Frauenhandball-Bundesliga: Miezen mit dem Rücken zur Wand

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TRIER. Zwei Saisonspiele vor Schluss steht Frauenhandball-Bundesligist DJK/MJC Trier auf einem Abstiegsplatz. Zweimal müssen die Miezen noch auswärts antreten – zunächst bei der HSG Bad Wildungen und am letzten Spieltag bei Bayer Leverkusen. Klar ist, dass noch Punkte her müssen. Und die sind von der Papierform her eher in Bad Wildungen zu holen als in Leverkusen.

„Wir wollen gewinnen“, sagt Miezen-Vorstand Jürgen Brech, „und ich bin davon überzeugt, dass wir auch die Chance haben, das zu tun.“ Nicht umsonst hatte Trainerin Cristina Cabeza bei der hohen Niederlage gegen Buxtehude das Risiko minimiert, Franziska Garcia Almendaris gar nicht und und Katrin Schneider und Judith Derbach nur sehr dosiert eingesetzt. Der Grund liegt auf der Hand: nur keine weitere Verletzung riskieren. Gerade Schneider und Garcia, die praktisch schon die gesamte Saison mehr oder weniger lädiert antreten, sollten soweit wie möglich geschont werden.

„Gegen Buxtehude hätten wir auch in Bestbesetzung verloren, nur das Resultat hätte vielleicht etwas freundlicher ausgesehen“, sagt Brech, der auch um Verständnis für diese Personalmaßnahme wirbt: „Man hätte uns doch für bescheuert erklärt, wenn sich eine dieser Spielerinnen in diesem Spiel verletzt hätte.“ Definitiv fehlen wird den Miezen Celine Michielsen, die eine Kapselverletzung am Daumen hat und die Saison bereits beenden musste.

Die große Unbekannte im Duell mit Bad Wildungen ist Tessa Bremmer, besser bekannt unter ihrem Mädchennamen Cocx, die Spielertrainerin der Gastgeberinnen. In der Saison 2010/11 spielte sie für die MJC, wechselte dann nach Wildungen. Im Hinspiel, das Trier mit 30:29 gewann, pausierte die Kreisläuferin noch – da sie im November 2014 ihr erstes Kind zur Welt gebracht hatte. In den letzten Wochen spielte die Torjägerin aber wieder. „Sie verändert das ganze Spiel“, sagt Brech, „sie war ja nicht von ungefähr Bundesliga-Torschützenkönigin.“

Ob „Tessi“ nun spielt oder nicht – für die HSG geht es nur noch um die Ehre, für die Miezen dagegen schon fast um alles oder nichts. Wieviel ein Sieg in Bad Wildungen wert ist, hängt indes auch von den Resultaten der Konkurrenz ab, denn davon ist Trier inzwischen auch abhängig.

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