Anke Roth – Simon nahm sich die Bildungspolitik der regierenden Koalition vor. „Integrierte Gemeinschaftsschulen machen da Sinn, wo der ländliche Raum das dreigliedrige System nicht ermögliche. Die Landesregierung bevorzuge diese Schulform jedoch zu Lasten der Regelschulen bei den Lehrerzuweisungen wie auch den Klassengrößen“, so Roth-Simon.“ Wir Freien Demokraten stehen dazu, dass es die gezielte Förderung der Kinder in den unterschiedlichen Schultypen geben müsse.“ Besonders stolz mache sie, dass der auf Bezirksebene erarbeitete Bildungs- Antrag „Chancen für eine bessere Bildung“ auf dem Landesparteitag im April fast ohne Änderung beschlossen worden sei. Somit flössen wesentliche Inhalte regionaler Partei- Arbeit in die Programmatik auf Landesebene ein.

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