FSV Salmrohr: Nach der Regeneration ist vor Neunkirchen

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Mannschaftsfoto Borussia Neunkirchen 2014/2015Foto Quelle: Burgardt/Welter borussia-online.de

SALMROHR. Viele Spiele mit einem kleinen Kader in relativ kurzer Zeit gehen an die Substanz. Diese Erfahrung macht Fußball-Oberligist FSV Salmrohr schon seit einigen Wochen. Um den Spielern eine kurze Phase des Atemholens zu ermöglichen, war am Tag nach dem 1:0-Pokaltriumph über die TuS Koblenz nur Regenerationstraining angesagt. Anders gesagt: Die Müdigkeit aus den Muskeln laufen. Am Tag der Arbeit hatte Trainer Paul Linz seinen Pokalhelden Freizeit verordnet.

So ausgeruht wie möglich sollen seine Schützlinge in das Oberliga-Duell mit Borussia Neunkirchen (Samstag, 15.30 Uhr, Salmtalstadion) gehen. Auch wenn der FSV in der Meisterschaft jenseits von Gut und Böse steht und der Fokus jetzt deutlich auf dem Pokalfinale liegt, „will man ja doch gewinnen, wenn man auf den Platz geht“, sagt Linz. Dabei geht ihm zunehmend das Personal aus. Der Plan, der schon länger existiert, den am meisten beanspruchten Akteuren Verschnaufpausen zu gönnen, ist kaum umzusetzen. „Ich muss ja dafür sorgen, dass wir zumindest eine komplette Mannschaft stellen können“, sagt Linz, der aktuell in Salmrohr so viele Verletzte beklagt, „wie in meiner gesamten Trainerlaufbahn zusammengenommen.“ Vor allem Muskelverletzungen – er selbst eingeschlossen.


Bei der Ursachenforschung hat man jeden Stein umgedreht. „Wir haben jetzt mal das Mineralwasser gewechselt. Vielleicht ist die andere Zusammensetzung ja hilfreich.“ An der sportlichen Aufgabenstellung ließ und läßt sich ja nichts ändern. Viele Englische Wochen verbunden mit fünf, sechs Spitzenspielen in Serie und der Konstellation, noch die Relegation zur Regionalliga zu erreichen, haben den Kader, der nur aus lupenreinen Amateuren besteht, an die Grenze der Belastbarkeit geführt – und darüber.

In den letzten vier Spielen der Liga-Saison gilt es nun, einerseits dafür zu sorgen, dass die Spieler ihre volle Leistungsfähigkeit wieder erlangen, andererseits aber auch die Konzentration hochzuhalten und fleißig zu punkten, um das Vertrauen in die eigene Stärke nicht zu verlieren. Linz plant, gegen die Borussen Daniel Braun und Fabian Helbig prophylaktisch zu schonen. Ob vielleicht auch noch Sebastian Ting, der im Pokal einen Schlag auf die Wade bekam und Julian Bidon, der nach wochenlanger Verletzungspause noch Trainingsrückstand aufweist, dazukommen, war am Freitag noch offen.

Deshalb lautet die Zielsetzung auch gegen Borussia Neunkirchen, drei Punkte auf das Konto zu packen. Linz selbst und Julian Bidon kickten vor ihrem Dienstantritt bei den Salmtalern für die Saarländer. Ein besonderes Spiel ist es für den FSV-Coach dennoch nicht, denn „ich glaube, außer Tim Cullmann kenne ich dort niemand mehr.“ Die Borussen, die am 2. April den Gang zum Amtsrichter angetreten haben, um Insolvenz anzumelden, schrieben vor Wochenfrist mit einem 4:0-Sieg über den starken Aufsteiger TSV Schott Mainz Schlagzeilen.

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