AfD: Dempfle geriert sich wie ein Alkoholiker

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Bildquelle: Trier.de

TRIER. Presseberichten zufolge plant Kulturdezernent Thomas Egger den Neubau des Trierer Theaters am jetzigen Standort. Dabei soll sich die Nutzfläche des Gebäudes gemessen am bisherigen Stand deutlich erhöhen, die für den Bau veranschlagten Kosten betragen mindestens 50 Millionen Euro. Bekennende Gegner dieses Projektes sind die Mitglieder der Stadtratsfraktion der Alternative für Deutschland (AfD). Sie rechnen mit weit höheren Kosten als veranschlagt und vergleichen den CDU-Fraktionsvorsitzenden Dr. Ulrich Dempfle mit einem Alkoholiker.

Die Stadtrats-Fraktion der Alternative für Deutschland lehnt diese Pläne im Hinblick auf die Finanzsituation der Stadt als unverantwortlich ab. Nach allen bisherigen Erfahrungen ist bei solchen Projekten davon auszugehen, dass Kostenschätzungen im Verlauf der Realisierung deutlich nach oben zu korrigieren sind. Demnach ist mit einem Volumen von vermutlich 60-70 Millionen Euro zu rechnen. Die Folgekosten dürften keinesfalls unter den 7 Millionen liegen, die die Stadt Trier jetzt schon jährlich für das Theater aufbringen muss. Dass das ebenfalls stark überschuldete Land Rheinland-Pfalz einen erheblichen Teil der Baukosten übernehmen wird, spielt dabei letztlich keine Rolle. In jedem Fall handelt es sich um Steuergelder, für deren Finanzierung zukünftige Generationen langfristig in Haftung genommen werden.

Das Argument des CDU-Fraktionsvorsitzenden Dempfle, man müsse vor dem Eintreten der Schuldenbremse im Jahr 2016 das Theaterprojekt noch schnell realisieren, offenbart das verantwortungslose Denken, das in weiten Teilen der Politik vorherrscht. Herr Dempfle geriert sich hier wie ein Alkoholiker, der vor Beginn der dringend notwendigen Entziehungskur einen letzten tiefen Schluck aus der Flasche nehmen will. Aber es geht nicht um sein persönliches Eigentum und auch nicht um das Vermögen der CDU, sondern um das Geld der Bürger in Trier und Rheinland-Pfalz.


Wenn das Theater auch in Zukunft zentraler Bestandteil unserer städtischen Kultur sein soll, dann muss eine wirtschaftlich tragfähige Lösung gefunden werden, die geeignet ist, den Betrieb langfristig auf einem qualitativ anspruchsvollen und konkurrenzfähigen Niveau zu erhalten. Dazu bedarf es weitaus kreativerer Überlegungen als sie bisher angedacht sind. Wir sind gerne bereit, uns hier einzubringen und gemeinsam Antworten auf die anstehenden Herausforderungen zu finden.

Nach unserer Überzeugung hat die Mehrheit der Trierer Bürger bei aller Sympathie für das Theater kein Verständnis für die von Herrn Egger jetzt vorgelegten Pläne. Auch wir stellen die Frage, ob es angesichts maroder Straßen und Brücken, sanierungsbedürftiger Schulen, baufälliger Turnhallen und abbruchreifer städtischer Wohnungen wirklich vertretbar ist, 50 Millionen und mehr in ein angeblich alternativloses Kulturprojekt zu investieren.

Alle Parteien des Rates haben sich in der Vergangenheit immer wieder zu mehr Bürgerbeteiligung und direkter Demokratie bekannt. Wenn sie dies ernst meinen, sollten sie in einer solch wichtigen Frage den Trierern die Entscheidung selbst überlassen. Wir fordern daher alle Fraktionen auf, gemeinsam mit uns einen Bürgerentscheid zum Neubau des Theaters zu beschließen.

