TBB Trier stellt Insolvenzantrag – Professor Schmidt vorläufiger Insolvenzverwalter

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TRIER. Heute Vormittag Basketball-Bundesligist TBB Trier wie gestern angekündigt beim Amtsgericht Trier Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht hat den renommierten Rechtsanwalt Prof. Dr. Dr. Thomas B. Schmidt zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Der Lizenzausschuss der Liga tagt noch. Er berät über die Folgen dieses Schritts und mögliche Sanktionen der Liga, die bis zum sofortigen Ausschluss reichen können. Mit einer Pressemitteilung der BBL ist frühestens am Nachmittag zu rechnen.

Prof. Dr. Dr. Thomas B. Schmidt ist Spezialist für Insolvenzrecht. Er gehört der Kanzlei König Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB in Trier an.
Prof. Dr. Dr. Thomas B. Schmidt ist Spezialist für Insolvenzrecht. Er gehört der Kanzlei König Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB in Trier an.

Das Reglement der BBL sieht vor, dass Teams schon im Falle eines Insolvenzantrags vier Punkte abgezogen werden. Die TBB stünde dann auf einem Abstiegsplatz und hat aufgrund der Niederlagen in den direkten Vergleichen gegen Crailsheim, Bremerhaven und Tübingen mehr als schlechte Karten, die Klasse zu halten. Sofern die Saison überhaupt zu Ende gespielt wird.

Sascha Beitzel, Vorstand der Treveri Basketball AG: „Es ist uns nicht gelungen, das Loch in unserem Etat zu stopfen. Unsere Verhandlungen waren zum Teil erfolgreich, wir konnten den Betrag, der uns fehlt um die Saison bis zum Ende zu finanzieren, reduzieren. Dennoch fehlen uns zum jetzigen Zeitpunkt rund 350.000 Euro, um den Geschäftsbetrieb in den jetzigen Strukturen fortzuführen und weitere Maßnahmen zu ergreifen. Aus diesem Grund mussten wir diesen schweren Schritt gehen. Wir hoffen, dass wir gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter die Fortsetzung des Profibasketballs in Trier erreichen können.“

Über die Entscheidung wurden die Verantwortlichen der Beko BBL fristgerecht informiert.

Über das weitere sportliche Geschehen entscheidet am heutigen Freitag der Lizenzausschuss der Beko BBL, der seit 11.30 Uhr tagt. Die Statuten der Beko BBL sehen für den Fall einer Insolvenz während der laufenden Saison einen Punktabzug von vier Positivpunkten sowie eine Geldstrafe vor. Damit könnte die TBB Trier die Saison zu Ende spielen, der Kampf um den Klassenerhalt würde aber erheblich erschwert werden.

Das Insolvenzverfahren dient in erster Linie dazu, die Schulden gegenüber den Gläubigern zu bedienen. Die Gehälter aller Mitarbeiter werden für einen Zeitraum von drei Monaten durch die Bundesagentur für Arbeit übernommen. Im weiteren Verlauf des Insolvenzverfahrens besteht die Möglichkeit, die Treveri Basketball AG zu sanieren und so den Spielbetrieb auch in Zukunft möglich zu machen. Darüber entscheidet der Insolvenzverwalter.


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