Pannen sollen beweisen, wie sicher das AKW Cattenom ist

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Bildquelle: Justin Turpel

Cattenom. Bei manchen Meldungen glaubt man, seinen Augen nicht mehr trauen zu können. Am Dienstag hat der Direktor des Atomkraftwerks Cattenom, Guy Catrix, die Jahresbilanz des Meilers vorgestellt. Wie der SWR meldet, hat er dabei gesagt, die zahlreichen Vorfälle der letzten Jahre würden zeigen, wie gut die Sicherheitsmaßnahmen in dem Pannenkraftwerk funktionieren würden. Sobald ein Problem auftrete, werde es beseitigt. Im Laufe des Jahres werde der Block I auf die Zehnjahresrevision in 2016 vorbereitet und danach werde über eine Laufzeitverlängerung entschieden.

Hier muss die Frage erlaubt sein, was hinter einer solchen Aussage steckt. Soll das Augenwischerei sein oder muss man davon ausgehen, dass der Direktor die Sorgen der Bevölkerung nicht ernst nimmt? Oder will er die Menschen, die Angst vor seiner Anlage haben, gar verhöhnen? Einen Tag vor dem vierten Jahrestag von Fukushima! Erfahrene und renommierte Wissenschaftler bescheinigen dem AKW, dass es vom möglichen aktuellen Sicherheitsstandard weit entfernt ist. Die Liste der Pannen, die es in dem lothringischen Kraftwerk schon gegeben hat, ist ellenlang und dieser Mann sagt, man brauche sich keine Sorgen zu machen?


Soweit kann es mit den Sicherheitsmaßnahmen eigentlich gar nicht her sein, denn sonst wäre es wohl nicht möglich gewesen, dass vor noch nicht einmal zwei Jahren unbemerkt tausende Liter Salzsäure in die Mosel laufen, beziehungsweise im Erdboden versickern konnten, ohne dass eine Sicherheitsabschaltung griff. Dass man im letzten Jahr zufällig entdeckte, dass zehn Mitarbeiter radioaktiv kontaminiert wurden, scheint auch nicht wirklich für die Sicherheitseinrichtungen zu sprechen. Ganz zu schweigen davon, dass Fachleute Cattenom im Falle eines Erdbebens für ein Sicherheitsrisiko halten. Da kommt doch schon die Frage auf, wenn der Direktor in Sicherheit wiegen will. Die Bevölkerung oder sich selbst.

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3 KOMMENTARE

  1. Wenn Salzsäure ausläuft oder Strahlung austritt und kein System dieses meldet, dann erinnert mich das an die drei Affen. Getreu dem Motto: wo keiner Alarm schlägt, ist auch nix passiert. Im Kindergarten spielt man: „Ich mach die Augen zu und Du bist weg“. SUUUPER! Der „Super Guy“ sieht gar keine Gefahr für einen „SUPER-GAU“, weder für einen großen, noch für einen kleinen; und deshalb gibt’s da auch keine. Immer gut, wenn der Chef hinter seinem Team steht. So einen Direktor wünscht man sich: „Nichts-sehen“, „Nichts-hören“ und „Nichts-sagen“. .. Ob er schonmal seinen eigenen „Verstand“ gesehen hat? Denn was man nicht sehen kann…

  2. Unsere Mosel zum Grab umfunktionieren geht gar nicht!Umstellen auf erneuerbare Energien und Cattenom ABSCHALTEN!
    Thommy

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