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16 KOMMENTARE

  1. Herr Egger und sein Theaterspielzeug, was anderes scheint der werte Herr wohl nicht mehr im Kopf zu haben. Eine Stadt mit Schulden bis zum Nimmerleinstag, ein Objekt was jedes Jahr Millionen Zuschuß kostet, die Porta ist zu Staub zerfallen dann hat dieses Ding immer noch keinen Gewinn abgeworfen, n schwarze Null würd ja reichen.
    Aber Nein, gib es ihm doch, wir haben es doch.
    Eine Stadt mit maroden Straßen, Schulen, Turnhallen und was haste nicht alles gesehn will dann wieder sinnlos Millionen um Millionen verballern und verbraten.

    Würd sich der werte Herr mal um die Millionen Falschparker hier in der Stadt kümmern, man könnte Millionen damit verdienen, das Geld wäre in n paar Jahren zusammen für sowas, dann kann er meinetwegen Theater bauen.
    Aber man will ja einfach nicht, ist schon komisch, da wo es etwas zu verdienen gibt wird abgeblockt.
    Wie sonderbar !

    • Ja, und die Feuerwehr haust in einer verschimmelten, einsturzbedrohten Wache, die Feuerwehrautos sind oftmals älter als die Fahrer, die Uniformen, wenn vorhanden, auch nicht viel älter. Und die Alarmierung ist immer noch Analog( selbst das Saarland ist bereits in 3. Generation Digital). Dezent: Her Egger.
      Von dessen Bemühungen beim Ordnungsamt will ich hier mal nicht berichten, das ist ja jedem bekannt.

  2. Politiker wie Herr Dempfle sind Typen, die in eine Kneipe kommen, eine Lokalrunde nach der anderen ordern, allen auf die Schulter klopfen und gute Stimmung verbreiten. So dass mancher Gast wegen des Freibiers mehr trinkt, als er verträgt. Wenn es aber zur Zahlung der Rechnung kommt, dann sagen diese Politiker: „Ich zahle die Rechnung natürlich nicht, ich bin ja nur Euer Vertreter, die Lokalrunden habe ich im Namen der Gäste bestellt.“ Nach einigem Tumult macht er dann folgenden Vorschlag: “Wisst ihr was, wir lassen einfach anschreiben. Sollen sich doch spätere Generationen mit der Frage der Zahlung des Deckels herumschlagen.“ Alle gehen zufrieden nach Hause………….

  3. Trier ist keine Grossstadt sondern ein Konglomerat aus Eingemeindungen. Mit dem gleichen Recht mit dem man Ehrang zu Trier zaehlt koennte man auch Konz eingemeinden um kuenstlich eine Grossstadt zu schaffen wo keine ist. Leider wollen manche Damen und Herren das nicht begreifen und gerne Grossstadt spielen und dafuer braucht es ein Theater. Und der dumme deutsche August darf es bezahlen.

    • Nennen sie mir bitte eine größere Stadt in Deutschland welche nicht eingemeindet hat. So ein dummes Geschwätz. Mainz, Saarbrücken, das Land Rauf und runter haben alle in den meist 50er bis in die 70er, fleissig eingemeindet

  4. Welcher normale Mensch geht heute noch in ein Theater wo durckgeknallte sogenannte Künstler mit Ko..Ur..Kot… uns ihren geistweszustadn vermitteln wollen?

    Ausserdem sollte bekannt sein das jeder Theaterbesucher mit bis zu mehreren hundert Euro bezuschusst wird,jedenfalls jedes „Staatstheaterbesucher“.

  5. Ist richtig, ca. 135 Euro müssen pro Besucher dazu geschossen werden.
    Das muß man sich wahrlich mal im Kopf zergehen lassen, was da an Millionen Steuergeldern für nichts und wieder nichts verprasst wird, unvorstellbar.
    Was könnte man dafür jedes Jahr neue Feuerwehrfahrzeuge anschaffen ?
    Und dann ist kein Geld da um ein noch so kleines Schlagloch zu flicken.
    Da Ding gehört von heute auf morgen dicht gemacht und dem Erdboden gleich und sonst gar nichts.

    • DAS mit den Schlaglöchern stimmt SOOO nicht: In der Simeonstraße wurden im letzten Herbst sogar 2 Stück zugemacht. Von 6 Tiefbau-Facharbeitern, wie berichtet wird. War sogar ganz groß in allen Medien.

