18-Jähriger stirbt an Karneval – war es doch ein Verbrechen?

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Der Tod des jungen Mannes erschüttert den Ort Winterspelt.

Bildquelle: Wikipedia

WINTERSPELT. Am Karnevalsfest ist in der Eifelgemeinde Winterspelt ein junger Mann gestorben. Ein Vorfall, den sich niemand recht erklären kann. Dem 18-Jährigen waren bei seinem Besuch des Nachtumzuges in Gondenbrett plötzlich die Kräfte geschwunden. Seine zu Hilfe gerufene Schwester brachte ihn nach Hause. Am nächsten Morgen lag der junge Mann tot in seinem Bett.

Wie in Fällen von unerklärlicher Todesursache üblich, war eine Obduktion angeordnet worden, deren Ergebnisse aber noch nicht vorliegen. Für äußere Gewaltanwendung gab es keine Hinweise. Man geht davon aus, dass Gift dem jungen Leben ein Ende gesetzt hat. Es ist aber noch völlig unklar, um welches Gift es sich handelt und wie es in den Körper des Mannes gekommen ist. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen gibt es zum jetzigen Zeitpunkt keine Anhaltspunkte dafür, dass eine „Fremdeinbringung“ der Giftstoffe vorliege, war von der Staatsanwaltschaft zu hören.

Es gab noch mehr mysteriöse Fälle

Nun aber berichtet der SWR, dass sich der Bürgermeister von Winterspelt, Hubert Tautges, zu Wort gemeldet hat und ein Verbrechen nicht ausschließt. Er gehe davon aus, dass eine Selbsteinnahme von Giftstoffen nicht in Frage komme. Vielmehr habe es in seinem Ort noch andere Fälle von Vergiftungserscheinungen gegeben. So sei ebenfalls nach dem Umzug in Gondenbrett dort eine Jugendliche hilflos auf einem Feld aufgefunden worden.


Dem SWR sagte der Bürgermeister, er wisse auch noch von anderen Fällen, etwa von einer Frau, die am Rosenmontag in Prüm ähnliche Symptome aufgewiesen habe. Ihr seien plötzlich die Beine weggebrochen und ihr wurde übel. Dazu betont er, dass die Frau keinen Alkohol getrunken habe. Und auch bei dem jungen Verstorbenen seien keine großen Alkoholmengen im Spiel gewesen. Er wisse von der Gruppe, mit der das Opfer unterwegs war, dass nur sehr wenig getrunken wurde.

Bürgermeister hat die Prümer Drogenszene im Visier

Tautges vermutet die Ursache für den Todesfall in der Prümer Drogenszene. Jugendliche aus dem Karnevalsverein hätte ihm über Personen berichtet, die zu dieser Szene gehören würden und in Gondenbrett gesehen worden sind. Wörtlich sagte er dem SWR: „Das waren sehr glaubwürdige Aussagen und ich habe die Jugendlichen gebeten, dass sie ihre Fotos und Aufnahmen vom Handy der Polizei zur Verfügung stellen.“ Um seine Vermutungen zu stützen, ruft der Bürgermeister weitere Zeugen auf, sich bei den Ermittlungsbehörden zu melden.

Sowohl Staatsanwaltschaft als auch die Polizei sind über die öffentlichen Aussagen von Tautges verwundert, da ein endgültiges Ergebnis der Untersuchungen noch nicht vorliegt. Die Behörden wollen einen möglichen Zusammenhang mit Alkohol zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausschließen. Für eine Verbindung des Todesfalles mit anderen Ereignissen, wie dem Fall des hilflos aufgefundenen Mädchens, sehen die Ermittler nicht.

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