André Benoit feiert ersten Profisieg

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Der knapp zwei km lange Rundkurs in Trierweiler-Sirzenich erfordert auch Kletterqualitäten.

TRIERWEILER-SIRZENICH. Das 25. Internationale SWT Radsportfestival im Industriegebiet Trierweiler-Sirzenich wurde zu einem frühen Saisonhöhepunkt. Die Wettbewerbe auf der 1900 m langen Berg- und Talbahn wurden durch einen scharfen Nordost-Wind zusätzlich erschwert. Einheimische Fahrer hatten es im hochklassigen Teilnehmerfeld schwer.

Eine Ausnahme bildeten die Akteure aus der Talentschmiede des Veranstalters RV Schwalbe Trier. Die Besten von ihnen haben inzwischen den Sprung in Continental-Teams geschafft. Aus ihren Reihen kommt auch der Sieger des Hauptrennens, André Benoit, dem bei seinem Heimrennen der ersten Profi-Erfolg gelang.


Beim Hauptrennen über 66,5 km lieferten sich die beiden Continental-Teams Kuota Lotto und Differdingen-Losch von Beginn an einen Schlagabtausch. Nach der Hälfte der Distanz gelang es André Benoit, seinem Teamkollegen Christopher Hatz und dem Überraschungsmann Oliver Scholer (RSC Wincheringen)aus dem Feld zu springen. Scholer kommt wie Benoit auch aus dem Nachwuchsteam der Schwalben. Das Trier arbeitete perfekt zusammen und setzte sich über eine Minute vom Hauptfeld ab.

Im Peloton versuchten die Stars von Differdingen-Losch, der Schwede Bo Hakan Nilssen und der Litauer Janis Dakteris alles, um das Loch wieder zuzufahren, die geschickte Taktik des Kuota Lotto Teams ließ aber keine geregelte Nachführarbeit zu. In der Finalrunde gelang es Benoit sich von der Spitzengruppe zu lösen und das Rennen in einer Solofahrt als Sieger zu beenden. Im Zielspurt setzte sich sein Teamkollege Christopher Hatz gegen Oliver Scholer durch.

Die Schwalbe Elitefahrer Yannik Schabio und Elmar Hantzsch belegten die respektablen Plätze 17 und 27.

Beim separat ausgetragenen C-Klasse Rennen waren 64 Fahrer am Start. Hier ging es nach zahlreichen Ausreißversuchen im geschlossenen Fahrerfeld ins Finale. Im Sprint siegte Peter Achilles (Radclub Pfälzerwald) vor Joshua Asel (RV Kerzenheim) und Dominik Becker (Team Erdinger Alkoholfrei).
Die Schwalbe Elitefahrer der C-Klasse, Michael Brähmer, Martin Krist, Marcua Willmes, Fabian Muth, Jan Schlimm und Alexander Rausch kamen im geschlossenen Fahrerfeld ins Ziel, Marcel Brech schied mit Defekt am Rennrad aus.

In der Jugendklasse U 17 konnten sich Lennart Jung als Vierter, Wilson Thomas als Sechster, Nils Schwarz (9.), Max Fischer (10./alle Schwalbe Trier) und Andre Neumann (RSC Stahlross Wittlich/20.) platzieren. Schwalbefahrer David Hilgenfeld belegte im sehr schnellen Rennen der Junioren einen guten 19. Platz.

Einzigster „echter Sieger“ des Veranstalters war U-11-Fahrer Jonas Gilg, der vor Liam Kranz (UFB Polch) und seinem Vereinskollegen Fynn Wilson gewann. Schwalbe-Chef Günter Steffgen war mit dem Renntag und auch der
Anzahl von 250 Startern zufrieden, hatte aber auch Kritik anzumelden. „Es gab eine identische Rennveranstaltung im Kölner Raum, die uns fast alle Teilnehmer aus NRW gekostet hat. Zusätzlich wurde relativ kurzfristig in der Region ein MTB-Rennen angesetzt. Für uns gibt es einen Terminkalender, den wir etliche Monate vor unseren Veranstaltungen über den BDR
veröffentlichen und uns im Zweifel auch mit anderen Veranstaltern besprechen und einigen. Na ja. Ansonsten war es top.“

Großes Lob gab es für die Helfer: „Wir kommen bei diesem Rennen seit Jahren
mit ca. 40 Helfern aus – es sind fast immer dieselben. Das hat auch den Vorteil dass alle Stresssituationen im Vorfeld der Veranstaltung schon bekannt sind und keine ernsthaften Probleme bleiben.“
Matthias Daleiden, Bürgermeister der Gemeinde Trierweiler und Schirmherr der Veranstaltung: „Was dieser Verein und die Rennfahrer hier leisten, ist aller Ehren wert. Ich wurde bestens unterhalten.“

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