1,5 Millionen Förderdarlehen für bezahlbaren Wohnraum gehen nach Trier

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Finanzministerin Doris Ahnen, Tugba Bayindir, Oberbürgermeister Wolfram Leibe, Emrah Bayindir, Ulrich Dexheimer (ISB) (von links)

Trier. Mit einem ISB-Darlehen in Höhe von rund 1,5 Million Euro fördert das Land Rheinland-Pfalz über die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) den Neubau von zwei Häusern mit jeweils neun Wohnungen in der Wallenbachstraße in Trier. Finanzministerin Doris Ahnen überreichte gemeinsam mit Ulrich Dexheimer, Sprecher des Vorstandes der ISB, die Förderzusage an Emrah Bayindir.

„Mit der Förderung dieses Projektes tragen wir dazu bei, dass hier nicht nur bezahlbarer, sondern auch barrierefreier Wohnraum für Haushalte mit geringem Einkommen geschaffen wird. Besonders erfreulich ist, dass hier alle 18 Wohnungen nicht nur barrierefrei, sondern sogar schwerbehindertengerecht gestaltet werden. So wird ein wichtiger Beitrag zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums geleistet, der auch den Erfordernissen des demografischen Wandels gerecht wird“, sagte Ahnen.

Steigende Preise erzeugen Verdrängungswettbewerb

Wolfram Leibe, Oberbürgermeister der Stadt Trier, begrüßte den Neubau der beiden Mehrfamilienhäuser: „Der Trierer Wohnungsmarkt steht insgesamt vor großen Herausforderungen: Die Stadt gehört zu den wenigen Oberzentren in Rheinland-Pfalz, die trotz des demografischen Wandels weiter wachsen. Eine hohe Zahl an Studierenden und Berufspendlern führt zu einem Anstieg kleiner Haushalte mit relativ hohem Wohnflächenverbrauch. Die alternde Gesellschaft verstärkt diesen Prozess. Durch den wachsenden Anteil der Senioren steigt zudem die Nachfrage nach barrierefreien Angeboten deutlich. Schon jetzt wird das Angebot nicht mehr der Nachfrage gerecht. Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum für Familien. Durch die steigenden Preise gibt es einen Verdrängungswettbewerb, unter dem vor allem einkommensschwache Menschen leiden. Der Stadtrat hat auf die wachsende Wohnungsnachfrage bei steigenden Mieten reagiert und setzt neben der Ausweitung des sozialen Wohnungsbaus, für die auch neue Förderprogramme des Landes genutzt werden, auf die Ausweisung neuer Baugebiete.“


„Mit den Bauarbeiten haben wir im November des letzten Jahres begonnen und es ist geplant, dass die Mieter bereits Ende des Jahres einziehen werden. Es entstehen zwei Häuser im Passivhausstandard mit jeweils neun barrierefreien und schwerbehindertengerechten Wohnungen. Beide Gebäude verfügen über eine Lüftungsanlage sowie Aufzüge und jede Wohnung hat eine ebenerdige Dusche, eine Fußbodenheizung sowie Balkon oder Terrasse“, erklärte Bauherr Bayindir. Die 18 Wohnungen sind für Haushalte mit geringem Einkommen vorgesehen. Durch die Förderung sei es möglich, diese Wohnungen zu einer Nettokaltmiete von 5,35 Euro pro Quadratmeter anzubieten.

Wohnungen zu bezahlbaren Mieten

Um die Bereitstellung dringend benötigter Mietwohnungen zu forcieren, hat das Finanzministerium gemeinsam mit der ISB durch die Neuausrichtung des Mietwohnraumprogramms im Juli 2013 die Fördermodalitäten verbessert. „Seit der Neuausrichtung des Mietwohnraumprogramms im Juli 2013 hat die ISB den Neubau von 342 Wohneinheiten mit einem Volumen von rund 22,4 Millionen Euro gefördert“, erläuterte Dexheimer. „Bauherren und Investoren beantragen das ISB-Darlehen Mietwohnungen direkt bei der ISB. Die Zinsfestschreibung auf bis zu zwanzig Jahre mit Zinsen in Höhe von anfänglich 0,0 bis 1,0 Prozent während der Bindungsdauer bietet langfristige Planungssicherheit. Als Gegenleistung verpflichtet sich der Investor, die Wohnungen an Haushalte zu vermieten, die bestimmte Einkommensgrenzen einhalten und nicht mehr als die vereinbarte Miete zu nehmen.“

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