  6. Ab Mai soll es in der Parküberwachung ja richtig Rund gehen – sagt man von hoher Stelle. WIE und VON WEM, man soll sich überraschen lassen. Allerdings sollte man dem Herrn Egger mal einen Wachhund zur Seite stellen bzw mal einen Finanzwächter. Es kann ja nicht sein hier Schulen, Turnhallen, Straßen und der Schutz der Bürger Berg ab geht, Laiendarsteller aber dann in neuen,bunten Wänden herum stümpern. 50 Mio…. was könnte man damit machen…. *seufz

    • Sehr geehrter Herr Daniel,

      mit Ihrer polemischen Art gehen Sie mir äußerst auf die Nerven.
      Sie können von Herrn Egger und dem gesamten Stadrat ja denken was Sie wollen. Aber die am Theater Trier beschäftigten Darsteller können für Ihre Meinung herzlich wenig. Diese dann hier als Laiendarsteller zu verunglimpfen erhärtet meinen Verdacht, dass Sie keine Ahnung haben. Vielleicht liege ich mit meiner Vermutung aber auch falsch und Sie gehören zum Stammpublikum der Wiener Staatsoper, der Bayreuther Festspiele, der Münchener Kammerspiele und der Berliner Philharmoniker. Und deswegen erlauben Sie sich einen Vergleich zwischen diesen großen Häusern und dem Theater Trier.
      Ich bezweifle das aber arg und stelle die These auf, dass Sie das Theater Trier, außer gezwungenermaßen zum Weihnachtsmärchen, während Ihrer Grundschulzeit, noch nie betreten haben.
      Eine neue Feuerwache wird es geben, die Straßen in Trier werden saniert (siehe Ostallee, Domänenstraße und jetzt Loebstraße), Kunstrasenplätze werden gebaut und auch in die Schulen wird investiert werden. Und das in Zukunft hoffentlich regelmäßig und nicht erst alle 30-40 Jahre.
      Aber Sie behaupten, es würde nichts passieren und der Grund allen Übels ist das Theater.

      P.S.: Ca. 80 % der geplanten Kosten der Theatersanierung werden vom Land Rheinland-Pfalz getragen. Gehen Sie etwa wirklich davon aus, dass dieses Geld den Trierer Schulen und Straßen zu Gute kommt, wenn es nicht ins Theater investiert wird???

      • Ca. 80 % der geplanten Kosten der Theatersanierung werden vom Land Rheinland-Pfalz getragen.

        Genau diese Einstellung hat uns seit den 70ern in die Verschuldung getrieben! Nur weil das Geld vom Land kommt, muss es noch lange nicht für Extravaganzen ausgegeben werden. Ob Stadt, Kreis, Land, Bund oder EU: Es ist alles Geld, was uns zuvor durch Steuern abgenommen wurde! Wenn das Theater ein Programm bieten würde, das viele Leute sehen wollen, kann es sich alleine finanzieren. Es ist nicht zu verantworten, dass alle Bürger für die Finanzierung der „Kultur“ für einige Wenige zahlen müssen.

        • Sie nehmen mir die Worte aus dem Mund, wenn ich diese bloeden Sprueche schon hoere. Ja das Geld kommt ja vom Land. Wer ist denn das Land? Wir die wir den Unsinn zahlen muessen, mit dem unser Geld verbraten wird. Und wenn man sich mal ansieht, wie unsinnig aufgeblaeht schon die Verwaltung des Trierer Theaters ist, ein Grossteil der dortigen Stellen sind die ueblichen oeffentliche-Dienst-Sessel-Warmhalter-Jobs, und wir muessen das zahlen.

  7. Erzähl, hab noch nichts bekommen. Hat der neue OB die Finger schon im Spiel ?
    Bei uns im Viertel war am Wochenende wieder ein Falschparkerwan wie es extremer nicht sein kann, aber wie bekannt, Sir Egger und Truppe interressiert es ja nicht die Bohne.

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