Frauenhandball-Bundesliga: Miezen mit einem Bein in der 2. Liga

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Auch neun Treffer von Maxime Struijs (blaues Trikot) konnten die Niederlage in Bad Wildungen nicht verhindern.

Bildquelle: TriSign

BAD WILDUNGEN. Frauenhandball-Bundesligist DJK/MJC Trier hat das vorentscheidende Spiel gegen den Abstieg vor 790 Zuschauern bei der HSG Bad Wildungen mit 29:32 (und) verloren. Die Miezen verbleiben weiter auf dem vorletzten Tabellenplatz. Das zuvor punktgleiche Frischauf Göppingen gewann mit 25:22 bei den Vulkanladies Koblenz/Weibern, die damit weiterhin Schlusslicht der Liga sind. Der vierte noch gefährdete Verein, die ebenfalls mit Trier punktgleiche SVG Celle, spielt erst am Sonntag.

Trier ist nun auf die Schützenhilfe anderer angewiesen. Fest steht: verlieren die Miezen auch das letzte Spiel am kommenden Samstag in Leverkusen, ist der Abstieg auch dann besiegelt, wenn Celle ebenfalls nicht mehr punktet, da der Konkurrent über das weitaus bessere Torverhältnis verfügt.


Trotz der Niederlage lobte Vorstand Jürgen Brech die Mannschaft: „Das Team hat hier von der ersten Minute an eine großartige kämpferische Leistung abgeliefert.“ Es gab natürlich Gründe dafür, dass es nicht zum Sieg reichte. Da war zum einen die Rumänin Nicoleta Laura Vasilescu, die während der gesamten Partie nicht kontrolliert werden konnte. Die führende Torjägerin der Bundesliga (216 Tore) traf 15 Mal, davon elf Mal aus dem Feld. Da halfen selbst zwölf Einschläge von Katrin Schneider und neun von Maxime Struijs nicht.

Nicht einverstanden war Brech mit der Leistung der Schiedsrichter. Die Gebrüder Oliver und Philipp Frankholz aus dem DHB-Nachwuchskader verhängten insgesamt acht Zwei-Minuten-Strafen gegen die Moselanerinnen. Als Wendepunkt im Spiel sah „Joga“ die Phase zwischen der 52. und 56. Minute an. Nach 51 Minuten führten die Gäste mit 27:25 – der ersehnte Auswärtssieg war greifbar nahe. „Dann haben wir zwei Zwei-Minuten-Strafen bekommen, die es nie und nimmer geben darf“, war Brech noch Stunden nach dem Spiel sauer, denn „beide Spielerinnen waren nicht einmal im Ansatz in irgendeine unfaire Situation verwickelt.“ Zunächst traf es Judith Derbach, wenige Sekunden darauf Silvia Solic. Mit nur noch vier Feldspielerinnen gegen die komplette Besetzung der HSG wurde aus der Führung ein 27:29-Rückstand. Brech: „Das war der entscheidende mentale Knacks.“

Bis dahin hatten die Miezen immer im Plan gelegen. Der höchste Rückstand betrug drei Tore (6:9/17. und 12:15/27.), der bis zur Halbzeit aber auf 14:15 eingedampft wurde. Nach der Halbzeitpause wechselte die Führung zunächst mehrfach, ehe Maxime Struijs ihr Team nach 46 Minuten erstmals mit zwei Treffern nach vorne brachte. Diese Führung hielt bis zur Doppelbestrafung.

HSG Bad Wildungen – DJK/MJC Trier 32:29 (15:14)

DJK/MJC Trier: Verena Flöck, Jessica Kockler – Hannah Sattler (0), Esther Mohr (0), Katrin Schneider (12/5), Lindsey Houben (0), Mégane Vallet (1), Jana Kordel (0), Andrea Czanik (1), Judith Derbach (2), Maxime Struijs (9), Silvia Solic (0), Franziska Garcia-Almendaris (4)

Beste Werferinnen für Celle waren Nicoleta Laura Vasilescu (15 Tore), Sarah van Gulik (6) und Petra Nagy (5)

Schiedsrichter: Oliver Frankholz/Philipp Frankholz – Zuschauer: 790

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