Ein Kanzlerberater in Trier – Gastprofessur für Horst Teltschick

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Der ehemalige Kanzlerberater Horst Teltschick kommt zu Vorträgen an die Uni Trier. (Foto: Matthias Hinrichsen)

Bildquelle: Matthias Hinrichsen

TRIER. Er ist wieder in aller Munde, der Begriff vom „kalten Krieg“ zwischen Ost und West. Da bekommt eine Vortragsreihe der Universität Trier, die am 20. April startet, eine ganz andere Aktualität. Der ehemalige Kanzleramtsminister Horst Teltschick wird über seine Dienstzeit sprechen, in der unter anderem auch die Annäherung zwischen den beiden Blöcken fiel.

Mehr als 40 Jahre lang lähmten Kalter Krieg und Wettrüsten die Weltpolitik. Prof. Dr. h.c. Horst Teltschik erklärt an der Universität Trier, wie es dennoch zur Annäherung der Westmächte und des Ostblocks und zur deutschen Wiedervereinigung kommen konnte. Der enge politische Berater und Mitarbeiter Helmut Kohls analysiert die „Friedliche Revolution vor 25 Jahren, deren Ursachen, Risiken, Ergebnisse und Perspektiven für Deutschland, Europa und die Welt“. Den ersten von drei Vorträgen hält der Gastprofessor des Freundeskreises Trierer Universität am Montag, 20. April, um 18 Uhr im Hörsaal 4 (Gebäude C) der Universität Trier.


Teltschik hat die turbulenten Ereignisse der Wendezeit in einem Tagebuch festgehalten. „Einzig Horst Teltschik war immer dabei, als die Ereignisse nicht nur Bonn, sondern auch die Regierungen in Ost und West mit sich rissen“, heißt es im Begleittext des Buches. Die Passage stellt Teltschiks bedeutende Rolle als Akteur und Augenzeuge im politisch-diplomatischen Prozess der Wende und seine intimen Kenntnisse der Hintergründe der deutschen Wiedervereinigung heraus.

Im ersten Vortrag wird der Gastprofessor erläutern, wie die Weltmächte den Kalten Krieg überwanden und in eine Phase der Entspannungspolitik eintraten. Weitere Vorträge hält er am 11. Mai („Vom Fall der Mauer zur deutschen Einheit“) und 8. Juni („Nach dem Ende des Ost-West-Konflikts“).

Zur Person
Horst Teltschik (Jahrgang 1940) studierte an der Freien Universität Berlin Politikwissenschaft, Neuere Geschichte und Völkerrecht. 1972 holte ihn der damalige rheinland-pfälzische Ministerpräsident Helmut Kohl als Referent und Berater nach Mainz. Mit Kohls Wahl zum Bundeskanzler übernahm Teltschik 1983 die stellvertretende Leitung des Bundeskanzleramtes. Nach der Wiedervereinigung beendete Teltschik seine politische Karriere und übernahm den Vorsitz der Bertelsmann Stiftung (1991-1993) und der Herbert Quandt Stiftung (2000-2003). Er war Vorstandsmitglied der BMW AG (1993-2000) sowie Präsident von Boeing Deutschland (2003-2006). Von 1999 bis 2008 leitete er die Münchener Sicherheitskonferenz. Seit 2003 lehrt Teltschik als Honorarprofessor an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Technischen Universität München.

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